transmediale 2021–22 Rendering Refusal

Über die transmediale

Die transmediale schafft einen Raum für kritische Reflexion über kulturelle Transformation aus einer postdigitalen Perspektive. Seit über dreißig Jahren bringt das jährliche Festival für Kunst und digitale Kultur internationale Künstler*innen, Forscher*innen, Aktivist*innen und Denker*innen zusammen mit dem Ziel, durch die Verschränkung verschiedener Genres und kuratorischer Ansätze neue Sichtweisen auf unser technologisches Zeitalter zu entwickeln. Im Laufe ihrer Geschichte hat sich die transmediale von ihren Anfängen als VideoFilmFest zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für Kunst und digitale Kultur weltweit entwickelt.
Über die jährliche Veranstaltung hinaus ist die transmediale eine transversale, dynamische Plattform mit einer lebendigen Gemeinschaft und einem starken Netzwerk, das regelmäßige Publikationen und ganzjährige Aktivitäten wie Auftragsarbeiten und Künstleraufenthalte ermöglicht. Einer der engsten Kooperationspartner der transmediale ist das CTM-Festival. Die Kulturstiftung des Bundes unterstützt die transmediale als kulturelle Exzellenzeinrichtung seit 2004.

Digitales Besuchsprogramm der Ausstellung und Jahresausblick

Die Ausstellung Rendering Refusal ist ab jetzt über das digitale Besuchsprogramm Proxy Visits zugänglich. Zudem sind die neue Festival Webseite und die digitale Plattform – der Almanac for Refusal – online und werden über das gesamte Jahr hinweg monatlich neue Beiträge veröffentlichen. Daneben gibt transmediale einen Ausblick in das Einjahres- Programm des Festivals.

Rendering Refusal

Anhand von Einblicken in soziopolitische Realitäten jenseits des Status quo geht Rendering Refusal der Frage nach, was entstehen kann, wenn Hoffnung und Verweigerung zusammenarbeiten. Die Ausstellung findet in zwei Berliner Venues Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und Betonhalle, Silent Green Kulturquartier – statt. Aufgrund der Pandemieregelungen ist die Ausstellung derzeit geschlossen. Daher hat transmediale ein digitales Besuchsprogramm, inspiriert von dem Konzept der Proxy Protests, für Rendering Refusal entwickelt. Für die Proxy Visits werden Besuchende per Videoanruf mit einer*m Proxy Host vor Ort in einer der Venues verbunden und erleben die Ausstellung so gemeinsam und in Interaktion.
Weitere Informationen und Buchungsmöglichkeiten sind auf der transmediale Webseite verfügbar. Darüber hinaus veröffentlicht das Festival in wenigen Tagen eine umfangreiche Dokumentation der Ausstellung, darunter finden sich eine Führung auf Englisch und Deutsch sowie ein Podcast der Kurator*innen. Rendering Refusal läuft bis zum 28. März.
Im Juli wird die Video-Installation Undefined Panorama 3.1 von Yang Ah Ham in der Kuppelhalle des Silent Green zu sehen sein.

Almanac for Refusal

Zu Beginn des Einjahres-Programmes veröffentlichte transmediale zum ersten Vollmond des Jahres am 28. Januar die neue Festival Webseite und den Almanac for Refusal. Der Almanac dient als thematischer Leitfaden des Festivals und nähert sich den materiellen, technologischen und kulturellen Aspekten der Verweigerung an. Die Januar Ausgabe enthält Kunstwerke, Audio-, Text-, Video- und Filmbeiträge von AM Kanngieser, Bassem Saad, Ben Evans James, Bonnie Honig, Cristina Cochior, Edna Bonhomme, Frances Scott, Helen Pritchard, Jason Edward Lewis, Johanna Pope, Lorena Juan, Luiza Prado de O. Martins, micha cárdenas, Natasha Tontey, Nora O Murchú, Paavo Järvensivu, Sahej Rahal, Terence Sharpe, Tom Richards und Winnie Soon. Die nächste Ausgabe des Almanac wird zum kommenden Vollmond am 27. Februar erscheinen. Der Almanac for Refusal ist verfügbar auf der transmediale Webseite.

Übersicht Einjahres-Programm des Festivals

Im April eröffnet transmediale den ersten eigenen Projektraum: das transmediale studio im Silent Green. Das Filmprogramm des Festivals remote. response, request. beginnt mit Filmen von Rhea Storr und Phanuel Antwi sowie Sam Tam Ham und wird bis Juni monatlich wechselnd neue Filmemacher*innen vorstellen. Im Juli wird die transmediale ein Summer Camp im Berliner Umland präsentieren. Bewerbungoptionen für die Teilnahme werden in Kürze auf der Festival Webseite zu finden sein. Später im Sommer veranstaltet transmediale vom 16. bis 22. August ein Outdoor Programm auf dem Dach des Haus der Kulturen der Welt und eine Performance – Creamatorium 2 von Jennifer Mehigan – im Garten des Silent Green. Weitere Details folgen in Kürze.

Die Ausstellung wird von der Europäischen Union mitfinanziert und ist Teil des Kooperationsprojektes Artsformation.

Künstler*innen:

In Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:

Bassam Al-Sabah, Danielle Brathwaite-Shirley, Madison Bycroft, Sofia Caesar, Patricia Domínguez, Anne Duk Hee Jordan, Laura Yuile, and Bassem Saad

In Betonhalle, Silent Green:

Larry Achiampong, Eli Cortiñas, Jennifer Mehigan, Sung Tieu, and Natasha Tontey.

Kurator*innen:

Nora O Murchú, Lorena Juan and Ben Evans James

Die Kulturstiftung des Bundes fördert die transmediale bereits seit 2004 als kulturelle Spitzeneinrichtung. Eine vollständige Liste der Partner und Supporter findet sich auf der transmediale Webseite.