Pissing in a River. Again!

17.11.18 – 13.11.19

Patti Smiths Song „Pissing in a River – Watching it Rise“ (1976) steht metaphorisch für Widerstand und Rebellion. Lyrisch und leise verweist das Lied zunächst auf intensive Gefühle von Unsicherheit und Verletzung, welche die Musikerin durch einen provozierenden und selbstbestimmten Akt in Stärke und Kraft umwandelt. Dabei führt der Bruch mit gesellschaftlichen Konventionen im Lied zu einer Selbstermächtigung des lyrischen Ichs.
Im Rahmen des Ausstellungsprojektes Pissing in a River. Again! zeigen ca. 25 zeitgenössische Künstlerinnen verschiedener Generationen, dass Smiths Text auch heute nichts von seiner Energie und Aktualität verloren hat. In Videoprojektionen, Skulpturen, Malereien, Fotografien, Performances und Lesungen setzen sie sich auf unterschiedliche Weise mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinander. Vermeintlich männlich konnotierte Attribute wie Stärke, Unabhängigkeit und Entschlossenheit beanspruchen die Künstlerinnen des Projektes dabei thematisch für sich ganz im Sinne von Patti Smith.
Mal protestieren sie explizit gegen herrschende Konventionen, mal kritisieren sie subtil gegenwärtige Zustände oder machen ironisch auf gesellschaftliche Machtstrukturen aufmerksam.
Pissing in a River. Again! ist eine kritische künstlerische Auseinandersetzung-provozierend, humoristisch, laut und kraftvoll. 
Das Ausstellungsprojekt feiert die Diversität mit der zeitgenössische Künstlerinnen ihre Positionen intensiv und offensiv in einer immer noch männlich dominierten Kunstwelt platzieren oder ihr provokant entgegensetzen. Mit Hilfe einer Vielzahl von Methoden und Materialien loten sie die Regeln von Freiheit, Rebellion und Selbstbestimmtheit aus.

Beteiligte Künstler*innen:

Caroline Achaintre, Yael Bartana, Caro Bittermann, Susanne Bürner, Natalie Czech, Tatjana Doll, Valerie Favre, Berta Fischer, Laura Horelli, Nadira Husain, Anne-Mie van Kerkhoven, Stephanie Kloss, Folke Köbberling, Julia Lazarus, Hanne Lippard, Sarah Lüttchen, Inge Mahn, Andrea Pichl, Laure Prouvost, Sabine Reinfeld, Farzaneh Rosta, Celine Struger, Barbara Trautmann, Raphaela Vogel, Ina Weber, Ruth Wolf-Rehfeldt u.a.

Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien initiiert von Andrea Pichl und Stephanie Kloss. Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa: Präsentationsförderung Bildende Kunst, Ausstellungsfonds für Kommunale Galerien, Fonds für Ausstellungsvergütungen und aus dem Projektfonds Kulturelle Bildung – Fördersäule 3.