Digging Deep, Crossing Far

10.9. – 13.11.16

Die Austellung Digging Deep, Crossing Far zeigt zeitgenössische künstlerische Positionen in Bezug auf wenig bekannte Narrative des Ersten Weltkriegs. Ausgehend von den Sonderlagern für außer-europäische Kriegsgefangene in Zossen-Wünsdorf wird die globale Dimension dieses Kriegs zum Resonanzboden für aktuelle Diskurse und künstlerische Auseinandersetzung. 
In der Komplexität des „Halbmondlagers“ finden sich zahlreiche Fragestellungen wieder, die das Projekt zunächst nach Bangalore und Kochi (Indien) sowie Karatschi (Pakistan) getragen hat. Nach dortigen Recherchen und Ausstellungen kommt digging deep, crossing far zurück nach Berlin, an den Ort, wo 1914 das Lager als Teil eines Dschihad-Programms konzipiert wurde. 
Die künstlerischen Arbeiten in digging deep, crossing far berühren Fragen nach Schauplätzen des Kriegs jenseits der Westfront, nach religiöser und nationalistischer Propaganda, nach Wissenschaftsgeschichte und dem Verhältnis Deutschlands zum Islam.

Die Austellung Digging Deep, Crossing Far 

ist ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von Elke Falat & Julia Tieke. Finanziert von Hauptstadtkulturfonds. 
Mit freundlicher Unterstützung der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten, Ausstellungs-fonds Kommunale Galerien, Fonds Ausstellungsvergütungen für bildende Künstlerinnen und Künstler, ifa, Goethe-Institut und Goethe-Institut Bangalore Residency

Mit Arbeiten von 

Bani Abidi, Ayisha Abraham, Gilles Aubry, Jamil Baloch, Sarnath Banerjee, Nathalie Anguezomo Mba Bikoro & Anaïs Héraud-Louisadat, Nick Crowe & Ian Rawlinson, Ayaz Jokhio, Amina Menia, Judith Raum, Muzzumil Ruheel, Sonya Schönberger, Surekha, Risham Syed, The Tentative Collective
“For God’s sake don’t come, don’t come, don’t come to this war in Europe.” 
Havildar Abdul Rahman, 9th Rifles, Frankreich, an Naik Rajwali Khan, 20.05.1915