2010 Programm:

ID- indonesian Contemporary Art
11. Dezember 2010 bis 13. Februar 2011


KünstlerInnen: Sally Moira Busse, Setu Legi, Yudi Noor, Sara Nuytemans & Arya Pandjalu, Rebecca Raue, Nadin Reschke, Prilla Tania, Rizki Resa Utama, Jorinde Voigt, Forum Lenteng [Künstler_innenkollektiv], Ruang MES 56 [Künstlerkollektiv].

KuratorInnen: JC Lanca, Nya Luong, Kinoprogramm. Philip Widmann

Eine Ausstellung von ID und dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.

Ausstellung: ID – Indonesian Contemporary Art ist eine Ausstellung mit 11 internationalen Positionen. Der Leitfaden ist das vielfältig denkbare Buchstabenpaar ID, mit seinen verschiedenen Interpretationsebenen. Thematische Schwerpunkte hierbei sind: nationale, individuelle und kollektive Identitäten sowie deren Entgrenzungen. Im Spannungsfeld dieser Topoi stehen viele Diskurse, die den Wandel und die Funktionsweise unserer Welt zum Ausdruck bringen. ID steht als Kürzel für Identität und Indonesien. In deutscher Aussprache ist es nicht unterscheidbar vom Einfall, der Idee. Jedem Kunstwerk liegt eine Idee zu Grunde, jedes spiegelt die Identität(en) des Künstlers / der Künstlerin wider.

Veranstaltungen: Im Vorfeld fand die Performance „All in the Mind“ der Birdprayers statt, Führungen, ein Workshop mit der Robert Koch Schule aus Kreuzberg, eine Podiumsdisskusion zum Thema „Interkulturalität – ein veraltetes Konzept im Hyperkulturraum?“ sowie ein umfangreiches Kinoprogramm im fsk Kreuzberg wurde angeboten.2


Positionen + Gegenwart – 1960- 2010 GEDOK Berlin
3. Oktober bis 28. November 2010


KünstlerInnen: Susanne Ahner, Heide Bergandt, Jenny Brockmann, Angela Bröhan, Claudia Busching, Britta Clausnitzer, Carola Czempik, Michaela van den Driesch, Gisela Genthner, Renate Herter, Sibylle Jazra, Bruni Jürss, Barbara Kenneweg, Betina Kuntzsch, Elisabeth Leyde, Erika Matsunami, Lisa Mayerhofer, Aiga Müller, Barbara Noculak, Gertraude Pohl, Karina Pospiech, Angelika Schneider-von Maydell, Susanne Specht, Peggy Sylopp, Dagmar Tränkle, 
Nham-hee Völkel-Song, Anna Simone Wallinger, Susanne Wehr, Gisela Weimann, Diane Welke, Anna Werkmeister, Sabine Wild

Kuratorin: Birgit Möckel

Ausstellung: 1960 jährt sich die Neugründung der GEDOK Berlin zum 50. Mal. Die Geschichte der Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. reicht zurück bis 1926, als dieser europaweit einzige interdisziplinäre Künstlerinnenverband von der jüdischen Mäzenin Ida Dehmel ins Leben gerufen wurde. Ausgewählte Positionen aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, Musik, Literatur und Tanz zeigen sparten- und Generationen übergreifend 50 Jahre Kunst von Frauen in Berlin.

Veranstaltungen: Es fand eine Podiumsdiskussion „Rückblick nach vorn- POSITIONEN zur GEDOK heute“, u.a. mit Prof. Dr. Gesine Schwan, eine Lesung mit Barbara Kenneweg und Jutta Rosenkranz sowie eine Performance von Heike Bartsch und Ioanna Srinivasan statt.


Transient Spaces- The tourist Syndrome
28. August bis 10. Oktober 2010


KünstlerInnen: Isa Andreu (ES) / Timothy Moore (AU), Alex Auriema (USA), Federico Baronello (IT), Ursula Biemann (CH), Asl? Çavu_o?lu (TR), Raphaël Cuomo / Maria Iorio (CH), Carsten Does / Gerda Heck (DE), G-Lab (LT), Daniel Gontz (RO), Sandra Hetzl (DE), Bettina Hutschek (DE), J&K (DE/DK), Thomas Kilpper (DE), Sara Kolster / Suzanne Valkenburg / Eefje Blankevoort (NL), Emanuel Licha (CA), Ives Maes (BE), Plinio Avila Marquez (MX), Eléonore de Montesquiou (FR), Christoph Oertli (CH), Joanne Richardson (USA) / David Rych (AT), Romana Schmalisch (DE), Société Réaliste (FR/HU), Pilvi Takala (FI), Eugenio Tibaldi (IT), Oraib Toukan (USA/JO)

KuratorInnen: Marina Sorbello, Antje Weitzel

Eine Ausstellung vom Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst.

Ausstellung
: Nicht zuletzt durch die Erweiterungen der EU in den letzten Jahren bewegen sich mehr und mehr EU-Bürger quer über den Kontinent zum Teil als MigrantInnen, zum Teil als TouristInnen oder beides. Ziel des Projektes ist es, herauszuarbeiten wie die verschiedenen Wanderbewegungen zusammenhängen und sich wechselseitig bedingen. Das Projekt umfasst Workshops, Seminare, Vorträge und Kunstausstellungen in Italien, Litauen, Rumänien und Deutschland. Die Berliner Ausstellung, die parallel in der NGBK (Oranienstr. 25, 10999 Berlin) und im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien stattfindet und das zweijährige Projekt abschließt, bietet anhand von künstlerischen Arbeiten einen vielschichtigen Einblick in die Thematiken.

Veranstaltungen: Es wurde ein umfangreiches Filmprogramm
im Ballhaus Naunystraße gezeigt. Zudem gab es einem Thementag mit Performances, Filmvorführungen und Diskussionen an mehreren Orten wie der NGBK. Anlässlich des „Kunstherbst- Berlin für Kids“ gab es eine Führung durch die Ausstellung.


Vol. 4.2 Backjumps Junior Issue- Eine Ausstellung für Kinder und Noch- Kinder
28. August bis 26. September 2010


KünstlerInnen: Martha Cooper (New York/USA), Delta (Amsterdam/NL), Jonone (NewYork/USA, Paris/F), Dave The Chimp (Berlin/D), ASH (Kopenhagen/DK), Skki(Paris/F), Mode2 (London/GB), Pips Lab (Amsterdam/NL), Poet & Aski (Berlin/D)

Kurator: Adrian Nabi

Eine Ausstellung im Projektraum mit Unterstützung vom Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien, unterstützt aus den Mitteln der Kulturförderung Friedrichshain- Kreuzberg.

Ausstellung: Backjumps – das Magazin und Ausstellungsprojekt zu urbaner Kommunikation und Ästhetik – setzt 2010 das neue Format (Volume 4) fort: diesmal wird im Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien eine Ausstellung speziell für Kinder konzipiert. Alle Kunstwerke und Rauminstallationen werden so gehängt und präsentiert, dass sie zunächst Kinder ansprechen. Der Kurator Adrian Nabi hat für diese zweite Ausgabe Volume 4.2 neun internationale Künstler, die im Kontext von Street Art stehen, eingeladen, ihre Vorstellung von „kindergerechten“ Räumen und Erfahrbarkeit von Kunst zu präsentieren. Ausgangspunkt ist die Tatsache, das vielfach Kinder sehr neugierig und enthusiastisch auf Kunstwerke reagieren, jedoch gerade in zeitgenössischen Kontexten weder die kuratorischen Herangehensweisen noch die Präsentationsformate dieses berücksichtigen. 
Die Künstler werden ihre Erfahrungen im Umgang mit Raum und mit visuellen Reizüberflutungen, die sie zumeist auf der Straße gesammelt haben, in den Ausstellungsraum transportieren und für Kinderaugen und –sinne adaptieren. Es wird der Versuch unternommen, ästhetische Formen zu entwickeln, die Kinder ansprechen ohne dabei kindhaft zu sein – und Erwachsene ebenso ansprechen können. Ein wichtiger Aspekt bilden hierbei die Workshops die integraler Bestandteil der Ausstellung sein werden: Der Raum wird für Aktionen während der Öffnungszeiten genutzt werden.

Veranstaltungen: Es gab fünf Workshops für Kinder zu Themen wie: „Als die Buchstaben tanzen lernten…“ – Von Typographie zu Graffiti-Writing, durchgeführt von KünstlerInnen der Ausstellung.


Locate me
22. Mai bis 08. August. 2010


KünstlerInnen: Aram Bartholl, Gaspar Battha, Tjorg Douglas Beer, Julius von Bismarck/Benjamin Maus, Yasmine Chatila, Andreas Nicolas Fischer, Robert Heel, Dirk Holzberg, Annja Krautgasser, Lea Asja, Pagenkemper, Desiree Palmen, Pony Pedro (Mark Thomann, Sebastian Wagner, Franziska Werner), Willy Sengewald/TheGreenEyl, Eva Alexandra Stueben, tat ort (Berlinger & Fiel), Alexa Wright/Alf, Linney, Jens Wunderling, Special: The Product (Patrick Kochlick & Dennis Paul)

KuratorInnen: Florina Limberg, Daniela Walz

Ausstellung: „Locate Me“ ist ein Funktionsbefehl, dem immer eine Frage vorausgeht: nämlich die, nach dem Standort und dem eigenen Standpunkt. Die Verortung des Ichs im urbanen Raum erfährt durch mobile Mediennutzung – durch GPS und den damit verknüpften Web 2.0-Angeboten – neue Aufmerksamkeit. Suchanfragen und Interaktionen im Netz lassen dabei eine virtuelle Oberfläche der Stadt entstehen, die neue Strategien der Raumerschließung provoziert. Die Ausstellung „Locate Me“ untersucht die Auswirkung neuer Kommunikationstechnologien auf tradierte Raumkonzepte. Sie ist ein Erfahrungsbericht junger zeitgenössischer KünstlerInnen über die digitale Stadt.

Veranstaltungen: Es fanden Gespräche zu Themen wie: „The Adaptability of Art, Mimesis as Tactic“, „Are you Human?“, Führungen, ein Workshop zum Biotop Bethanien und Macht Spiele! mit Berlin Invisible Playground statt.


Ich weiss was du nicht siehst
20. März bis 25. April 2010


KünstlerInnen: Gert Bendel, Ina Bierstedt, Bettina Carl, Daniela Comani, Ben Cottrell, Meike Dölp, Rabea Eipperle, Philipp Fürhofer, Rabi Georges, Anna Gollwitzer, Geka Heinke, Irène Hug, Sofia Hultén, Iris Kettner, Andreas Koch, Nikolaus List, Alena Meier, Thomas Ravens, Angie Reed, Corinna Schnitt, Asli Sungu

Kurator: Capri Berlin, Thore Krietmeyer

Ausstellung: Eine künstlerische Aussage ist immer Angebot und Verweigerung zugleich: Etwas wird gezeigt und vieles wird verschwiegen. Das Wiedererkennen und Verstehen ist nur ein Teil der Rezeption eines Kunstwerkes, und vielleicht sind es gerade die nicht begreifbaren Elemente, nach denen der Betrachter sucht. Ähnlich vollzieht sich die Produktion eines Werkes als ein widersprüchlicher Prozess künstlerischer Selbstverortung, als ein Akt der Identifizierung, der immer auch von Missverständnissen begleitet ist. Der Titel der Ausstellung verweist auf die absurden Momente und den dialogischen Charakter jeder Identitätsfindung. ICH WEISS WAS DU NICHT SIEHST stellt Positionen vor, die sich mit Vorbildern, Klischees und der eigenen Perspektive auseinandersetzen.

Veranstaltungen: Es gab eine Vortragsperformance mit Texten, Kurzgeschichten, Bildcollagen, Kurzanimationen über die Möglichkeiten des sich Emporhebens und Überhebens, eine Dokusoap von Annette Hollywood, Führungen, eine Puppentheaterperformance vom Helmi-Puppentheater und der Dokumentarfilm „Zuhause Reisen“ von Gert Bendel wurde gezeigt.


Derridas Katze… que donc je suis ( a suivre)
30. Januar bis 07. März 2010


KünstlerInnen: Carla Åhlander, China Åhlander, Gehrd Grothusen, Ethan Hayes-Chute, Sylvia Henrich, Herorats, Ingvild Hovland Kaldal, Ane Lan, Lotte Konow Lund, Tea Mäkipää, Ulrike Mohr, Susanne Nissen, Yuka Oyama & Becky Yee, Juan Pancorbo, Lucy Powell, Petri Raappana, Peter Nansen Scherfig, Louise Schrader, Nino Sekhniashvili, Starship (Ariane Müller & Martin Ebner), Lisa Strömbeck, Eve K. Tremblay, Gernot Wieland.

Konzept: Alice Goudsmit in Zusammenarbeit mit Barbara Buchmaier

Die Ausstellung Derridas Katze beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Grundlage bildet die Annahme einer Interdependenz zwischen Mensch und Tier, welche sich – aus der Sicht des Menschen – nicht ausschliesslich utilitaristisch begründen, und in Sprache oder wissenschaftlichen Modellen alleine festhalten lässt. Anhand von 24 künstlerischen Positionen und Projekten wirft die Ausstellung Derridas Katze, einen kritischen Blick auf den etablierten Narzissmus des Menschen und dessen begriffliche Wurzeln. 

Veranstaltungen: Zur Finissage fand der Vortrag „Who let the dogs out? Über Depressionen bei Tieren“ und „Un objet à regarder? Diskurse der Macht am Beispiel des Tiers“, die Schmusetiersoap Folge 58 & 59, Projekt „HUMANA – Leben in Berlin und die Performance „Migrating Birds“ von Ane Lan statt.