Urban Noise

07. Mai – 19. Juni 11

Urban Noise: Architektur und soziales Geschehen, Alltägliches und Repräsentatives, Gegenwärtiges und Historisches, Funktionales und Dekoratives, Offizielles und Inoffizielles. Was sich in Begriffen leicht fassen und trennen lässt, ist in Wirklichkeit verschränkt, verschwommen, wandelbar und je nach Perspektive sichtbar oder unsichtbar. Noise ist nicht nur Lärm, Geräusch oder Ton, sondern auch ein Rauschen, eine kaum wahrnehmbare Frequenz, die Stimmungen und Sichtweisen unterschwellig beeinflusst. Es geht nicht um Konspiration oder Manipulation, vielmehr stehen Tatsachen des sozialen Lebens im Mittelpunkt, die sich verselbstständigen, unklar werden und mehr Bedeutungsebenen besitzen, als ein erster Blick offenbart. Die Puzzlestücke passen mal zusammen und dann wieder zerfallen die Bilder. So durchkreuzen alle Arbeiten der Ausstellung den städtischen Raum, nehmen Spiegelungen auf, invertieren oder kopieren Bilder: Fotografie als Installation, Einzelbilder als Sequenzen, Dokumentationen als Fiktionen oder Collagen als Eingriffe in den realen Raum. Ein Ton überlagert den anderen: Die visuellen Frequenzen übersteuern und lösen die Trennschärfe der Begriffe auf.

Künstler*Innen

Diana Artus, Jakob Kolding, Eiko Grimberg, Stephanie Kiwitt, Christine Schulz, Tomek Mzyk und Korpys/Löffler
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Maik Schlüter

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Maik Schlüter