Reise nach Jerusalem. Künstlerische Positionen zu Religion, Tradition und Tabu

30.6. – 19.8.12

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Stéphane Bauer
Den Ausgangspunkt der Ausstellung „Reise nach Jerusalem“ bildet die Beschäftigung der 10 eingeladenen KünstlerInnen mit der Rolle von Religion und Tradition für ihre Kunstproduktion. Den hier in Berlin lebenden KünstlerInnen ist eine jeweils sehr persönliche Auseinandersetzung mit Religiosität gemeinsam. Die Ausstellung vereint KünstlerInnen, die sich mit den drei wichtigsten monotheistischen Religionen befassen bzw. von diesen geprägt worden sind: Islam, Judentum und Christentum. Es entsteht ein interreligiöser Dialog, der sowohl von der Konflikthaftigkeit als auch vom Zusammenleben der Religionen zeugt.
Die rund 80 gezeigten Arbeiten (Fotografien, Malerei, Video und Installationen) setzen sich mit der Ästhetik von Religion auseinander. Hierbei werden bewusst kunsthistorische Bezüge hergestellt, um diese jedoch als individuelle Erfahrung zu reflektieren. Religion erscheint vielfach als Bürde, die jeder mit sich trägt. Zugleich wird in den Arbeiten eine Faszination sichtbar, die von den Gesten und Bewegungen ritueller Handlungen ausgeht.
Der Titel der Ausstellung rekurriert auf die Stadt Jerusalem als Verbindungsglied der drei großen monotheistischen Religionen: In Ostjerusalem liegen einige der heiligsten Stätten von Judentum, Christentum und Islam, darunter die Klagemauer (die Westmauer des Tempels), der Tempelberg mit dem Felsendom und der al-Aqsa-Moschee, und die Grabeskirche.
Tatsächlich ist auch im Dezember 2012 die Ausstellung in Anwesenheit der KünstlerInnen im Jerusalem Artists’ House eröffnet werden.

Künstler*innen: 

Trudy Dahan (*1985, IL), Nezaket Ekici (*1970, D/TR), Pavel Feinstein (*1960, RUS), Zohar Fraiman (*1987, IL), Rabi Georges (*1981, D/SYR), Stevie Hanley (*1983, USA), Ervil Jovkovic (*1975, D/HR), Yury Kharchenko (*1986, RUS), Iwajla Klinke (*1976, D), Benyamin Reich (*1976, IL)