Kongress der Artikulation. Reden, Voice-Overs, Gespräche, Monologe und Interviews als künstlerische Handlung

10.5. – 22.6.14

Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Claudia Dorfmüller. Der Kongress der Artikulation versammelt Positionen, die den Akt des Sprechens, das Auffordern zum Gespräch und sprachliche Handlungen als künstlerisches Material nutzen. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit Interviews und Selbstgesprächen, politischen Reden und alltäglichem Geplauder, mit Voice-Overs und Skripten. Durch Sprache und Sprechen werden individuelle Erfahrung, soziale, politische und ökonomische Verhältnisse miteinander in Bezug gesetzt. Mit dem Blick auf gesellschaftliche Prozesse und Strukturen werden Fragen, die das Sprechen bestimmen, artikuliert; Fragen zu Normativität und Konvention, zu Macht und Ermächtigung. Wer nutzt welche Sprache? Wer ergreift das Wort? Wem wird zugehört? Die stimmliche Präsenz ist dabei wesentlich, denn die Verortung der Stimme im Körper der Sprechenden öffnet den Blick auf die Kontexte, in denen das Sprechen geschieht. In der Ausstellung werden Videos, Installationen, Fotografien, ein Audio-Archiv und Dokumentationen gezeigt. In Publikationen und Künstlerbüchern wird das Spannungsverhältnis von gesprochenem Wort und Verschriftlichung verhandelt. Eine temporäre Radiostation im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird zum zentralen Ort des Sprechens, an dem RadiomacherInnen, KünstlerInnen und
TheoretikerInnen miteinander ins Gespräch kommen. 

Künstler*innen:

Die Anonymen Billeteure, Luis Camnitzer, Anetta Mona Chisa & Lucia Tkácová, Claudia Dorfmüller, Alice Escher, Azin Feizabadi & Kaya Behkalam, Dani Gal, Rainer Ganahl, Lola Göller, Sara Lehn, Markues, Jaakko Pallasvuo, Nadin Reschke, Marus¹a Sagadin, Maya Schweizer, Pilvi Takala, die Unkoordinierte Bewegung, Till Wittwer. Mit Publikationen von Azin Feizabadi, Sarah Jacobs, Lukas Julius Keijser, David Hugh Sherry, u.a.