In anderen Worten. Der Schwarzmarkt der Übersetzungen – mit zeitgenössischen Kulturen handeln

3. – 15.4.12

IN DEN WORTEN DES ANDEREN. Der Schwarzmarkt der Übersetzungen – mit zeitgenössischen Kulturen handeln lautet der Titel einer Kunstausstellung, die die Vorgänge des Übersetzens – Lesen, Verstehen, Interpretieren und Neuschreiben – als eine kulturelle Strategie versteht, um Brücken zu anderen Kulturen zu schlagen. Die Ausstellung stellt das Geschäft mit dem Fremden und dem andersartigen aus. Eingeladen sind Künstler, die die Sprache des Anderen erforschen und dabei zwischen den Kulturen arbeiten, in sie eindringen und schließlich inkorporieren und in die eigene Sprache einschmuggeln.
Jenseits der aktuellen passiven Co-Existenz des Multikulturalismus ist es notwendig, einen spürbaren Austausch zwischen den Kulturen zu organisieren, um zum Stadium des Übersetzens zu gelangen. In einer Art Schwarzmarkt wird die Ausstellung die Handlungen der kulturellen Transaktionen, des Transfers und des Übersetzens dieser Kulturökonomie des Dazwischen zeitlich begrenzt enthüllen. Dabei wird die Frage aufgeworfen, ob eine Übersetzung die Unterschiede der Sprachen, Identitäten und Kulturen wieder zusammenführen kann. Vorgeschlagen wird eine Form der „kulturellen Übersetzung, die ein Konzept für künftige Kooperation und Verhandlung zwischen zeitgenössischen Kulturen sein könnte.
Die Künstler loten vier Sphären, die in den vier Abteilungen der Ausstellung thematisiert werden, der Handlungsfelder zeitgenössischer Übersetzung aus: eine kritische Analyse globaler Operationen des Englischen oder der regional dominanten Sprache einer Nutzergemeinschaft, eine Produktion neuer Sprache und Übersetzungen, die die Imaginationskraft und Identität des Anderen aufdecken und drittens die Errettung und Wiederherstellung vergessener Sprachen und Kulturen, indem sie ihnen das Recht auf Gegenwart geben und die Nachforschung auf Modalitäten den verschiedenen Prozessen von Umarbeitung und Decodierung und die Überführung als interkulturellen Experimenten.

Künstler*innen: 

Adel Abidin, Marwa Arsanios, Kader Attia, Julien Audebert, Elena Bellantoni, Emilio Chapela Pérez, Cherimus, Julian D´Angiolillo, Detanico and Lain, Braco Dimitrijevic, Mounir Fatmi, Ofir Feldman, Graciela Guerrero, Christoph Keller, Moridka Kitenge Banza, Daniel Knorr, Takehito Koganezawa, Oliver Laric, Karl Larsson, Adrian Lohmüller, Miguel Monroy, Moridja Kitenge Banza, Timo Nasseri, Miguel Monroy, Nana Oforiatta Ayim, Timea Oravecz, Soledad Pinto, Rosàngela Rennò, Gabriel Rossell Santillàn/Nin Nowak, Sona Safaei-Dooreh, Mariateresa Sartori, Demian Schopf, Lorenzo Scotto di Luzio, Paolo W. Tamburella, Michael Theodosiadis, Yoel Diaz Vazquez, Humberto Vélez, Luca Vitone, James Webb, Dilek Winchester

Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Paz Guevara und Elena Agudio