Generation Z: ReNoise – Klangkunst- und Musiktechnik-Pioniere in Russland Anfang des 20. Jahrhundert. Die Ausstellung zu „DIS CONTINUITY – CTM 2014“

25. Januar bis 23. Februar 2014

Vom 25. Januar bis 23. Februar zeigt der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in der Ausstellung „Generation Z : ReNoise – Klangkunst- und Musiktechnik-Pioniere in Russland Anfang des 20. Jahrhundert“ den zumeist unbekannten Erfindungsreichtum in Russland zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Die Namen der Klangforscher und Musikmaschinenentwickler sind weitestgehend vergessen, ebenso wie die meisten der beeindruckenden Erfindungen wie Variophon, Rhythmicon, graphischer Klang oder auch das Theremin. Durch die totalitäre Staatsauffassung Russlands wurden nahezu alle dieser Errungenschaften aus der Geschichte gelöscht. Viele der Stücke wurden zu späteren Zeitpunkten in anderen Teilen der Welt erneut „erfunden“, sodass der eigentliche Ursprung weitestgehend unbekannt ist. Die Ausstellung unter der kuratorischen Leitung von Andrey Smirnov in Zusammenarbeit mit Liubov Pchelkina zeigt daher seltene Orginale früher Klangmaschinen. Sie erklärt durch Text-, Ton- und Bilddokumente die Hintergründe vieler Erfindungen, die heute ganz selbstverständlich verwendet werden, ohne dass dem Benutzer die eigentliche Herkunft bewusst ist. Auf diese Weise wird das Schaffen und das Schicksal der Klangforscher, Vertreter der „Maschinenmusik“ und Erfinder neuer musikalischer Technologien, aufgearbeitet und den Besuchern nähergebracht.
Ergänzt wird die Ausstellung durch ein Begleitprogramm bestehend aus verschiedenen Lesungen, Workshops, Performances und Führungen mit den Forschern Andrey Smirnov, Konstantin Dudakov-Kashuro, Petr Aidu, Evgenia Vorobyeva und anderen geben.