2003 Programm:


Goldrausch 2003
25. Oktober bis 14. Dezember 2003


Künstlerinnen: Bettina Carl, Meike Dölp, Rabea Eipperle, Sofia Hultén, Folke Köbberling, Ulla Ostendorf, Susanne Pomrehn, Lucy Powell, Anette Rose, Nicole Schuck, Alexandra Trencséni, Petra Trenkel, Anja Vormann, Christine Weber, Ella Ziegler

KuratorInnen: Birgit Effinger, Annette Maechtel, 

JurorInnen: Hanne Loreck, Nanne Meyer, Eva Schmidt

Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes mit Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.

Ausstellung: Zum Abschluss des 13. Jahrgangs des Goldrausch Künstlerinnenprojekts art IT präsentiern 15 Berliner Künstlerinnen Arbeiten ihrer aktuellen Kunstproduktion. Die Ausstellung „Goldrausch 2003“ zeigt künstlerische Positionen im Spannungsverhältnis zwischen autonomer künstlerischer Praxis un der Auseinandersetzung mit den realen Bedingungen der Welt. Mit unterschiedlichen Medien, Methoden und Anliegen wird ein Spektrum eröffnet von der Analyse des urbanen Raums, der Verortung der künstlerischen Praxis im Alltag, über modellhafte Ansätze der Untersuchug medialer Wirklichkeit und dem visuellen Kommentar zu konventionellen Wahrnehmungsmustern.

Veranstaltungen: Begleitet wurde „Goldrausch 2003“ von Anette Roses Film „16 Traumstücke“, einem Vortrag, einer Performance von Nicole Schuck und Führungen durch die Ausstellung.


KanakWood: Salon für postmigrantische Kultur: Filme, Lesung, Talks
11. Oktober 2003


Ereignis: Nach Hollywood und Bollywood, kommt nun endlich auch Kanakwood! Mit dem Salon Kanakwood laden Jale Arikan, Giò Di Sera und Nermin Ucar zum ersten Mal offiziell in den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ein. Inspiriert von der Salonkultur Berlins, ist der Salon gedacht als Forum für Filmemacher, Musiker, Tänzer, Literaten und bildende Künstler, die sich im Rahmen von urbaner, postmigrantischer Kultur bewegen. Langfristiges Ziel ist dabei – neben Austausch und Auseinandersetzung ein produktives Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung zu bilden. Sieben FilmemacherInnen zeigen ihre Kurzfilme, Maxim Biller liest, es gibt eine Bauchtanzperformance von Annarella und Giò Di Sera zeigt eine LichtObjektausstellung (Luminarien). Musikalisch begleitet wird der Abend von den DJs Aziza A, Don Rispetto, Ipek und Ed 2000.
Visuals by Michael Maier.


Backjumps – The Live Issue. Urbane Kommunikation und Ästhetik
23. August bis 5. Oktober 2003


KünstlerInnen: Arkay & Adams/Stockholm, Akim & ZAST ONE/Berlin, ASH BBC/ Kopenhagen, Banksy/London, Bob’s your uncle/Kopenhagen, Cakes/Prag, Delta INC/Amsterdam, Brad Downey & Darius Jones/New York, Erosie/Eindhoven, freaks gallery/Kopenhagen, HuskMitNavn/ Kopenhagen, Jay1 BBC/Paris, Jeroen Jongeleen – Influenza/Rotterdam, Lokiss/Paris, LOST ART/São Paulo, Machine/Amsterdam, MaisonAnti/Berlin, Maurer United Architects/Eindhoven-Maastricht, Nomad & Miss Riel/Berlin, Nug & Pike/Stockholm, OBEY/Los Angeles, O’Clock/Paris, PHOS4/Berlin, PIPS:lab/Amsterdam, 77/Berlin, Skki BBC/Paris/New York, Straight up/Kopenhagen, swoon:toyshop/New York, urban-art.info/Berlin, WK Interact/New York, Zedz INC/Leiden 

Kurator: Adrian Nabi in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer und Studio Anti

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes.

Ausstellung: Mit dem Projekt Backjumps – The Live Issue wurde eine in ihren internationalen Facetten bisher wenig präsentierte kulturelle Erscheinung in Berlin reflektiert: Die Weiterentwicklungen und interdisziplinären Schnittstellen von Street Art, Aerosol-Kultur und HipHop. 
Das Ziel – einem breitem Publikum zu zeigen, in welchen Verzweigungen und Variationen „Street Art“ international gedacht, gelebt und weiterentwickelt wird – wurde mehr als erfüllt. Insgesamt rund 12.600 überwiegend begeisterte BesucherInnen konnte die Ausstellung innerhalb der sechs Wochen zählen. 
Das Projekt sollte einen künstlerischen Prozess einleiten und gleichzeitig dokumentieren, welche neuen Formate und Medien im Bereich Street Art verwendet werden. Im Mittelpunkt sollte eine Kultur stehen, die sich in den letzten 30 Jahren jenseits der traditionellen Kunstdiskussionen und des Kunstmarktes innovativ und lebendig weiterentwickelt hat. 
Auf einer Fläche von über 1.000 qm wurde sowohl im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien als auch dem Urban Art Info in Berlin-Mitte Kunst, Mode, Architektur, Fotografie, Kalligraphie, Video, Film, Design und Multimedia präsentiert, aber auch zahlreiche Veranstaltungen und Workshops durchgeführt.

Veranstaltungen: Zusätzlich zu der Ausstellung fanden Parties, Performances von Lichtgraffiti und Videobreaks, ein Event mit DJ`s, Martha Cooper aus New York, thematische Stadtspaziergänge, geführt von Künstlern, Graffitiforschern und Journalisten, einem Filmprogramm im Eiszeit, einem Konferenztag mit Diskussionen und Einblicken in die Szene sowie Workshops (auch für Schulklassen) statt.
Weitere Informationen unter: www.backjumps.info


Sol – Mur – Plafond. Eine Projektgalerie aus Marseille/F
28. Juni bis 10. August 2003


KünstlerInnen: Rodolphe Auté, Bertran / Berrenger, David Dupont, Hervé Garcia, Ingrid Hochschorner, Stéphane Magat, Philippe Meste, Géraldine Pastor Lloret, Julia Pastor Lloret, Christophe Polart, Denis Prisset, Mathieu Provansal, 
Tere Recarens 

Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Kooperation 
mit s-m-p/Marseille.

Ausstellung: Eine Projektgalerie aus Marseille zeigt – eine Annähreung an die Kunstszene Südfrankreichs. S-m-p ist eine klassische „Künstlergalerie“ bzw. „Projektgalerie“ in Marseille, die seit 1997 regelmäßig und mit zunehmender Bedeutung und Beachtung junge französische Künstler in Einzelausstellungen oder in Projekten im Außenrauum präsentiert. In Berlin werden 14 von ihnen neue Arbeiten mit unterschiedlichen Medien, Installationen und Zeichnungen zeigen. Während der Ausstellung soll ein „Rücktausch“ initiert und vorbereitet werden.

Veranstaltungen: Es fanden zwei Roundtable-Gespräche mit Noelle Tissier, Direktorin des Centre Régional d’Art Contemporain, Sète, und Arnaud Laporte, Journalist, mit Rudy Riciotti, Architekt, und KünstlerInnen von s-m-p statt.


Wonderyears – Zur Rolle des Nationalsozialismus in der israelischen Gesellschaft
26.April bis 1. Juni 2003


KünstlerInnen: Boaz Arad (Ramat Gan, Israel), Roee “Chicky” Arad (Tel Aviv), Oreet Asheri (London), Yael Bartana (Amsterdam), Anat Ben David (London), Yoav Ben David (London), Tamy Ben-Tor (Jerusalem), Zoya Cherkassky (Tel Aviv), Amit Epstein (Tel Aviv), Nir Hod (New York), David Katz (San Francisco) , Ruti Nemet (Tel Aviv), Hila Peleg-Lavi (London), Vadim Levin (Tel Aviv), Pil und Galia Kollektiv (Jerusalem), Avi Pitchon (London), Roee Rosen (Tel Aviv), Dan Shadur (Tel Aviv), Tai Shani (London), Dinah Shenhav (Tel Aviv), Lior Shvil (Tel Aviv), Doron Solomons (Tel Aviv), Elezier Sonnenschein (Tel Aviv)

KuratorInnen: Stéphane Bauer, Tsafrir Cohen, Hila-Peleg Lavi, Avi Pitchon, Antje Weitzel, Mirjam Wenzel

Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. 

Die Ausstellung thematisiert den Stellenwert der Shoa im Selbstverständnis der jüdisch- israelischen Gesellschaft als traumatisierte Nation und beleuchtet dessen Bedeutung in der gegenwärtigen politischen Situation. Wonderyears – eine andere Bezeichnung für die Jahre des Heranwachsen – zeugt nicht nur von der anhaltenden Präsenz der Shoa in Kindheit, Jugend und Familie in Israel, sondern zudem auch von der Transformation von Geschichte in eine semiotische Unterscheidung zwischen „Gut“ und „Böse“. Die Ausstellung stützt sich auf die Verfremdung von dokumentarischen Material sowie auf die Phantasien heranwachsender israelischer Jugendlicher.

Veranstaltungen: Das Beiprogramm bestand aus Diskussionsveranstaltungen mit Themen wie : „Zum Stellenwert der Shoa im Selbstverständnis der israelischen Gesellschaft“ und „Individualismus, Partialsierung, Kollektivismus“, Künstlergesprächen, Performances, Führungen und einer Filmreihe mit neuen Dokumentar- Kurz- und Spielfilmen aus Israel.


Buchpräsentation: Ich denke oft an den Krieg. Mit anderen Augen
4. April 2003


Veranstaltung: Kinder fotografieren den Krieg im Kosovo
Kurz nach Kriegsende wurde die Aktion auf das Medium Fotografie erweitert. An Schulkinder aus Prishtina, Prizren und Djakova wurden Einweg-Kameras verteilt um damit ihren Alltag im zerstörten Nachkriegskosovo festzuhalten. Das Motto: Zeig uns, wie du lebst, fotografiere, was Dir wichtig ist.
Die Kinder fotografierten ihren Alltag in wiedererwachten Städten und zerstörten Bergdörfern, beschützt und bewacht von den KFOR-Truppen. Hin- und hergerissen zwischen Furcht, Hass und Sehnsucht nach Normalität.
Rund 400 Zeichnungen und 1700 Fotos umfasst die Sammlung der Kinderbilder inzwischen. Ein Teil der Werke ist seit April 2000 in der Wanderausstellung »Mit anderen Augen« in verschiedenen europäischen Städten zu sehen.
In Bethanien wurde das 176 starke Fotobuch präsentiert mit dem Ehrengast Rupert Neudeck.


Flotsam & Jetsam. Ballast und Treibgut.
Kunst und Müll und Kunst mit Müll.

1. Februar bis 23. März 2003


KünstlerInnen: Liz Bachhuber, Stefan Baumberger, Mario Bierende, Cornelia Erdmann,Tricia Flanagan, Daniel Guischard, Christiane Haase, Peter Heckwolf, Katharina Hohmann, Franz Höfner, Andrea Huhndorf, Karo Kollwitz, Marc-Oliver Lau, Nina Lundström, Marco Neumeister, Dorothea Reinke, Jutta Rossgotterer, Felix Ruffert, Anthony Rumbach, Anemone Schicke, Katrin Solansky, Daniel Thompson, Alexander Voigt, Leonie Weber, d‘Oro Wing.

Eine Ausstellung von Studierenden der Fakultät Gestaltung, unter Leitung von Prof. Liz Bachhuber und von Kathrin Hohmann in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und der Abteilung Abfallwirtschaft, Fakultät Bauingenieurswesen, Prof. Bidlingmaier, Bauhaus-Universität Weimar.

Die Ausstellung wandert mit wechselnden Teilnehmern um einen „harten Kern“ herum und wird erweitert durch unterschiedliche , auch neu konzipierte Kunstwerke. In einer dokumentarischen Fotoserie und einem Video geben die Abfallwirtschaftler Auskunft über neue Tendenzen der Müllpolitik, weltweit. Erstaunlicherweise stinkt der Abfall nicht. Wohlgeordnet erscheinen die Dinge nun aufgereiht an Wänden und in Rahmen, liebevoll betrachtet und behandelt. Künstler sind doch eher die Spurensicherer, die Lumpensammler, die Schatzsucher. Kaum jemand findet Anstoß am Müll, kaum einer bearbeitet vordergründig gesellschaftskritische Fragestellungen. Müll ist Material und kann wie anderes Material auch, Auslöser für künstlerisches Handeln sein; nur dass die Ware Müll nichts kostet und vom Menschen schon durch seinen Gebrauch eine Spur von Bedeutung gewonnen hat. Das Transformieren von Müll in Kunst also scheint den Künstlern leicht zu fallen. Das Bösartige, Anarchische, das Chaotische wird gezähmt und sortiert, und findet im Museum neuen Schutz vor weiterer Müllwerdung. Dabei ist die Galerie ja auch schon wieder Endstation, und damit das Stroh zu Gold gesponnen. Flotsam & Jetsam – Ballast und Treibgut, ist eine Ausstellung mit ebenso vielen Facetten wie es weggeworfene Dinge gibt. 
Zur Ausstellung entstand ein gleichnamiger Katalog, der 2001 im Verlag der Bauhaus-Universität erschienen ist. 
Flotsam: Treibendes Wrackgut, Strandgut, Seetrift 
Jetsam: Um das Schiff zu erleichtern über Bord geworfene Güter