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öffnungszeiten:
täglich: 11 - 20 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei


Ausstellung:

CTM 2016 AUSSTELLUNG: SEISMOGRAPHIC SOUNDS
VISIONS OF A NEW WORLD

KURATIERT VON NORIENT IN KOOPERATION MIT CTM FESTIVAL
U.A. MIT ARBEITEN VON PEDRO REYES, TIANZHUO CHEN, RAED YASSIN, SVETLANA MARAS¹, URS HOFER UND HANDS ON SOUND

30. Januar bis 20. März 2016

Eröffnung: Freitag, den 29. Januar, ab 19 Uhr

Öffnungszeiten:
30.01. bis 07.02.2016: 11 bis 22 Uhr
08.02. bis 20.03.2016: 11 bis 20 Uhr

CTM Festival beschäftigt sich in seiner 17. Ausgabe vor dem Hintergrund globaler Konfliktsituationen, in deren Zentrum zunehmend radikal geführte Auseinandersetzungen um Grenzziehungen und -auflösungen stehen, mit dem Thema New Geographies. Geographien der Gegenwartskunst und insbesondere der zeitgenössischen Musik erfahren durch die entgrenzenden Prozesse von Digitalisierung und Globalisierung vielerorts eine Verschiebung in Richtung zunehmender kultureller Hybridität. Zur diesjährigen Festivalausgabe präsentieren Norient und CTM eine Neuauflage der von Norient, dem internationalen Netzwerk für lokale und globale Sounds und Medienkultur, kuratierten Ausstellung “Seismographic Sounds. Visionen einer neuen Welt”. Neben den bestehenden Ansätzen wird die Ausstellung um zusätzliche Werke von Pedro Reyes, Tianzhuo Chen und Svetlana Maras¹ erweitert.

„Seismographic Sounds. Visionen einer neuen Welt“ gibt Einblicke in aktuelle popmusikalische und experimentelle Nischenmusikszenen und stellt Musik, (Klang-)Kunst und Musikclips aus der ganzen Welt vor – von Jakarta über La Paz, von Kapstadt bis Helsinki. Die Werke experimentieren mit den Möglichkeiten des Internets und entwerfen Gegenwelten zu Kommerz und Krieg, kulturellen Klischees und fixen Rollenbildern. Sie widersprechen Kulturpessimistinnen und Kulturpessimisten, die in der zunehmenden Globalisierung und Digitalisierung einen musikalischen Einheitsbrei befürchten. Viele Künstlerinnen und Künstler sehen eine neue Geografie mehrschichtiger Modernitäten voraus, die weit über die alten Ideen von Nord gegen Süd und West gegen Ost hinaus gehen.
Entlang der sechs Themen Money, Loneliness, Desire, Exotica, War und Belonging entdecken die Besucherinnen und Besucher die Ausstellung als audiovisuelle Gesamtkomposition subversiver Klänge und Nachrichten: experimentelle Podcasts von lokalen Journalistinnen und Künstlern erzählen Einblicke vom Arbeitsalltag von Musikerinnen und Musikern rund um den Globus; an einer Roundtable-Installation folgen Besucherinnen und Besucher Diskussionen zwischen Journalistinnen, Forschern und Blogerinnen aus verschiedenen Wissenskulturen, die – via YouTube – über Potenzial, Bedeutung und Grenzen neuer künstlerischer Positionen reflektieren. Mixtapes, Audiocollagen, Sound- und Videoinstallationen machen die Ausstellung zu einem sinnlichen Erlebnis.
Während ein Seismograph die Stärke und Dauer eines Erdbebens misst, zielt Norient mit „Seismographic Sounds“ darauf ab, die Visionen einer neuen Welt aufzuzeichnen. Nur eine multiperspektivische und multilokale Autorenschaft kann dieser Komplexität gerecht werden. Somit ist „Seismographic Sounds“ vielstimmig: alle präsentierten Musikvideos, Tracks und Installationen hat Norient über sein internationales Netzwerk generiert und 250 Journalistinnen, Blogger und Wissenschaftlerinnen aus 50 Ländern beauftragt, sie für die Ausstellung und das Begleitbuch aufzubereiten, zu kommentieren und zu kontextualisieren.
Zu den Partnern der CTM 2016 Ausstellung gehören unter anderem die Kuratorinnen und Kuratoren Theresa Beyer, Thomas Burkhalter und Hannes Liechti, die Szenografinnen und Szenografen Julien McHardy, Nils Volkmann und Carlotta Werner, die Planer für akustische Szenografie Jan Paul Herzer und Max Kullmann (hands on sound), der Ausstellungsbauer Nicolai Wienzoschek und sein Team sowie die Grafikdesigner Annegreth Schärli und Vojd (Marius Rehmet).
Begleitend zur Ausstellung präsentiert CTM 2016 in enger Zusammenarbeit mit Norient und weiteren Partnern im Studio 1 des Kunstquartier Bethanien ein Diskursprogramm mit Vorträgen, Diskussionsrunden, Filmen und Künstlergesprächen mit Sarah Abunama-Elgadi, Meira Asher, FOKN Bois, Adam Harper, Wendy Hsu, Chris Saunders und vielen weiteren Teilnehmern. Thematisiert werden u.a. die globalen Entwicklungen in diversen (Nischen-)Musikszenen, ethische Grenzen des Samplings, Postkolonialismus und neue Ansätze der Musikforschung.

Ein Projekt von:
DISK/CTM | Norient
Gefördert durch: Kulturstiftung des Bundes
Unterstützt durch: Botschaft von Mexico
In Kooperation mit: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien