Programm der vergangenen Jahre:
2009
12. Dezember 2009 bis 17. Januar 2010
Anonyme Zeichner Nr. 10
Anonyme Zeichner N°10: 1690 Einreichungen aus Australien, Belgien,
Bosnien Herzegovina, Brasilien, Bulgarien, China, Dänemark, Deutschland,
Estland, Frankreich; Grossbrittanien, Iran, Irland, Israel, Italien, Japan,
Kanada, Kolumbien, Kroatien, Litauen, Niederlande, Norwegen, Österreich,
Polen, Portugal, Rumänien, Russland, Schweden, Schweiz, Serbien, Slowenien,
Spanien, Tschechische Republik, Türkei, Ukraine, USA, Zypern, von denen
ca. 700 ausgestellt werden.
ANONYME ZEICHNER ist eine von der Berliner Künstlerin Anke Becker im
Rahmen des nomadischen Kunstprojektes blütenweiss konzipierte Kunstaktion.
Bisher fanden bereits 9 Ausstellungen anonymer Zeichnungen in jeweils wechselnden
Räumlichkeiten statt. Seit dem ersten Aufruf zur Teilnahme im Jahr
2006 haben sich ca. 6500 Künstler aus nahezu allen Teilen der Welt
an dem Projekt beteiligt. Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien sind Anonyme
Zeichner und blütenweiss zum zweiten Mal zu Gast. Blütenweiss
sind: Anke Becker, Veronike Hinsberg und Inken Reinert.
Im Rahmen von ANOMYME ZEICHNER werden ausgewählte internationale Zeichnungen
ausgestellt, deren Urheber anonym bleiben. Jeder Ausstellung geht ein internatonaler
Aufruf zur Teilnahme im Internet voraus. Es gibt darin keine inhaltlichen
Vorgaben – Alter, Biographie und Herkunft des Urhebers spielen bei
der Auswahl für die Ausstellung ebenfalls keine Rolle.
Alle ausgestellten Zeichnungen können zu einem symbolischen Einheitspreis
von 150 Euro während der Ausstellung erworben werden. Die Arbeiten
werden dem Käufer direkt vor Ort ausgehändigt und der Name sowie
das Herkunftsland des Künstlers werden im Gegenzug an der entstehenden
Leerstelle an der Wand angebracht. Der vorgegebene Einheitspreis ist nicht
als ein realer Marktpreis zu verstehen, sondern ist eher ein Platzhalter
für jede erdenkliche Geldsumme. Da die Arbeiten sowohl von etablierten
Künstlern als auch von Laien stammen, wird vom Betrachter verlangt,
die Grenze zwischen Kunst und Nichtkunst selbst zu ziehen. Gängige,
kunstmarkttypische Mechanismen wie zum Beispiel die Wichtigkeit des Künstleregos,
Preisbildung, sowie vorgefertigte, einem bestimmten Kunstkontext zugeordnete
Qualitätsurteile können im Rahmen der Aktion auf experimentelle
Art und Weise auf den Kopf gestellt werden: Die Künstler lassen sich
darauf ein, ihre Person zugunsten des eigentlichen Produktes, Ihrer künstlerischen
Arbeit, in den Hintergrund zu stellen.
Veranstaltungen:
Jeden Sonntag um 14 Uhr (außer am 27. Dezember):
Rundgang durch die Ausstellung mit Anke Becker von blütenweiss
Sonntag, 13. und 20. Dezember ab 15 Uhr:
Advent im Bethanien mit Glühwein & Keksen
Donnerstag, 17. Dezember, 19 Uhr:
Vortrag in der Ausstellung von Dr. Andreas Schalhorn/Kupferstichkabinett
Berlin
»In Grenzen grenzenlos. Anmerkungen zu Qualität und Vielfalt
der Zeichnung«
17. Oktober bis 29. November 2009
SPLENDID ISOLATION – Goldrausch 2009
Eine Ausstellung vom Goldrausch Künstlerinnenprojekt, Frauennetzwerk
Berlin e.V. mit Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie
und Frauen und des esf. Die Ausstellung ist eine Kooperation des Goldrausch
Künstlerinnenprojekt mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert
von Birgit Effinger und Hannah Kruse.
Die Stipendiatinnen des Goldrausch Künstlerinnenprojektes 2009 präsentieren
neue Arbeiten. Gezeigt werden Werkkomplexe und Einzelpositionen in den Medien
Malerei und Zeichnung, ortsbezogene Raum- und Toninstallation, Film- und
Videodokumentationen. Sie geben Einblick in das aktuelle Schaffen der mit
der Teilnahme am Goldrausch Künstlerinnenprojekt ausgezeichneten Künstlerinnen.
In diesem seit 1989 aktiven Professionalisierungsprogramm erwerben profilierte
junge Künstlerinnen, die aus einer großen Zahl von Bewerbungen
ausgewählt werden, am Beginn ihrer Karriere - nach der künstlerischen
Ausbildung - zusätzlich berufspraktische Kenntnisse.
Das einjährige postgraduale Programm fokussiert für selbstständige
Künstlerinnen entscheidendes Wissen: Berufsmanagement und Öffentlichkeitsarbeit.
Es kombiniert Prozesse des Produzierens mit der spezifischen Vermittlung
der künstlerischen Arbeit. Im Rahmen des Kurses erstellen die Künstlerinnen
eine eigene Website, nehmen an zahlreichen Workshops zu berufspraktischen
Themen teil, und sprechen mit KünstlerInnen und KuratorInnen. Die Ausstellung
bildet den Abschluss eines intensiven und konstruktiven Jahres, und gibt
damit der Öffentlichkeit umfassend Einblick in die in den individuellen
Ateliers und Arbeitsräumen entstandene Kunstproduktion. Die Künstlerinnen
erstellen zur Ausstellung erscheinende Einzelkataloge. Die Ausstellung wird
begleitet von zahlreichen Veranstaltungen, Konzerten und Diskussionen, sowie
Workshops im Rahmen der Schul-Patenschaften des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien.
Künstlerinnen: Kirsten Blümke, Youngjoo Cho, Jana Debrodt, Melusine
Eichhorn, Esther Ernst, Larissa Fassler, Silke Kästner, Marte Kiessling,
Keiko Kimoto, Yuka Oyama, Simone Schardt, Andrea Übelacker, Nicoll
Ullrich, Anne Vorbeck, Tian Tian Wang
29. August bis 4. Oktober 2009
Berlin-Istanbul: Die Berliner Istanbul Stipendiaten 1998-2009
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Zusammenarbeit mit
Kulturprojekte Berlin GmbH mit Unterstützung der Stiftung Deutsche
Klassenlotterie im Rahmen des 20jährigen Bestehens der Städtepartnerschaft
zwischen Berlin und Istanbul. Konzipiert und organisiert von Stéphane
Bauer.
Das Istanbul-Stipendium wird seit 1988 von der Berliner Senatsverwaltung
für Kultur vergeben. Anlässlich des 20-jährigen Bestehens
der städtepartnerschaftlichen Beziehungen zwischen Berlin und Istanbul
erfolgt jetzt ein Rückblick: Es werden Arbeiten der 24 StipendiatInnen
gezeigt, die zwischen 1998 und 2009 in Istanbul jeweils 6 Monate verbracht
haben. Nachdem die Arbeiten von März bis Juni 2009 im BM SUMA Contemporary
Art Center in Istanbul zu sehen waren, werden die künstlerischen Positionen
ab 29. August in Berlin gezeigt. Kuratiert und neu zusammengestellt von
Stéphane Bauer sollen die Arbeiten in der Ausstellung im Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien auf die besondere Bedeutung des Stipendiums für
die Berliner KünstlerInnen verweisen. Zum einen erleben die KünstlerInnen
während ihres Istanbulaufenthaltes hoch spannende Prozesse einer boomenden
(Kunst)Metropole und zum anderen können sie gesellschaftliche und kulturelle
Prozesse erfahren und reflektieren, die unmittelbar an Lebenserfahrungen
in Berlin – gerade in Kreuzberg – anknüpfen oder diesen
eben geradezu diametral entgegengesetzt sind.
Dies ist – nach 1998 im Kunstamt Kreuzberg/Bethanien - bereits die
zweite Ausstellung von Arbeiten, die im Zusammenhang und in Auseinandersetzung
mit den Stipendienaufenthalten entstanden sind.
KünstlerInnen: Gabriele Basch, Susanne Bosch, Thomas Büsch, Nezaket
Ekici, Katja Eydel, Parastou Forouhar, Bernardo Giorgi, Erik Göngrich,
Mona Jas, Rainer Kamlah, Christoph Keller, Werner Klotz, Marisa Maza, Isa
Melsheimer, Ulrike Mohr, Catin Otto, Natascha Sadr Haghighian, Nada Sebestyen,
Yuan Shun, Roland Stratmann, Dimitris Tzamouranis, Ina Wudtke, Florian Wüst,
Florian Zeyfang
4. Juli bis 16. August 2009
ISTANBUL-OFF-SPACES – UNABHÄNGIGE KUNSTRÄUME IM DIALOG
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch
den Hauptstadtkulturfonds. Konzipiert und Organisiert von Stéphane
Bauer und Sencer Vardarman.
Zur Ausstellung Istanbul-Off-Spaces sind zwölf Künstlergruppen
eingeladen, die mit ihren hier gezeigten Arbeiten stellvertretend für
die steigende Anzahl und wachsende Bedeutung von unabhängigen, nichtkommerziellen
Künstlerkollektiven und Kunsträumen in Istanbul stehen. Einige
von ihnen wie Nomad, xurban_collective oder Apartman Project verfügen
bereits über langjährige internationale Ausstellungserfahrung,
während Daralan oder Kurye die Nachwuchsszene vertreten.
Anlass von Istanbul-Off-Spaces ist das 20-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft
Berlin-Istanbul, das in diesem Jahr gefeiert wird. Gefördert wird die
Ausstellung aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds und des Kunstraums Kreuzberg/Bethanien.
Die Künstler wollen in ihren Arbeiten gesellschaftliche und politische
Phänomene aufspüren und suchen mit ihrer vorübergehenden
Verortung in Kreuzberg einen möglichst nachhaltigen Dialog vor allem
mit der hiesigen kulturellen Szene der so genannten Post-Migranten der zweiten
und dritten Generation. So planen Selda Asal und Serdar Ateser eine Musikvideo-Produktion
mit Schulklassen der Kurt-Löwenstein-Oberschule in Neukölln, deren
Schüler zu über 90 Prozent nichtdeutscher Herkunft sind. Ausgestellt
wird auch ein Plakat von Hakan Akçura, das einen gesichtslosen Mustafa
Kemal Atatürk zeigt und damit auf das im Islam geltende Darstellungsverbot
des Gesichtes des Propheten Mohammed anspielt. Eine Lichtinstallation am
Gebäude von Bethanien wiederum bezieht sich auf die Mahya, eine illuminierte
religiöse Botschaft, die zwischen den Minaretten einer Moschee aufgehängt
wird.
Diese und vergleichbare Werke sind mittlerweile Diskussionsgegenstand in
verschiedenen türkischen Publikationen und illustrieren die zunehmende
Öffnung der zeitgenössischen bildenden Kunst und ihrer Akteure
in Istanbul, das sich mit großen Schritten auf die Rolle eines Global
Art Players zu bewegt und 2010 Europäische Kulturhauptstadt ist.
Die Gastgeber Stéphane Bauer vom Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und
der in Berlin lebende Künstler Sencer Vardarman freuen sich auf folgende
Teilnehmer: 5533, Apartman Project, Art¦k Mekan, At¦lkunst, Daralan, Hafriyat-Karaköy,
Kurye, Masa Project, Nomad & Upgrade!Istanbul, Oda Projesi, xurban_collective,
Selda Asal und Serdar Ateser (Apartman Project).
Detaillierte Informationen über die Künstler, ihre gezeigten Werke
und die unabhängige Istanbuler Kunstszene unter: http://www.berlinerpool.de/istanbul-off-spaces/
9. Mai bis 21. Juni 2009
SOUVENIR. 25 Artists in Residence at GlogauAIR
Ein SOUVENIR ist ein Gegenstand, den man als Erinnerung an ein bestimmtes
Ereignis, einen Ort oder eine Person mitnimmt und aufbewahrt. Das Wort stammt
aus dem Französischen und bedeutet Erinnerung, Andenken. Oft bringen
Leute sich und anderen ein SOUVENIR aus dem Urlaub mit. Hierbei handelt
es sich meist um etwas Landestypisches oder Gegenstände mit Aufdrucken
der besuchten Orte. Beliebte Souvenirs sind auch Miniaturen bekannter Bauwerke
– wie des Eiffelturms. In vielen Regionen stellt der Verkauf von SOUVENIRs
an Touristen eine feste Einnahmequelle für die Einheimischen dar.
SOUVENIRe werden nicht immer käuflich erworben, es können auch
Fundstücke wie Strandgut oder Steine sein, die ihre Bedeutung erst
durch die Person des SOUVENIRbesitzers bekommen und daher nicht generell
als SOUVENIRe zu erkennen sind. Solche Andenken zu mögen, bedeutet
auch, sich von der kommerzialisierten Souvenirindustrie abzugrenzen. Ein
SOUVENIR kann auch eine Devotionalie sein, die in einem Wallfahrtsort erworben
wurde oder eine politische Aussage beinhalten, wie das bekannte Che Guevara
T-Shirt.
Scherzhaft kann das Wort auch eine andere Bedeutung annehmen, ein Sonnenbrand
kann ein unangenehmes Souvenir aus dem Urlaub sein und eine Schwangerschaft
ein lebenslanges Andenken.
Die Ausstellung SOUVENIR im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien greift diesen
Begriff auf, indem sie zeigt, dass für Künstler, die “in
der Fremde” sind, das prozeßhafte Auf- und Annehmen von Andenken/Erinnerungen
ein Teil des künstlerischen Schaffens ist. Die umfangreiche Ausstellung
im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zeigt 25 KünstlerInnen, die in den
Jahren 2008/2009 im Atelierhaus GlogauAIR gelebt und gearbeitet haben und
präsentiert Werke, die in und mit der besonderen Atmosphäre von
Berlin entstanden sind. Die Ausstellung SOUVENIR dechiffriert den Einfluß
dieser Stadt auf die Werke der Einzelnen. Sichtbar wird auch, wie unterschiedlich
die Stadt an sich von Kultur zu Kultur wahrgenommen wird. Ebenso interessant
ist das Spannungsfeld von Anziehung und Provokation, die Doppelbödigkeit
des Einflußes der Metropole auf die Gäste der Stadt. Themen und
Phänomene wie Fremdsein, Fremdwahrnehmung, Inspiration und Neuorientierung
als auch die Vielfältigkeit der Arbeiten, ermöglichen den Ausstellungsbesuchern
einen Spaziergang durch die Emotionen und Gedankenwelten ausgewählter
junger internationaler Künstler. Die ausgestellten Arbeiten belegen
das große Interesse, dass Berlin als einem lebhaften Zentrum zeitgenössischer
Kunst entgegengebracht wird.
GlogauAIR ist eine gemeinnützige Organisation, die sich als interdisziplinäre
Schnittstelle der Künste versteht. Die Residenz befindet sich in einem
schönen, historischen Gebäude, welches bis Anfang 2000 als Schule
genutzt wurde. Es war das erste Werk des Architekten Ludwig Hoffmann, der
spätere Baustadtrat Berlins (1896-1924), und der Beginn einer Serie
von öffentlichen Gebäuden, Schulen, Parks, Brücken, Krankenhäusern
und Museen.
Der spanische Künstler Chema Alvargonzalez verliebte sich 2006 in dieses
Gebäude, erwarb es und verwandelte es in eine Artist Residence. Seit
2007 haben Künstler die Möglichkeit hier zu arbeiten und zu leben,
Berlin kennenzulernen und sich mit der Stadt künstlerisch auseinanderzusetzen.
Das Atelierhaus liegt im Berliner Stadtteil Kreuzberg und schafft mit seinem
Artist-in-Residence-Programm eine Plattform für den professionellen
Austausch von Künstlern mit verschiedenen Hintergründen und unterschiedlicher
geographischer Herkunft. GlogauAIR ist ein Ort, der die Internationalisierung
individuellen Kunstschaffens fördert und eine Debatte zwischen den
Künstlern in Residence und der Stadt Berlin ermöglicht. Das Artists
in Residence Programm gibt den Künstlern Gelegenheit, ihre Arbeit kritisch
zu untersuchen und in einem globalen Zusammenhang zu vergleichen. GlogauAIR
lädt Künstler aus allen Disziplinen ein, mittels ihres Berlin-Aufenthalts
ihre künstlerische Praxis in Bezug auf Material, Format und Stil zu
erweitern. Open Studio-Events, Festivals für Musik und Videokunst,
Gastvorträge, sowie andere informelle Aktivitäten schaffen einen
Dialog mit dem Publikum.
Die Region Murcia, Spanien hat 2008 den Aufenthalt der vier Künstler
Alfonso Escudero, Sam 3, Araceli Martinez sowie Eduardo Balanza und ebenso
die Teilnahme am „Artist in Residence“ Programm ermöglicht.
Die Idee zur Ausstellung ist auf ihre Initiative und Unterstützung
entstanden.
Eine Ausstellung von GlogauAIR in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
mit Unterstützung der Región de Murcia, Spanien
KünstlerInnen: Rika Aki/Japan, Pilar Alonso/Spanien, Cecile Azoulay/
Frankreich, Eduardo Balanza/Spanien, Elisa Balmaceda/Chile, Carolina Cordeiro/Brasilien,
Kuno Ebert/Deutschland, Alfonso Escudero/Spanien, Petra Grozaj/Kroatien,
Hideaki Idetsuki/Japan, Sojung Jun/Korea, Olivier Larivière/Frankreich,
Moonjoo Lee/Korea, José De León/Spanien, Araceli Martinez/Spanien,
Funda Özgünaydin/Deutschland, Vessna Perunovich/Kanada, Anna Pickering/Großbritannien,
Sam 3/Spanien, Lara Santiago und Coto Beatriz/Spanien, Anna Szigethy/Ungarn,
Mariana Viegas/Portugal, Rein Vollenga/Holland, Tamara Rewse/Australien
14. März bis 26. April 2009
ISLANDS & GHETTOS. Über territoriale Segregation in Städten
des 21. Jahrhundert
Ein Ausstellungsprojekt des Heidelberger Kunstvereins, präsentiert
von der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V., Berlin, in Zusammenarbeit
mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, unterstüzt von der Kulturstiftung
des Bundes.
Die Ausstellung ist parallel in der NGBK, Oranienstr. 25, 10999 Berlin zu
sehen. Öffnungszeiten dort: täglich 12 bis 19 Uhr, donnerstags,
freitags und samstags bis 20 Uhr.
Die Ausstellung thematisiert Strategien territorialer Ein- und Ausgrenzungen
in Städten des 21. Jahrhunderts. Im Zentrum der Ausstellung, an der
43 Künstlerinnen und Künstler mit insgesamt 30 Arbeiten teilnehmen,
steht die Auseinandersetzung mit den Partnerstädten Dubai und Caracas,
die mit ihrem Wechsel von Elends- und Wohlstandswohngebieten exemplarisch
stehen für urbane Abgrenzungsphänomene. So erkundeten Silke Wagner
und Beate Anspach beispielsweise die Lebensverhältnisse der indischen,
pakistanischen und philippinischen Gastarbeiter, die die künstlichen
Inselgruppen vor der Küste Dubais bauen und bemalten die Blätter
eines Bonsai-Baumes mit deren Namen und Geschichten. Und der venezolanische
Künstler Alexander Apostol zeigt in seinen Großformatfotografien,
wie die Utopien der einstigen Ölboomtown Caracas in wehrhafte, fensterlose
Gebäude münden, die in jedem Fremden einen Feind vermuten.
KünstlerInnen: Alexander Apostol, Atelier Van Lieshout, Anette Baldauf
und Dorit Margreiter, Sabine Bitter und Helmut Weber, Sandow Birk, Büro
für kognitiven Urbanismus, Caracas Urban Think Tank, Peter Coffin,
Alice Creischer und Andreas Siekmann, Mauricio Dias und Walter Riedweg,
Stuart Elster, Harun Farocki, Peter Fend, Graham Frew, Kristjan Gudmundsson,
Emily Jacir, Armin Linke, Francesco Mattuzzi, Alessandro Petti und Eyal
Weizman in Zusammenarbeit mit Renato Rinaldi, Raul J. Mendez, Luis Molina-Pantin,
Multiplicity (Stefano Boeri, Matteo Ghidoni, Stefano Graziani und Francesca
Recchia), Marjetica Potrc, Javier Téllez, Vangelis Vlahos, Silke
Wagner in Kooperation mit Beate Anspach, Carey Young und Michael Zinganel
und Michael Hieslmair
24. Januar bis 1. März 2009
Club Transmediale 2009: STRUCTURES – Backing up Independent Audio-Visual
Cultures
Thematisches Labor, Ausstellung und Gesprächsprogramm
Ein Projekt von disk-CTM Club Transmediale – Festival for adventourous
music and related visual arts in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds Berlin, die Bundeszentrale
für politische Bildung und die Mondrian Stiftung
CTM (club transmediale), Berlins Festival für elektronische und experimentelle
Musikkultur, lädt im Januar 2009 zu seiner 10. Jubiläumsausgabe.
Aus diesem Anlass gibt es neben dem neuntägigen Programm im Maria am
Ostbahnhof erstmals ein Tages- und Ausstellungsprogramm im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
zum Festivalthema 2009 STRUCTURES.
Zwischen Theorie und Praxis verwandelt das Festival den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
mit einer Mischung aus Vorträgen, Gesprächen, Workshops, Filmen,
Installationen und Performances in einen lebendigen Ort des Austausches,
des gemeinsamen Nachdenkens, Lernens und Experimentierens, an dem sich die
Besucher aktiv beteiligen können. Die Ergebnisse dieser Laborsituation
werden nach Ablauf des Festivals für weitere 4 Wochen bis zum 1. März
zu sehen sein.
Das international besetzte Programm verhandelt Situation und Chancen der
Mikro- und Netzwerkstrukturen unabhängiger Musik- und Medienkulturen
als die eigentlichen Laboratorien und Nährböden für Experiment,
interdisziplinäre Praxis und innovative Konzepte, die neue Handlungsräume
zu öffnen vermögen. Im Kern stehen dabei Fragen nach Motivation
und Strategien der Protagonisten sowie nach Orten und Rahmenbedingungen,
die Musik als gesellschaftlich und ästhetisch relevantes Experiment
protegieren.
Das Jubiläum ist Anlass für Rückschau und Gegenwartsanalyse,
vor allem jedoch für den Blick nach vorn in die Zukunft der sich wandelnden
Musikkultur. Vor dem Hintergrund der fortschreitenden Digitalisierung und
der dadurch ausgelösten Krise der Musikwirtschaft fragt CTM.09 unter
dem Thema STRUCTURES – Backing-up Independent Audio-visual Cultures
nach den Auswirkungen, Chancen und Risiken dieser Prozesse für eine
unabhängige Musik- und Medienkultur.
Installationen, Performances, Work-In-Progress, Workshops u.a. mit:
Oswald Bertold (AT), Daan Brinkmann (NL), Nathalie Bruys (NL), Lucky Dragons
(US), Leif Elggren (SE), Nikolaus Gansterer (AT), Anthony Hall (UK), Derek
Holzer (US), Martin Howse (UK), Braden King (US), Martin Kuentz (DE), Luci
Links (DE), Lukatoyboy (RS), Benjamin Maus (DE) & Andreas Nicolas Fischer
(DE), Bjørn Melhus & Max Schneider (DE), Angelika Middendorf
& Andreas Schimanski (DE), Julian Oliver (NZ/ES), Fredrik Olofsson (SE),
Platoniq (ES), Lynn Pook (DE) & Julien Clauss (FR), raumlabor_berlin
(DE), Otto Rössler (DE), Jan Rohlf (DE), Niklas Roy (DE) & Adad
Hannah (CA), Soundmuseum.fm (NL/INT), Stimuline (FR/DE), <TAG> (NL),
Danja Vasiliev (RU/NL), Valentina Vuksic (CH), xxxxx pickled feet (INT),
u.a.
Gespräche, Diskussionen, Vorträge:
Inke Arns (DE), Richard Barbrook (UK), David Brainard (US), Bill Drummond
(SA/UK), Leo Findeisen (AT), Adrienne Goehler (DE), Volker Grassmuck (DE),
Umair Haque (UK), Charles Leadbeater (UK), Piratbyrån (SE), Tobias
Rapp (DE), John Sinclair (US), Andreas Studer (CH), Kuba Szreder (PL), Ultra-red
(INT), Kristian Vester (DK), Eric Wahlforss (SE), Peter Wicke (DE), u.a.
2008
20. Dezember 2008 bis 21. Dezember 2008
Anonyme Zeichner Nr. 9
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien nach einem Konzept von Anke
Becker zum Jahresabschluss – anstelle von Jahresgaben. Bereits acht
Male hat die Künstlerin Anke Becker ihr Projekt der „Anonymen
Zeichner“ realisiert. 2008 soll das Projekt erstmals im Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien stattfinden und soll auch dazu dienen den Kunstraum
zu unterstützen. Das Konzept sieht vor über Mailinglisten und
Aufrufe (lokal, bundesweit und auch international) KünstlerInnen oder
Menschen, die einfach gerne zeichnen, zu bitten gegen Bereitstellung des
Rückportos bis zu drei Zeichnungen einzureichen. Eine dieser Zeichnung
wird dann anonym ausgestellt und zum Verkauf angeboten. Insgesamt erwarten
wir – in Erfahrung der letzten Ausstellungen und in Hinblick auf die
Notorietät des Bethanien – 1.000 bis 1.500 Beteiligungen. Jede
Zeichnung wird unabhängig von Format, Material und vor allem der Urheberschaft
für 150,00 Euro verkauft. Von diesem Erlös werden 100,00 Euro
an die KünstlerIn überwiesen. 50,00 erhält der Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien als Spende für die Realisierung der Ausstellung
und für die Unterstützung zukünftiger Projekte. Erst nach
dem Verkauf einer Zeichnung wird dem Käufer mitgeteilt, wer der/die
KünstlerIn ist. Durch die Kontakte von Anke Becker und des Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien ist gewährleistet, dass sich sehr namhafte KünstlerInnen
beteiligen. Es werden sich aber auch unbekannte KünstlerInnen, Autodidakten
bis hin zu Kindern beteiligen. Damit stellt das Projekt immanente Prinzipien
der Autorenschaft, der Qualität, der Originalität, der Herkunft
und der Vermarktung in Frage. Sollte das Konzept im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
auf gute Resonanz stoßen und zu einer Förderung der Arbeit des
Kunstraumes führen, ist daran gedacht, dieses Konzept – in Anlehnung
an die Jahresgaben von Kunstvereinen – auch in den darauf folgenden
Jahren zu wiederholen.
25. Oktober bis 7. Dezember 2008
Goldrausch 2008
Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes unter der Leitung von Birgit
Effinger und Hannah Kruse mit Unterstützung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
KünstlerInnen: Elena Bajo, Anke Becker, Claudia Chaseling, Kerstin
Gottschalk, Angela Köntje, Mareike Lee, Nicole Messenlehner, Rebecca
Michaelis, Katja Pudor, Nadine Reschke Kindlimann, Sandra Truté,
Miriam Visaczki, Ester Vonplon, Claire Waffel und Sinta Werner zeigen neue
Arbeiten. Das Spektrum der ausgestellten Arbeiten umfasst unter anderem
Malerei und Installationen, Zeichnung, Fotografie und Film, Toninstallation,
performative Skulpturen und partizipative Projekte.
Die Ausstellung zeigt einen Querschnitt gegenwärtigen künstlerischen
Arbeitens und bildet den Abschluss des einjährigen Professionalisierungs-Stipendiums.
Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt unterstützt die Durchsetzung
herausragender künstlerischer Positionen von Frauen und bringt profilierte
Künstlerinnen am Beginn ihrer Karriere zusammen. Im Programm eignen
sie sich berufsspezifisches Wissen an und entwickeln neue Vermittlungsansätze.
Die Ausstellung Goldrausch 2008 umfasst Workshops, Gastgespräche, Performances
und Filmvorführungen. Zur Ausstellung erscheinen Einzelkataloge der
beteiligten Künstlerinnen.
30. August bis 12. Oktober 2008
CAIROSCAPE
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch
den Hauptstadtkulturfonds und in Zusammenarbeit mit diversen Kooperationspartnern.
KuratorInnen: Antje Weitzel und Marina Sorbello.
Die aktuelle öffentliche Wahrnehmung und Berichterstattung über
die so genannte „islamische Welt“ und den „arabischen
Kulturraum“ ist vielfach beherrscht von vereinfachenden Polarisierungen.
Cairoscape nahm die Stadt Kairo als Ausgangspunkt, um Möglichkeiten
zu eröffnen, über die heutige Welt jenseits des Paradigmas „Orient
– Okzident“ zu sprechen und über unsere imaginären,
mentalen Grenzen nachzudenken.
Eine Ausstellung zeitgenössischer Kunst im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
ein Filmprogramm, Konzerte, Diskussionen in Kooperation mit dem Zentrum
moderner Orient und der Literaturwerkstatt Berlin, Workshops mit Jugendlichen
und eine Publikation gaben Einblick in die zeitgenössische ägyptische
Kulturproduktion und regten somit den Dialog zwischen Deutschland und Ägypten
an.
Im Vordergrund standen dabei die unabhängige Kunst- und Kulturszene
Ägyptens, die sich in den letzen Jahren von staatlicher Kontrolle und
Förderung emanzipiert hat. Ausgehend von der arabisch-afrikanischen
Megalopolis Kairo entwarfen die eingeladenen Künstler und Künstlerinnen
in ihren teils eigens für Cairoscape realisierten Arbeiten unterschiedlichste
Sichtweisen des Lebens in einer modernen Metropole und wiesen auf Phänomene
aktueller Urbanisierung und Translokalität hin. Kairo ist geprägt
durch Überbevölkerung, Umwelt-, allem voran Luftverschmutzung,
ausuferndes Verkehrsaufkommen, eine enorme und zunehmende Kluft zwischen
arm und reich und einen extrem großen informellen Sektor. Endemische
Arbeitslosigkeit, fortschreitende Auflösung der Mittelschicht, Korruption,
geringe politische Partizipation – Phänomene, die, in unterschiedlicher
Ausprägung, auch europäische Metropolen kennzeichnen. Das Projekt
setzte Kairo als exemplarischen Betrachterstandpunkt und als Fallbeispiel
für eine kritische Auseinandersetzung mit der Gegenwart und der Zukunft
des Mittelmeerraums ebenso wie Europas. Es wurde in enger Zusammenarbeit
mit Vertretern der ägyptischen Kulturszene entwickelt und resultierte
aus einer intensiven Recherche vor Ort. Darüber hinaus zeigte die Ausstellung
Arbeiten von Künstlern aus Ägypten neben Arbeiten, die im Rahmen
internationaler Künstlerresidenzprogramme in Ägypten entstanden
sind.
5. Juli bis 17. August 2008
ROTES HAUS. Repräsentanten der Nacht.
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Kuratorin: Lena Braun.
Die interaktive Ausstellung „Rotes Haus“ nahm sich wie Otto
Dix, Conrad Felixmüller, George Grosz, Ludwig Meidner und Lyonel Feininger
zu Zeiten des Expressionismus, die Großstadt zum Thema. Meidner sagte
1914: „Malen wir das Naheliegende, unsere Stadt-Welt, die tumultuarischen
Straßen, die Eleganz eiserner Hängebrücken, die Gasometer...
die Koloristik der Autobusse und Schnellzuglokomotiven, die wogenden Telefondrähte...
und dann die Nacht... die Großstadtnacht“. Die Expressionisten
sahen die Großstadt als gesellschaftlichen Lebensraum, thematisierten
Architektur in ihrer ganzen Brisanz und sahen den Mensch nicht als Individuum,
sondern in seiner Funktion als gesellschaftliches Wesen. Die Künstler
versuchten den „Moloch“, dem sie selbst erlagen, objektiv darzustellen.
Bars, Bordelle und alle Formen von großstädtischen Vergnügen
wurden selbst genossen. Die gesellschaftskritischen Abbilder entstammten
eigenen Beobachtungen.
Das Treiben in den Tempeln der Nacht, das düster-grelle Straßenbild
Berlins ist heute anders und anders motiviert, aber auch heute sind sie
da: die Masken, der Mob, die Mitläufer, die Voyeure und die drastischen
Bilder.
Lena Braun, Künstlerin, Selbstdarstellerin, Inszeniererin und Nacht-Legende
Berlins und insbesondere von Kreuzberg inszenierte gemeinsam mit rund 20
KünstlerInnen und DarstellerInnen ein furioses Bild: das Rote Haus
als Sinnbild für die Berliner Nacht 2008.
10. Mai bis 22. Juni 2008
HACK.Fem.EAST
Frauen und Technologie in Netzwerken.
Ausstellung, Workshops, Konferenz.
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Tatiana Bazzichelli
und Gaia Novati gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds und mit freundlicher
Unterstützung des Instituts für Auslandsbeziehungen (ifa).
Das Ausstellungsprojekt HACK.Fem.EAST stellte experimentelle und künstlerische
Praktiken von in digitalen Netzwerken tätigen Künstlerinnen und
Aktivistinnen in Osteuropa in Berlin vor.
Im Fokus der Ausstellung war hierbei, eine sich im Grenzbereich zwischen
Hacking, Kunst und Aktivismus bewegende Medienpraxis zu präsentieren,
die von einer internationalen Gegenkultur und Avantgarde vorangetrieben
wird: Hauptprotagonisten waren Frauen bzw. Projekte, in denen Frauen eine
wichtige Rolle spielen.
Ziel des Projektes war es, eine Netzwerk-Plattform zu bieten und zu entwickeln.
Dieses erfolgte durch fünf Elemente: die Ausstellung, Workshops (Free
Space), eine Konferenz, eine Publikation im Zeitungsformat und einem eigenen
zusammenführenden Web-Auftritt.
Kernelement des Projektes waren bestehende Netzwerke aus 11 Ländern.
Diese bildeten die Grundlage der Ausstellung: In den unterschiedlichen Räumen
des Kunstraumes Kreuzberg/Bethanien wurden insgesamt 11 Netzwerke eingeladen,
ihre Arbeit, Strategien und Ziele in Form von Installationen, Dokumentationen
und Präsentationen vorzustellen. Hierdurch entstand ein „Netz
der Netzwerke“, das sich in Form von Videoscreenings, Installationen,
Computerdarstellungen und Dokumenten visualisierte.
Während der Laufzeit der Ausstellung wurde wöchentlich ein Workshop
(Free Space) von den Aktivistinnen angeboten. Grundlage der Workshops waren
die jeweiligen Präsentationen in der Ausstellung und im Rahmen des
Projektes weiterentwickelte Ziele und Aktivitäten.
Eine am Anfang des Projektes stattfindende Konferenz bot ein Forum für
eine Politik der radikalen Invention, die auf verschiedenen Erfahrungen
basierte - Medien und Netzkunstprojekte, Performances, Netzwerk-Plattformen,
Software-Entwicklung, künstlerisches Coding, Organisation von Medienfestivals,
etc.
Als Bestandteil der Öffentlichkeitsarbeit erschien am Eröffnungstag
des Projektes in Kooperation mit der taz eine sogenannte NGO-Zeitungsbeilage
in einer Auflage von 30.000 Exemplaren. In ihr wurden Texte veröffentlicht,
die in das Thema einführten und das Programm detailliert ankündigten.
Integraler Bestandteil des Projektes war ein Web-Auftritt, der aktuell und
offen die Prozesse und Entwicklungen des Projektes wiedergab, zusammenfasste
und zur Diskussion stellte.
1.März bis 27. April 2008
GLOBAL ALIEN: Congress of Culture
Das Ausstellungsprojekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
GLOBAL ALIEN ist ein Netzwerk von KünstlerInnen und TheoretikerInnen
aus Deutschland, Korea, Island, Dänemark, Japan, Österreich und
den Philippinen, das die Mechanismen der Globalisierung untersucht und befragt._Die
Ausstellungsprojekte von Global Alien wurden und werden in verschiedenen
Ländern gezeigt. Sie beziehen sich direkt auf jede Umgebung und inszenieren
ihren Inhalt entsprechend immer wieder neu. Dabei bleibt der Fokus auf dem
‚globalen Fremden’, der kulturelle und nationale Grenzen überschreitet
und damit eine Begegnung mit dem ‚fremden’ Menschen ermöglicht.
Das Fremde ist bestimmt durch die Grenzen, die das Bekannte vom Unbekannten
trennt. Wo verlaufen diese Grenzen und von wem werden sie aufrechterhalten?
Wie lassen sie sich öffnen und erweitern? Wie sieht die Konstruktion
des Fremden in den unterschiedlichen Ländern aus?
Auf der einen Seite treiben die Mechanismen der Globalisierung die Aufhebung
von Grenzen im wirtschaftlichen Sektor voran auf der anderen Seite werden
sie wiederum verfestigt. Während in einem „globalen" Maßstab
die Welt zusammen wächst, findet auf einem „menschlichen“
Maßstab eine Zersplitterung statt. Global Alien setzt dagegen mit
einem Lebensgefühl: einer Verbindung von Menschen überall auf
der Welt, die entwurzelt und auf der Suche nach neuen Bezugsrahmen sind.
Global Alien hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein internationales Netzwerk
aufzubauen, das ortsbezogen gegenwärtige Themen und Reibungsflächen
aufgreift und transkulturelle Sichtweisen schafft. Das Ziel ist ein Austausch
verschiedener Kulturen, die sich einen lokalen Zusammenhang produktiv aneignen.
Im Mittelpunkt steht die Frage,wie könnte eine globale Kultur aussehen,
die ihre eigene Veränderung akzeptiert und die Spannung von Bewahrung
und Transformation in sich vereinen kann.
„Global Alien“ transformierte den Ort der Ausstellung in den
Entstehungsort der Kunst. Mit Filmen, Performances und Workshops lud sie
das Publikum ein, selbst ein Teil des Projekts zu sein. Indem die Besucher
aufgefordert wurden, sich auf eine fremde Umgebung einzulassen oder die
ihnen vertraute Umgebung zu verfremden, wurden sie zur Reflexion ihrer kulturellen
und sozialen Identität eingeladen, die in einer wechselseitigen Beziehung
zum Fremden steht.
Zur Ausstellung Congress of Culture im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien fanden
verschiedene Workshops zum Begriff des „Fremden“ und zur Repräsentation
exotischer Figuren und Symbole in der europäischen Kultur statt. Eine
internationale Filmreihe zeigte die verschiedenen Möglichkeiten auf,
wie Aliens ihre zugewiesenen Orte verlassen und ihre Geschicke selbst in
die Hand nehmen, wie sich kulturelle Hegemonien verschieben und Leerstellen
zum Neugestalten einladen können.
KünstlerInnen: Jae Hyun (Lee) Yoo, Alex Gerbaulet, Jakob Schaible,
Youngjoo Cho Ingirafn Steinarsson, Thorbjørn Reuter Christiansen,
Lizza May David, Christoph Mayer Chm, Insa Breyer, Namsee Kim, Kaoru Yoneyama
2007
15. Dezember bis 17. Februar 2008
"The making of" und "Bilder verkehren"
Zwei Ausstellungen zu den Themen Kolonialismus, Repräsentation,
Umgang mit Archiven und Formen der Aufarbeitung
15. Dezember 2007 bis 17. Februar 2008
(geschlossen am 24.+25.+31.12.2007 und am 01.01.2008)
The making of ...
Archiv | Djihad | Film | Geister | Geschichte | Geschichten | Halfmoon Files
| Koloniale Modelle | Lager | Lautarchiv | Propaganda | Tonaufnahme | Unterhaltung
| Wissenschaft | Wünsdorf
Ein Projekt von Philip Scheffner und Britta Lange in Zusammenarbeit mit
dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Berlin. In Kooperation mit dem Lautarchiv der Humboldt Universität
zu Berlin, dem Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin
und der Stiftung Deutsches Rundfunkarchiv
Bilder verkehren
Postkarten in der visuellen Kultur des deutschen Kolonialismus
Eine Ausstellung mit Postkarten aus der Sammlung Peter Weiss und dem Altonaer
Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Hamburg von Felix Axster, Heike
Hartmann, Astrid Kusser und Susann Lewerenz für [i][mi][r] –
Institut für Migrations- und Rassismusforschung, Hamburg. Ausstellungsarchitektur
und –graphik von René Hillebrandt, Knut Schneider und simon_spiegel_zimmermann:
Büro für visuelle Kommunikation, Hamburg
The making of
...: Das Projekt „The making of …“ basiert auf
den Recherchen des Filmemachers Philip Scheffner zum Film „The Halfmoon
Files“ (Uraufführung: Berlinale 2007) und den Forschungen der
Kulturwissenschaftlerin Dr. Britta Lange (Max-Planck Institut für Wissenschaftsgeschichte,
2005-2007) zu wissenschaftlichen Untersuchungen an Kriegs-gefangenen im
Ersten Weltkrieg.
In dem gemeinsamen Projekt „The making of …“ werden die
unterschiedlichen Arbeitsansätze und Ergebnisse in einer Ausstellungssituation
zusammengeführt. Inhaltlicher Ausgangspunkt der Ausstellung "The
making of …" ist das Aufeinandertreffen von deutschen Forschern
und internierten Soldaten der englischen, französischen und russischen
Armee in deutschen Kriegsgefangenenlagern zur Zeit des Ersten Weltkrieges.
Einen Schwerpunkt bildet dabei das so genannte "Halbmondlager"
in Wünsdorf bei Berlin, in dem zwischen 1914 und 1918 vor allem indische
und nordafrikanische “Kolonialsoldaten” interniert waren. Die
"exotischen" Kriegs-gefangenen wurden Gegenstand politischer Propaganda
und Objekt zahlreicher wissenschaftlicher Studien in Anthropologie, Ethnographie,
Sprach-, Musik- und Rechts-wissenschaft.
Die besondere Situation des Kriegsgefangenenlagers erscheint in der Ausstellung
im Spannungsfeld von Politik und Wissenschaft. Die interdisziplinäre
Herangehensweise befragt den historischen Themenkomplex auf seine Reichweite
und Bedeutung für heutige Konstruktionen von „Geschichte“
und „Wissenschaft“. Die Ausstellung „The making of …“
reflektiert den Umstand, dass Geschichte, während sie stattfindet,
bereits in Geschichten gefasst wird: Erzählungen über die politischen
Ziele der Propaganda, über die Einzel- und Kollektivschicksale der
Gefangenen, über ihre Relevanz für die Wissenschaft, über
die verwendeten Medien – ebenso wie Erzählungen von den Gefangenen
über den Krieg, über ihre Heimat, den Ort Wünsdorf und ihre
Sicht auf die Wissenschaftler.
Bezug nehmend auf die historischen Erzählungen entsteht in der Ausstellung
aus der Perspektive des „Heute“ ein fragiles audiovisuelles
Netz von Geschichten über die Verflechtungen von Kolonialismus, Krieg,
Medien, Politik, Unterhaltungskultur und Wissenschaft.
Veranstaltungen:
16.12.2007 | 18 Uhr | Filmscreening
"The Halfmoon Files - A ghost story" von Philip Scheffner (Deutsche
Fassung)
06.01.2008 | 19 Uhr | Vortrag
Paul Paulun: “Auf die Ohren - Musik und Klang in militärischer
Verwendung”
10.01.2008 | 19 Uhr | Vortrag
Avery Gordon: "I'm already in a sort of tomb. Some thoughts on war,
prisoners and casting shadows”
13.01.2008 | 20 Uhr | Vortrag
Wolfgang Fuhrmann: "Kolonialismus und Film im Ersten Weltkrieg"
17./18.01.2008 | jeweils 10-17 Uhr | Symposium
"Die Ambivalenz der Archive"
mit: Wolfgang Davis, Beate Engelbrecht, Wolfgang Ernst, Lars-Christian Koch,
Astrid Kusser, Julia Kursell, Thomas Schnalke, Raimund Vogels, Nicole Wolf,
Susanne Ziegler.
(in der Hörsaalruine des Medizinhistorischen Museums der Berliner Charité)
17.01.2008 | 19 Uhr | Filmscreening
"The Halfmoon Files - A ghost story" von Philip Scheffner (Deutsche
Fassung)
27.01.2008 | 19 Uhr | Vortrag
Britta Lange: "Wissenschaftliche Forschungen an Kriegsgefangenen. Berlin
und Wien 1915-1918"
31.01.2008 | 19 Uhr | Vortrag
Ravi Ahuja / Franziska Roy: "Indische Kriegsgefangene im Deutschen
Reich"
03.02.2008 | 11 Uhr | Busexkursion nach Wünsdorf (Voranmeldung erforderlich)
07.02.2008 | 19 Uhr | Filmscreening
"The Halfmoon Files - A ghost story" by Philip Scheffner (english
version)
17.02.2008 | 18 Uhr | Finissage
Weitere Informationen unter: www.halfmoonfiles.de
Bilder verkehren: Welche Bilder haben sich
im visuellen Archiv des deutschen Kolonialismus abgelagert? Dieser Frage
geht die Ausstellung Bilder verkehren anhand von Postkartenmotiven nach,
die während des Kaiserreichs und der Weimarer Republik in großer
Zahl zirkulierten.
Bilder verkehren verdeutlicht sowohl den Stellenwert, den das beliebte Massenmedium
der Postkarte in den alltäglichen Auseinandersetzungen um koloniale
Machtverhältnisse einnahm, als auch dessen thematische Bandbreite:
Bilder, die der politischen Propaganda, der Werbung für Kolonialwaren
oder den Spendenaufrufen von Missionsgesellschaften dienten, treffen auf
visuelle Visitenkarten schwarzer MigrantInnen, die im Unterhaltungsgewerbe
in den europäischen Metropolen arbeiteten. Kolonisierung und Migration
werden so als teils parallele, teils gegenläufige historische Dynamiken
sichtbar. Auch werden die Entstehung einer populären schwarzen Kultur
um 1900 und die damit verbundenen transatlantischen Prozesse des Austausches
und der Aneignung in den Blick gerückt.
Viele der Postkartenmotive bestätigten die kolonialen Projekte als
rechtmäßig und akzeptabel, doch zeigt sich in der Gesamtschau
der Ausstellung auch die Vielfältigkeit und Widersprüchlichkeit
dieses visuellen Archivs. Während die koloniale Ideologie eine Hierarchie
zwischen Kolonisierenden und Kolonisierten als selbstverständlich voraussetzte,
offenbart das populärkulturelle Material den stets nachträglichen
Charakter dieser Zuschreibungen und zeigt das Maß an rassistischer
Gewalt, das zu ihrer Herstellung aufgewendet werden musste. Das Repertoire
des Kolonialen steht damit auch in enger Verbindung zu Bewegungen, die sich
gegen den Prozess der Kolonisierung richteten. So lässt sich anhand
von Bildpostkarten die Herkunft populärer kolonialer Mythen und Witze
aus Kämpfen, Fluchtbewegungen und Ambivalenzen des kolonialen Alltags
belegen.
Bilder verkehren macht so deutlich, dass das Medium Postkarte es ermöglichte,
koloniale Bildentwürfe nicht nur zu bestätigen und weiter zu verbreiten,
sondern auch zu unterlaufen, bekannte Bilder in Frage zu stellen oder neue
Bilder zu erzeugen, die sich kolonialen Hierarchien verweigerten.
Bilder verkehren präsentiert eine Auswahl von ca. 350 Bildpostkarten
aus der Sammlung Peter Weiss, die zu diesem thematischen Schwerpunkt mehrere
Tausend Exponate aus der Zeit von den 1870ern bis zu den 1930ern umfasst
und damit in Umfang und Qualität herausragend ist. Die Auswahl wird
ergänzt durch Exponate aus dem umfangreichen Bestand des Altonaer Museums
in Hamburg – Norddeutsches Landesmuseum. Die Ausstellung wurde erstmals
im Frühjahr 2005 im Kunsthaus in Hamburg gezeigt.
Veranstaltung: Sonntag, 16. Dezember 07, 16.00 Uhr: Gespräch zur Ausstellung
mit dem Kuratorenteam
Weitere Informationen unter: www.bilder-verkehren.de
27. Oktober bis 2. Dezember 2007
GOLDRAUSCH 2007 – Take me to the Edge of Heaven
Eine Ausstellung vom Goldrausch Künstlerinnenprojekt ART IT, Frauennetzwerk
Berlin e.V. im Auftrag und mit Mitteln der Senatsverwaltung für Wirtschaft,
Technologie und Frauen in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
und mit freundlicher Unterstützung des Bureau des Arts Plastiques,
Ambassade de France en République Fédérale_d’Allemagne,
Cultures France, Cine Plus, Euromasten; Krinner Schraubfundamente.
Die Ausstellung 'Take me to the edge of heaven – goldrausch 2007'
zeigt eine Montage von performativen Installationen, Videofilmen, Malerei,
Zeichnungen und Rauminterventionen. Der Titel ‚Take me to the edge
of heaven – goldrausch 2007’ verweist auf das dialogische Miteinander
der künstlerischen Arbeiten und ist zugleich Ausdruck der Aufbruchstimmung
und Berufssituation der ausstellenden Künstlerinnen.
Neben den Werkkomplexen der 15 ausstellenden Künstlerinnen geben Arbeiten
auf Papier, Skizzen und bewegte Bilder in einem ‚Graphischen Kabinett`
Einblicke in Arbeitsprozesse. Zum Ausdruck kommt die produktive Auseinandersetzung
auch in den Arbeiten der Künstlerinnen, so zum Beispiel inszeniert
Beatrice Jugert ein Fahnen-‚Multiversum’ , basierend auf Interviews
mit den Kolleginne, wie auch Kei Takemura in einer Installation mit Performances
Gesten und Handlungen der Künstlerinnen aufnimmt.
‚Take me to the edge of heaven – goldrausch 2007’ markiert
den Abschluss des einjährigen Postgraduierten – Kurses, in dem
profilierte Künstlerinnen, ausgewählt aus einer großen Zahl
von Bewerbugen, am Beginn ihrer Karriere berufspraktische Kenntnisse erwerben.
Damit setzt das seit 1989 aktive Professionalisierungsprogramm an einem
für Selbstständige entscheidenden Schritt an: Berufsmanagement
und Öffentlichkeitsarbeit. Das Goldrausch Künstlerinnenprojekt
wird finanziert von der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Technologie
und Frauen und dem Europäischen Sozialfonds. Die Ausstellung ist eine
Kooperation des Goldrausch Künstlerinnenprojekt mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
kuratiert von Birgit Effinger und Hannah Kruse und gezeigt in Medienpartnerschaft
mit der Tageszeitung die taz. Zur Ausstellung erscheinen Einzelbroschüren
im Sammelschuber.
KünstlerInnen: Carola Bark, Cécile Belmont, Barbara Eitel, Sabine
Fassl, Beatrice Jugert, Ella Klaschka, Sylwia Ludas, Doris Marten, Ricarda
Mieth, Alice Münch, Ariane Pauls, Jenny Rosemeyer, Judith Schwinn,
Doris Sprengel, Kei Takemura
1. September bis 14. Oktober 2007
WALK! – Spazierengehen als Kunstform. Über die allmähliche
Verfertigung der Gedanken beim Gehen
Ein Ausstellungsprojekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, gefördert
durch den Hauptstadtkulturfonds, mit freundlicher Unterstützung der
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und des Infobüros Die Prävention
in Medienpartnerschaft mit der Tageszeitung die taz, kuratiert von Stéphane
Bauer und Christine Heidemann.
„WALK! – Spazierengehen als Kunstform“ präsentiert
das Spazierengehen als künstlerische Praxis und untersucht es hinsichtlich
seines Potentials, die Wahrnehmung der Umgebung zu schärfen und als
spezifische Vermittlungsform zu wirken. Abgeleitet vom italienischen ‚spaziare’
(sich räumlich ausbreiten) meint Spazierengehen, das Gehen als entspannenden
und zugleich anregenden Zeitvertreib.
Einerseits ist das Gehen die ursprünglichste Form der Fortbewegung
des Menschen, andererseits wird selbst dieses seit Beginn der Moderne gelenkt
und geleitet, zum Beispiel in Landschaftsparks, aber auch in den Shopping
Malls der Gegenart. Die Spannung zwischen Spazierengehen als selbstbestimmte
Tätigkeit jenseits sozio-ökonomischer und politischer Gegebenheiten
und seiner Instrumentalisierung in verschiedenen Gesellschaftsformen wird
in den künstlerischen Beiträgen des Projektes reflektiert. Neben
der Betrachtung des Spazierganges als künstlerische Praxis werden auch
kulturgeschichtliche, stadtplanerische, ökonomische und praktische
Aspekte untersucht.
Mit der Präsentation sehr unterschiedlicher Aspekte des Spazierengehens
verweist das Ausstellungsprojekt auf die Vielfalt des Themas und propagiert
ganz konkret das Spazierengehen an sich. „WALK! – Spazierengehen
als Kunstform“ will dazu anregen, das Gehen als Möglichkeit der
Erkundung (wieder-) zu entdecken.
Das Projekt besteht aus vier sich ergänzenden und ineinander greifenden
Elementen: einer Ausstellung, einem Rechercheraum, dem Wettbewerb „Mein
liebster Spaziergang – mein schönster Spaziergang“ sowie
einem Veranstaltungsprogramm mit Spaziergängen und Vorträgen.
Die Ausstellung präsentiert Arbeiten von internationalen KünstlerInnen,
die ein breites Spektrum des Spazierengehens als Kunstform seit den 1960er
Jahren eröffnen und die in unterschiedlichen Medien realisiert sind.
Der „Rechercheraum – La Salle Verte“, gestaltet von der
Künstlerin Caroline Bittermann, versammelt als Teil der Ausstellung
Literatur zur Kulturgeschichte des Spaziergangs, Dokumentationsmaterial
zu künstlerischen Projekten, Beiträge von SchülerInnen der
Kurt-Löwenstein-Hauptschule in Neukölln, der Fichtelgebirge-Grundschule
in Kreuzberg und weiteres Informationsmaterial (Broschüren, DVDs, Audiofiles
etc.). Teil des Rechercheraums ist zudem ein Archiv zu Lucius Burckhardts
Spaziergangswissenschaft, eingerichtet von Martin Schmitz.
Der Wettbewerb war im Mai 2007 in der Berliner Presse ausgeschrieben, Einsendeschluss
war der 15. Juni 2007. Die Jury bestand aus Stéphane Bauer (Leiter
des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Kurator der Ausstellung), Eva Epple (Initiatorin
des Bürgerprojekts „Netzwerk für 20 grüne Hauptwege
für Berlin“), Christine Heidemann (Kuratorin der Ausstellung,
Kunsthistorikerin), Katja Reichard (Künstlerin, Mitbetreiberin der
Buchhandlung pro qm), Martin Schmitz (Verleger und Autor). Ausgewählt
wurden die Beiträge von Stella Cristofolini, Jonas-Philipp Dallmann,
Kathrin Sänger und Karola Schlegelmilch. Ein Sonderpreis geht an Familie
Sikora.
Jeden Sonntag während der Ausstellungszeit findet ein Spaziergang statt,
der jeweils von einer/m KünstlerIn angeleitet wird. Weiterhin werden
Vorträge wissenschaftliche, stadtpolitische und künstlerische
Aspekte des Spazierengehens vorstellen.
KünstlerInnen der Ausstellung: Vito Acconci (USA), Francis Alÿs
(BE/MEX), Caroline Bittermann (DE), Lucius Burckhardt / Martin Schmitz (CH/DE),
Tom Burr (USA), Janet Cardiff / Georges Bures Miller (CAN/DE), Lenka Clayton
(UK), Larissa Fassler (CAN/DE), Kristinn G. Hardarson (IS), Christian Hasucha
(DE), Thomas Hauser (DE), Romuald Karmakar (DE), Ingeborg Lockemann (DE),
Christoph Mayer chm. (AT/DE), Christian Philipp Müller (CH/USA), Wolfgang
Müller (DE), Adrian Piper (USA), Nicole Schuck (_DE), Stalker/On (IT),
Timm Ulrichs (DE), Ingo Vetter / Annette Weisser (DE)
Veranstaltungsprogramm
Spaziergänge:
Treffpunkt ist – wenn nicht anders angegeben – der Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien.
So. 2. September: Spaziergänge mit zwei der GewinnerInnen des Wettbewerbs
„Mein liebster Spaziergang – mein schönster Spaziergang“,
14:00, Karola Schlegelmilch: Stadtkrautspaziergang, Treffpunkt: U-Bahnhof
Heinrich Heine Str., Ausgang Brückenstr./Köpenicker Str., Berlin
Mitte
16:00, Stella Cristofolini: "kleine Paradiese", Treffpunkt Lychener
Str. / Raumer Str., Berlin Prenzlauer Berg
So. 9. September, 16:00, Spaziergang mit Ingeborg Lockemann, Künstlerin
So. 16. September, 16:00, „Schokoladenseiten von Berlin: Spaziergang
durch die Stadt mit einem bekennenden Schokoholic“, Spaziergang mit
Tanja Dückers, Schriftstellerin
Do. 20. September, 15:00, Spaziergang der Kurt-Löwenstein-Hauptschule
durch Neukölln, Treffpunkt: Karlsgartenstr. 8, Berlin Neukölln
So. 23. September, 16:00, „Anderswo-Landwärts - Man orientiert
sich hier nicht an den Straßen sondern den Erzählungen über
die Gegenden“, Spaziergang mit Nicole Schuck, Künstlerin
So. 30. September, 16:00, „The Walk Home“, Spaziergang mit Jonathan
Monk, Künstler
Mi. 3. Oktober, Spaziergang mit der Künstlergruppe Stalker/On (Bitte
telefonisch anmelden: 030-90298-1460)
So. 7. Oktober, 11:00, endloser Spaziergang mit Till Krause, Künstler
So. 14. Oktober, 16:00, Spaziergang mit der Gruppe Kulturmaßnahmen,
anschließend Finissage
Vorträge im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:
Di. 11. September, 19:00, „Die Spaziergangswissenschaft von Lucius
Burckhardt“, Vortrag von Martin Schmitz, Verleger und Autor
Di. 25. September, 19:00, Vortrag von Eva Epple, Initiatorin des Bürgerprojekts
und Mitglied von Fuss e.V. und Dr. Heike Stock, Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung zum Bürgerprojekt „Netzwerk für 20 grüne
Hauptwege“
Di. 2. Oktober, 19:00, Vortrag von Bertram Weishaar, Künstler, über
seine Promenadologie
Di. 9. Oktober, 19:00 Vortrag Christoph Mayer chm., Künstler, über
sein Projekt „Audioweg Gusen“
23. Juni bis 19. August 2007
Backjumps – The Live Issue #3. Urbane Kommunikation und Ästhetik
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Gefördert durch den
Hauptstadtkulturfonds
Mit freundlicher Unterstützung von: Nokia Nseries, Montana Cans, Bagjack,
From Here to Fame, GSW, Mobile Bildungsberatung beim Lernladen am Ostkreuz,
Klangsucht, Koschwitz Plakat GmbH, Writers Corner Berlin und Sachiko Sushi
In Medienpartnerschaft mit: [030] Magazin, De:Bug, Intro, Fatcap Marketing,
Groove,
Styles Report Berlin, taz, Zitty
Street Art entsteht und entwickelt sich auf den Straßen der Städte.
Als Phänomen prägt sie die Stadtlandschaften der Welt. An ihrer
Verbreitung und ihren Ausformungen scheiden sich die Geister. Jenseits von
Kriminalisierung oder kommerzieller Vereinnahmung werden jedoch selten die
kulturellen, gesellschaftlichen und künstlerischen Dimensionen und
Entwicklungen von Street Art reflektiert.
Backjumps – The Live Issue #3 widmet sich dieser lebendigen und durchaus
widersprüchlichen Kunstform im öffentlichen Raum. Zum dritten
Mal präsentiert und reflektiert das Ausstellungs- und Veranstaltungsprojekt
Backjumps im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien internationale Entwicklungen
der Street Art und schafft damit das einzige qualitative und vermittlungsorientierte
Forum in Deutschland. Die Basis bildet erneut die zentrale achtwöchige
Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien mit ihrem Netzwerk kooperierender
Projekte und Galerien, die gemeinsam die Stadt zu einem lebendigen Magazin
werden lassen. Dabei soll Street Art erneut als Element urbaner Kommunikation
und Ästhetik thematisiert und diskutiert werden.
Stärker als in den Vorjahren setzt Backjumps in diesem Jahr auf die
qualitativen Aspekte der Vermittlung. In Gesprächsrunden, Vorträgen,
Workshops, Stadtspaziergängen und Performances, die auf unterschiedliche
Interessengruppen (Kinder, Jugendliche, Senioren, Kunstinteressierte) zugeschnitten
sind, wird das vielfältige Phänomen der Street Art in einem tätigen
Austausch verhandelt.
KünstlerInnen und Projekte: Anti privé (Berlin), AKIM ONE NGUYEN
(Berlin), ASH (Kopenhagen/Paris), Blu (Bologna), CEMNOZ (Berlin), CUBABRASIL
- Berlin (Havanna/Pinar del Rio/São Paulo/Berlin/München), Dave
the Chimp (London), Brad Downey (Ex-Patriot USA), Graffitimuseum (Berlin),
HuskMitNavn (Kopenhagen), Jay "One" Ramier (Paris), Carlos Mare139
Rodriguez (New York), Mode 2 (Berlin), NOMAD (Berlin), Migratory Birds of
the Solovei Republic (New York/Berlin), Reclaim your City (Berlin), Oliver
Rodriguez-Kroll (Berlin), SKKI (Paris), StudioAnti™ (Berlin), Study
of Style (Berlin), Surrend (Berlin/Kopenhagen), Daniel Tagnoe (Berlin),
Tofa (Berlin), Veysel Önder/ Jan Lilienthal (Berlin), ZEVS (Paris)
Backjumps Außenwände: Auch in diesem Jahr werden innerhalb der
Ausstellung Backjumps - The Live Issue vier Brandwandfassaden in Kreuzberg
von internationalen Künstlern gestaltet. Die Künstler ASH (Paris),
BLU (Bologna), NOMAD (Berlin) und GFA - Crew (Berlin) werden die Fassaden
in der Adalbertstraße 71, Falckensteinstraße 47/48, Oranienstraße
195 und Oppelnerstraße 46/47 bis zur Finissage von Backjumps am 19.
August fertigstellen. Parallel zur Bemalung der Brandwände werden Spaziergänge
und Workshops angeboten bis schließlich die Wände am 19. August
an die Öffentlichkeit übergeben und feierlich eingeweiht werden.
Mit freundlicher Unterstützung von Nokia Nseries, GSW, dem Quatiersmanagement
Wrangelkiez und globe e.V..
Veranstaltungen
Freitag, den 22. Juni, ab 23 Uhr:
• Aftershowparty mit Performances: im Festsaal Kreuzberg, Skalitzer
Straße 130, 10999 Berlin Festsaal Kreuzberg: DISCO DIAMANT (Juwelen
der Tanzfläche, Köln), MARC HYPE & JIM DUNLOOP on the Funky
Piano, Jay Haze aka FUCKPONY (Get Physical/ Contexterrior), AUTOTUNE live
(Fumakilla), JAKE THE RAPPER live (Combination rec.), WHATYES live (Klangsucht)
Keller: MINITUS live (Beatstreet Rec./Kompliment), DIMA (Opossum Mini /
Beatstreet /Kompliment), SHELI (Club der Visionäre / Berlin), Hubertus
Schacht (Klangsucht)
Samstag, den 23. Juni, ab 16 Uhr:
• Backjumps Freestyle BBQ, Party Arty Vol. 22: im Lovelite, Simplonstraße
38-40, 10245 Berlin, nachmittags Chillen im Hof: bei Basketball, Free Pong,
Crêpes und Mergez–Grill vom echten Franzosen Aka Manu und chansons
françaises réarrangées par France Geil, Kunst + Visuals
RA (Paris), Spoken Word Performance: 22.30 Uhr. Party danach: Live: RA (Paris),
Elektromanager (Paris), auf den Floors: böse breaks und funky mashups
von dj gaucho, le meilleur du hiphop français mixé par dj
jah fish, tanzwütige hiphop, funk und soul smasher von dj b.side
• City Walks
Treffpunkt 15 Uhr in der Eingangshalle des Bethanien, wenn nicht anders
angegeben. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Sonntag, den 24. Juni Wahrnehmungsspaziergang mit Bronco & Gould (Wall
Street Journal): „Die Vielfalt urbaner Ausdrucksformen“
Sonntag, den 01. Juli Exkursion mit Brad Downey: „Guerilla Architects“
(in engl. Sprache)
Samstag, den 07. Juli Exkursion mit dem Graffitimuseum zum Thema „Graffiti
als Weltsprache? Entziffern, einlesen und übersetzen im babylonischen
Drei-Kiez-Eck". Treffpunkt ist der Eingang zum Görlitzer Park,
Skalitzer Straße. Die Teilnehmer sollten Notizblöcke und Taschenwörterbücher
mitbringen.
Sonntag, den 08. Juli Spazierfahrt mit Akim, bitte Fahrrad mitbringen.
Sonntag, den 15. Juli Wahrnehmungsspaziergang mit Bronco & Gould (Wall
Street Journal): „Die Vielfalt urbaner Ausdrucksformen“
Sonntag, den 22. Juli Senior Street Art: Exkursion mit der Stadtbahn. Während
einer 1,5-stündigen Fahrt mit der S-Bahn soll das Stadtbild auf seine
Bedeutungen hin untersucht werden. Die Exkursion richtet sich insbesondere
an Menschen ab 55 Jahren. Treffpunkt: S-Bhf. Charlottenburg, Ausgang Stuttgarter
Platz.
Sonntag, den 29. Juli Mit Überdose in Kreuzberg unterwegs: „Faszination
Style - Berlin Discipline 2007”
Sonntag, den 05. August Spazierfahrt mit Akim, bitte Fahrrad mitbringen.
Samstag, den 11. August Spot Training mit dem Graffitimuseum: „Eine
Graffitierfahrung zwischen Kickpunkt und Überdosis“. Treffpunkt
Yaam, Stralauer Platz 35, 10243 Berlin
Sonntag, den 12. August Urban Grassroots: „Who’s the King? Kreuzberger-Kneipen-Klo-Tour“.
Jener mystische Ort, an dem Writer-Karrieren ihren Ausgang nehmen, ist nicht
selten eine Toilettenkabine.
Sonntag, den 19. August, 19.30 Uhr! Twilight Birdwatching Tour mit Migratory
Birds of the Solovei Republic (in engl. Sprache)
• Workshops
KünstlerInnen und KunstvermittlerInnen bieten Workshops für Kinder,
Jugendliche, interessierte Erwachsene und insbesondere Senioren. Jeweils
14 – 19 Uhr im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Anmeldung: Tel.: +49-(0)30-90298-1460
Dienstag, den 26. Juni Brad Downey: Sculpture Workshop for Kids (in engl.
Sprache, mit Übersetzer)
Dienstag, den 03. Juli CEMNOZ/STAIN: Stylewriting
Montag, den 09. Juli CEMNOZ/STAIN: Stylewriting
Montag, den 16. Juli "Jazzstylecorner Toyshop": Neue Ansätze
zur Entwicklung einer eigenen wilden Signatur basierend auf der natürlichen
Verbindung von Körper und Schrift, Übungen und Spiele für
beste Writer und für Toys aller Altersklassen mit Thomas Bratzke und
Spezialgästen
Dienstag, den 31. Juli Fröhliches Malen und Basteln mit Bronco &
Gould (Wall Street Journal) – Strategien und Techniken der individuellen
Öffentlichkeitsarbeit
• Talks
Samstag, den 23. Juni, 16 Uhr:
Carlos Mare139 Rodriguez (New York): „Write then. Write now.“
(in engl. Sprache)
Sonntag, den 24. Juni, 17 Uhr:
Kool Killer
Eine Annäherung an Jean Baudrillards Aufsatz „Kool Killer. Der
Aufstand der Zeichen“ (1975) mit Knut Ebeling (Philosoph und Kunstkritiker),
Christoph Janke (Überdose) und Künstlern der Ausstellung, wie
CEMNOZ, Graffitimuseum und ZASD. Moderation: Stéphane Bauer (Leiter
Kunstraum Kreuzberg/ Bethanien)
Dienstag, den 26. Juni, 19 Uhr:
Surrend (Berlin): „Satirical Street-Art in the Worlds Hotspots“
(in engl. Sprache)
Dienstag, den 03. Juli, 19 Uhr:
CUBABRASIL-Berlin (Havanna/Pinar del Rio/São Paulo/Berlin/München):
„Spread the Virus - Infecting Cuba“. Dia-Show mit Bildern aus
den Jahren 2003 – 2007
Dienstag, den 10. Juli, 19 Uhr:
Naomi Tereza Salmon (Weimar) „Simon sagt: Nimm mich beim Wort (Wie
wird man zum Artivist?)“ und Ronen Eidelman (Tel Aviv/Weimar): „Die
Trennungsmauer in Palästina: Künstler lieben es zu hassen“
Die beiden in Israel und Deutschland arbeitenden KünstlerInnen sprechen
über künstlerische Strategien, politischen Artivismus und „Auftragskunst“.
(in engl. Sprache)
Dienstag, den 24. Juli, 19 Uhr:
Julia Reinecke: "Street-Art - Eine Subkultur zwischen Kunst und Kommerz"
In ihrem Vortrag geht Julia Reinecke (freie Journalistin, Kulturwissenschaftlerin)
der Frage nach, warum Street-Art keine Bildende Kunst ist und inwiefern
sie durch die Werbeindustrie missbraucht wird. Vortrag mit Buchvorstellung
Dienstag, den 31. Juli, 19 Uhr:
„Street Art – Reflexionen nach dem Hype“ (Vortrag und
Buchankündigung)
ReferentInnen: Christian Schmidt (Kulturwissenschaftler, Freier Mitarbeiter
im Archiv der Jugendkulturen e.V.) und Katrin Klitzke (Kulturwissenschaftlerin)
Dienstag, den 14. August, 19 Uhr:
„Styles in Berlin 2007” Gedanken zu Stylewriting am Beispiel
von 300 Beamer-Bildern. Einladung zum Gespräch mit Christoph und Carsten
(Überdose.de)
• Stinky Corner Gallery
Freitag, den 22. Juni – Sonntag, den 19. August
Plakatwandgestaltung mit Bonk und Börek in der Dresdnerstraße
8, 10999 Berlin
• Backjumps – Der Beratungskiosk
Mobiler Beratungspunkt des Lernladens am Ostkreuz im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Öffnungszeiten: montags 17 - 19 Uhr
Beratungsangebot des LernNetz Berlin-Brandenburg e.V.
Koordination: Philipp John
• Senior Street Art
Anmeldung über den Kunstraum Kreuzberg/Bethanien: Tel.: +49-(0)30-90298-1460
Spazierfahrt
Sonntag, den 22. Juli, 15 Uhr
Senior Street Art: Exkursion mit der Stadtbahn
Während einer 1,5-stündigen Fahrt mit der S-Bahn soll das Stadtbild
auf seine Bedeutungen hin untersucht werden. Die Exkursion richtet sich
insbesondere an Menschen ab 55 Jahren.
Treffpunkt: S-Bhf. Charlottenburg, Ausgang Stuttgarter Platz
Workshops
Montag, den 16. Juli und Dienstag, den 17. Juli, jeweils 14 - 18 Uhr
Senior Street Art: Stadterzählungen
Eine Schreibwerkstatt für Menschen ab 55, in der wir kurze, autobiografische
Erzählungen erarbeiten, visuell umsetzen und im Stadtraum veröffentlichen.
Montag, den 30. Juli und Dienstag, den 31. Juli, jeweils 14 -18 Uhr
Senior Street Art: Zeige deinen Charakter
Entwicklung eines eigenen "character" für Menschen ab 55.
Was ist ein "character"? Character-Design bezeichnet die Gestaltung
einer Figur. Gute Figurengestaltung kann über Sprach- und Kulturbarrieren
hinweg Ideen, Gefühle und Inhalte vermitteln.
• Die Ausstellung ist eingebunden in das Programm „Offensive
Kulturelle Bildung“ des Rates für die Künste. Im Rahmen
der Ausstellung werden Führungen und Workshops mit den SchülerInnen
der Fichtelgebirge-Grundschule und der Kurt-Löwenstein-Schule angeboten.
Weitere Informationen unter: www.backjumps.info
28. April bis 10. Juni 2007
HARDCORE GLAMOUR
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von Niels
Betori Diehl und Barbara Prokop.
Berlin ist rau und schmutzig, stößt immer wieder an seine Grenzen
und zelebriert doch einen Glamour, der wenig mit dem zu tun hat, was allgemein
unter dem Begriff verstanden wird. Auf flüchtige, verschwitzte Art,
lässt man hier immer wieder von neuem die totgeträumten Klischees
vom New York der sechziger Jahre mit billigen Mitteln auferstehen, so lange
bis die echten New Yorker dazu stoßen. Schließlich weiß
keiner mehr, wer eigentlich wen imitiert und alle zusammen glauben ein wenig
an das Trugbild der vermeintlichen Weltstadt, wie sie in den Magazinen erscheint,
bis sie wieder nüchtern sind.
In seltenen, reflektierten Momenten kann es jedoch passieren, dass der Neuberliner
Glamour, der hardcore ist weil ihm nichts anderes übrig bleibt, sich
als Überlebensstrategie derer offenbart, die sich dem Malstrom aus
knallhartem Provinzialismus und kosmopolitischem Daydreaming versuchen zu
entziehen, dabei aber nicht vergessen, dass sie ihm nicht gänzlich
entkommen können. Diese Strategie ist ein Balanceakt zwischen bewusster
Kritik und weniger bewusst sein wollender Celebration von dem was nun mal
da ist und von dem was da sein könnte.
Mit HARDCORE GLAMOUR versuchen Niels Betori Diehl und Barbara Prokop anhand
einer Verbindung von künstlerischer Praxis und performativer kuratorischer
Arbeit dieses „Feeling“ zu fassen. Mithilfe unterschiedlicher,
individueller Positionen soll ein facettenreiches Statement zu Berlin ausgearbeitet,
Vergangenes und Gegenwärtiges neu betrachtet werden, damit neue Möglichkeiten
imaginiert werden können.
Das thematisch und emotional stark an Berlin gebundene Kunstprojekt entsteht
in Zusammenarbeit mit Ivan Boskovic, Friederike Hamann, Moritz Hirsch, Heinz
Peter Knes, Malte Lochstedt, Christian Meier, Angie Reed, Sabine Rein, Pola
Sieverding, Ulrich Urban, Christine Woditschka und Rommelo Yu, alle bewusst
in Berlin lebende und arbeitende Künstler.
Man könnte HARDCORE GLAMOUR als eine Reportage aus den Mischbereichen
globaler Subkulturen und lokalem Mainstream betrachten, deren ästhetische
Ausformulierung eines gewissen glamourösen Blicks und verschiedener,
oft mimetischer und appropriativer Strategien bedarf. Mehrdeutigkeiten und
Gegensätzlichkeiten, die innerhalb der Arbeiten und Performances oder
aus deren Zusammenspiel und Dialog entstehen, legen das politische Moment
des Projekts offen, das eher vom Aufwerfen von Fragen als vom Liefern von
Antworten lebt.
So versteht sich HARDCORE GLAMOUR einerseits als Gegenvorschlag zu Brachialität
und Manierismen markt-konformer, bürotauglicher und “schlauer”
Kunst-Erzeugnisse aus dem Zeitalter des Booms. Andererseits stellt es eine
vorherrschende simplifizierende linkskonservative Logik des Boykotts in
Frage, die politische Äußerungen auf Entweder/Oder-Muster begrenzt
und eine strikte Trennlinie zwischen intellektuell Wertvollem und Wertlosem
zieht.
In diesem Sinne stellt HARDCORE GLAMOUR eine militante Art dar, sexy zu
sein.
10. März bis 15. April 2007
A Room of One’s Own.
Mehr als ein Zimmer für sich allein - Arbeit/sräume und Geschlecht
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien koordiniert von Christine
Gregor, Doris Kuwert, Nanna Lüth und Marie Vermeiren
„A room of one’s own“ ist eine Kooperation zwischen Künstlerinnen
aus Brüssel und Berlin, die in verschiedenen Medien (Malerei, Video,
Film, Audio, Installation) arbeiten und sich mit dem titelgebenden Text
von Virginia Woolf von 1929 auseinandersetzen. In diesem Text thematisiert
Woolf die notwendigen kulturellen und sozialen Bedingen für die literarische
Produktion von Frauen: das "Zimmer für sich allein", finanzielle
Unabhängigkeit und das Selbstbewußtsein, genau das zu schreiben,
was sie denken. Sie entwirft ein androgynes Ideal mit der Vorstellung, dass
hierdurch die Polarität der Geschlechter zu überwinden und ein
Höchstmaß an künstlerischer Kreativität freizusetzen
sei.
Die erste Ausstellung von „A room of one’s own“ fand im
März 2006 im Kulturzentrum De Markten in Brüssel statt. Im März
2007 wird die zweite Ausgabe mit der programmatischen Forderung „Mehr
als ein Zimmer für sich allein“ im Kunstraum Kreuzberg in Berlin
eröffnen. Im Verlauf der Ausstellung wird neben Konzerten (z.B. von
dem Musikensemble für zeitgenössischen Musik Q-O2) in Kooperation
mit dem Kino Arsenal, dem Ballhaus Naunynstraße und dem Gendernet
der Universität der Künste Berlin ein Film- und Veranstaltungsprogramm
angeboten. Ausstellungsgespräche und die Beiträge des zur Ausstellungseröffnung
erscheinender Katalogs laden zu Diskussionen ein.
Mit einem dichten Vermittlungsprogramm will „A room of one’s
own“ Kontroversen anregen um Professionalisierung und Politisierung
von Künstlerinnen, um die Radikalisierung und Aktualisierung versus
die Entleerung feministischer Politiken, um die Prekarisierung von KünstlerInnen
und Aktivismus.
Künstlerinnen: Kerstin Drechsel (Malerei) Berlin, Christine Gregor
(Malerei) Brüssel-Berlin, Doris Kuwert (Klang- und Objektinstallation)
Berlin, Annik Leroy (Film/Videoinstallation) Brüssel, Nanna Lüth
(Installation) Berlin, Julie Morel (Film/Videoinstallation) Brüssel,
Anne Quirynen (Videoinstallation) Berlin-Brüssel, Tine Van Aerschot
(Bild- und Textinstallation) Brüssel, Els van Riel (Film/Videoinstallation)
Brüssel. Website: www.aroom.org
2006
16. Dezember bis 25. Februar 2007
SEXWORK. Kunst Mythos Realität
Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. in
Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien und dem Haus-am-Kleistpark.
KuratorInnen: Stéphane Bauer, Boris von Brauchitsch, Katharina Kaiser,
Maika Leffers, Jörg Leidig, Judith Siegmund, Ulrike Solbrig
KünstlerInnen im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien: J. Jackie Baier (DE),
Ursula Biemann (CH), Viviana Bravo Bota (CHL/D), Jn. Ulrick Désert
(USA/DE), Karin Jurschick (DE), die Königin (AT), Yoshiko Shimada und
Bubu de Madeleine (JP), Beate Passow (DE), Tadej Pogacar (SL) Judith Siegmund
(DE), Social Impact (AT), Borjana Ventzislavova (BG/AT), Rommelo Yu (Ph/DE)
Die Ausstellung SEXWORK versammelt künstlerische Herangehensweisen
zum Thema Prostitution. Ziel ist es, Darstellungsweisen zu präsentieren
und zu untersuchen, die die gängigen Klischees von Viktimisierung und
Dämonisierung von Prostituierten vermeiden und voyeuristische Betrachtungsweisen
in Frage stellen. Die Themenbreite umfasst die Darstellung von selbstbewusster
Sexarbeit bis zu aktuellen Formen von Zwangsprostitution. Verschiedene Perspektiven
ergänzen sich. Die Ausstellung präsentiert die Realität von
Prostitution nicht nur aus dem Blickwinkel der weiblichen Prostituierten,
sondern beleuchtet ebenfalls die Rolle der Freier und thematisiert schwule
und transsexuelle Prostitution. Dabei spielen die Geschichten der Kämpfe
um Anerkennung und gegen Diskriminierung eine wichtige Rolle, ebenso wie
die Phänomene von Arbeitsmigration, Trafficking und Sextourismus._Die
Beiträge von 35 internationalen KünstlerInnen werden um drei Text-
und Materialräume ergänzt._Das umfangreiche Begleitprogramm enthält
neben Künstlergesprächen Vorträge zu der juristischen Situation
in Europa, der Darstellung von Prostitution im Film und dem vernachlässigten
Thema der Motivation von Freiern. Mit Gruppen, die für die Rechte von
Sexarbeitern eintreten, diskutieren wir über die Grenzen und Möglichkeiten
künstlerischer Darstellungen. _In Kooperation mit dem Graduiertenkolleg
„Geschlecht als Wissenskategorie“ der HU Berlin und der Heinrich-Böll-Stiftung
findet eine Tagung über Menschenhandel statt. Die Mahn- und Gedenkstätte
Ravensbrück zeigt im Januar 2007 parallel zu SEXWORK eine Ausstellung
über die so genannten „KZ-Bordelle“.
28. Oktober bis 3. Dezember 2006
Goldrausch 2006
Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes mit Unterstützung
des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Kuratorinnen: Hannah Kruse und Birgit
Effinger.
Die Ausstellung des Goldrausch Künstlerinnenprojektes demonstriert
die wachsende Diversifizierung künstlerischer Praxis: Die Arbeiten
der fünfzehn Künstlerinnen verbinden verschiedene künstlerische
und wissenschaftliche Disziplinen, Recherchemodelle und Fragestellungen.
Dabei bestimmt die Heterogenität der künstlerischen Verfahren
und Ausdrucksweisen den Charakter dieser Ausstellung. So unterschiedlich
die Werke sein mögen, eines ist allen teilnehmenden Künstlerinnen
gemeinsam: Sie beschäftigen sich intensiv mit unterschiedlichen Aspekten
ihres Berufsfeldes. Die Ausstellung markiert den Abschluß des einjährigen
Postgraduierten Kurses, in dem profilierte Künstlerinnen am Beginn
ihrer Karriere arbeitsfeldspezifisches Fachwissen erwerben.
Goldrausch 2006 animiert die Besucher nicht nur zum Nachdenken über
die Subjektivität der eigenen Wahrnehmung, sondern auch zur Auseinandersetzung
mit aktueller Kunstproduktion in Berlin. Begleitet wird die Ausstellung
von einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Performances, Screenings und
Diskussionen sowie Einzelbroschüren im Schuberformat.
Künstlerinnen: Tania Bedrinana, Astrid Busch, Katja Eydel, Tina Haber,
Judith Karcheter, Heike König, Beatrice Minda, Uta Neumann, Johanna
Oenicke, Tere Recarens, Nadja Schöllhammer, Claudia Weber, Christiane
Wetzel, Veronika Witte, Christine Woditschka
Donnerstag, den 12. Oktober 2006, 20 Uhr
The Halfmoon Files.
Präsentation der Zwischenergebnisse: Vortrag, Film, Diskussion
Ein Rechercheprojekt von Philip Schefner und Britta Lange in Zusammenarbeit
mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
In den Armeen Englands, Frankreichs und Russlands wurden Anfang des letzen
Jahrhunderts zahlreiche ‚Kolonialsoldaten’ eingesetzt. Afrikaner
aus den französischen Kolonien, Inder aus Britisch Indien sowie muslimische
Tartaren und Georgier. Gerieten Soldaten dieser Einheiten in deutsche Gefangenschaft
wurden sie als Teil der deutschen Kriegstrategie in sogenannten Sonderlagern
interniert. Zwei dieser Sonderlager – das ‚Weinberglager’
sowie das sogenannte ‚Halbmond Lager’ befanden sich in Wünsdorf
bei Berlin. Ziel der Sonderlager war es, die muslimischen Gefangenen durch
Propaganda zur aktiven Teilnahme am ‚Heiligen Krieg’ und damit
zum Kampf in den türkischen Einheiten zu bewegen. Bei den nicht-muslimischen
Gefangenen – etwa indischen Sikhs und Hindus – lag der Schwerpunkt
der Propaganda darauf, die Gefangenen zum Kampf gegen Ihre Kolonialherren
an der Seite Deutschlands zu bewegen. Wichtiges Mittel zur Beeinflussung
der Gefangenen war die offizielle Unterstützung der jeweiligen religiösen
Praktiken. So wurde die erste Moschee auf deutschem Boden, die rein für
religiöse Zwecke genutzt wurde, im Halbmondlager erbaut.
Da die Propagandatätigkeit keine nennenswerten Erfolge aufwies, wurden
die Lager zunehmend von Wissenschaftlern frequentiert. Trotz strenger Geheimhaltung
und Abschottung der Lager in den Anfangsjahren hatte es sich herumgesprochen,
dass dort‚ „die Proben der verschiedenen Rassen und Völker
zum Kennenlernen bequemer nebeneinander gestellt“ waren und damit
besonders „unseren Anthropologen und Mythologen den Volks- und Sprachforschern
reichste Ausbeute und überraschende Aufschlüsse“ versprachen.
Der Ethnologe Leo Frobenius (ab 1934 Direktor des Frankfurter Völkerkundemuseums)
betont 1917 in einem Vortrag, dass ein Rundgang durch das Lager, Antworten
auf die Frage geben könne, „wie wir in Zukunft unser Kolonialreich
auszugestalten haben“.
2. September bis 8. Oktober 2006
How to Do Things? – In the Middle of (No)Where...
Eine Projekt von uqbar e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien,
gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds, die Europäische Kommission/Kultur
2000, die European Cultural Foundation (ECF), die Allianz Kulturstiftung
und das Auswärtige Amt/ifa. Kuratorinnen: Dorothee Bienert & Antje
Weitzel, Berlin
Die Ausstellungsserie How to Do Things? – In the Middle of (No)where...
bringt Künstler/innen und Kulturschaffende aus 14 Ländern (Niederlande,
Dänemark, Deutschland, Polen, Litauen, Weißrussland, Ukraine,
Moldawien, Rumänien, Slowenien, Ungarn, Österreich, Tschechien,
Slowakei) eines mit dem Finger auf der Landkarte erschaffenen, imaginären
Mitteleuropa zusammen. Diese spielerische Geste wendet sich gegen veraltete
Grenzziehungen und Zuschreibungen wie sie exemplarisch an der Debatte um
den Begriff „Kerneuropa“ ablesbar sind oder auch am Festhalten
an geographischen Kategorien wie „Balkan“ oder „Baltikum“.
How to Do Things? – In the Middle of (No)where... setzt sich spielerisch
über reale und mentale Grenzen hinweg und nutzt dies als Chance: ca.
30 Teilnehmer/innen aus verschiedenen Alt-EU-, Neu-EU-, EU-Anwärter-,
und Nicht-EU-Staaten konzipieren und realisieren in Kooperation und gleichberechtigtem
Austausch an 5 Orten der Region (Kopenhagen, Berlin, Budapest, Bukarest,
Kiew) performative Kunstprojekte, die schwerpunktmäßig das Verhältnis
zwischen dem Kunstwerk und seinen Rezipient/innen thematisieren und auf
diese Weise Fragen nach Handlungsmacht und Partizipation stellen. Es geht
darum den Austausch zwischen den unterschiedlichen Regionen und Szenen zu
verstärken, aber auch auf der Grundlage des gemeinsamen thematischen
Rahmens der Ausstellungen, "soziale Utopien", zu erforschen, inwieweit
ein gemeinsames Erarbeiten von Visionen und Zielen möglich ist.
How to Do Things? – In the Middle of (No)where... ist nicht als Wanderausstellung
konzipiert, sondern als eine Serie selbständiger Ausstellungseinheiten.
Jede Ausstellung hat eine eigene Thematik, die mit der Idee sozialer Utopien
verknüpft ist. Das Berliner Projekt, das im September 2006 in Kooperation
mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien realisiert wird, ist Teil dieser Reihe
und zugleich die Abschlussveranstaltung des Gesamtprojekts. Die Berliner
Ausstellung umfasst künstlerische Positionen aus 14 Ländern. Über
die Ausstellung hinaus werden die beteiligten Künstler/innen und Ko-Kurator/innen
in öffentlichen Vorträgen und Diskussionsrunden Einblick in die
lokalen Kontexte, in die verschiedenen Projekte und ihre Erfahrungen geben.
Zudem wird das Katalogbuch, das Dokumentationen aller Aktionen und Erfahrungsberichte
der Künstler/innen enthält, zur Berliner Ausstellung veröffentlicht
und vorgestellt.
KünstlerInnen: Bik van der Pol (NL), Pavel Braila (MD), Alexandra Croitoru
(RO), Roman Dziadkiewicz (PL), Andreas Fogarasi (AT/HU), Lise Harlev (DK),
Kristina Inciuraite (LT), Alevtina Kakhidze (UA), Johanna & Helmut Kandl
(AT), Aleksander Komarov (BY/NL), Little Warsaw (HU), Michal Moravcík
(SK), Wiebke Loeper (DE), Tanja Nellemann Poulsen (DK), Katya Sander (DK),
Jirí Skála (CZ), Sean Snyder (USA/DE), Société
Réaliste (HU/F), Laura Stasiulyte (LT), Mona Vatamanu & Florin
Tudor (RO), Julita Wójcik (PL), Florian Zeyfang (DE), Moira Zoitl
(A)
24. Juni bis 6. August 2006
Fremdkörper
Ein Projekt von Roman Minaev und Zorka Lednarova in Zusammenarbeit mit dem
Kunstraum Kreuzberg/Bethanien mit Unterstützung der Senatsverwaltung
für Wissenschaft, Forschung und Kultur
„Fremdkörper“ ist ein internationales Ausstellungsprojekt,
das Fremdheit als soziokulturelles Phänomen im Rahmen der europäischen
Integrationsprozesse begreift. Das Projekt wurde in Kooperation mit fünf
osteuropäischen Kulturinstitutionen innerhalb von einem Jahr durch
eine Reihe von Ausstellungen erarbeitet: Nationales Zentrum für Zeitgenössische
Kunst, Moskau, Russland (April-Mai 2004), Intro Galerie, Vilnius, Litauen
(August 2004), NoD Galerie, Prag, Tschechien (Dezember 2004-Januar 2005),
Zentrum für Zeitgenössische Kunst, Trnava, Slowakei (März-April
2005), Museum der Stadt Skopje, Skopje, Mazedonien (April-Mai 2005)
Initiiert wurde die Ausstellungsreihe von in Berlin lebenden Künstler-Migranten
osteuropäischer Herkunft, die mit Künstler-Kollegen aus ihren
Heimatländern in einen Dialog traten, um Standpunkte Ihrer kulturellen
Identität vor dem Hintergrund geopolitischer Veränderungen herauszustellen.
Das Ausstellungskonzept wurde durch die Teilnahme von zwei Deutschen KünstlerInnen
ergänzt, die die im Projekt behandelte Thematik in ihren Arbeiten mitreflektieren.
Die in Berlin stattfindende Ausstellung ist das Resultat und die Zusammenfassung
der Ausstellungsreihe Fremdkörper, die im April 2004, also zeitgleich
mit dem in Kraft treten der EU-Osterweiterung in Moskau/Russland begann.
In Zusammenarbeit mit den KuratorInnen der an dem Projekt beteiligten Institutionen
wurden an den einzelnen Ausstellungsorten jeweils zwei bis drei Positionen
ortsansässiger Künstler in das Ausstellungskonzept eingebaut.
Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien werden erstmalig alle 22 an dem Projekt
beteiligten KünstlerInnen ausgestellt.
Vor dem Hintergrund des wechselseitigen Verhältnisses von Fremdheit
und Integration verhandelt die Ausstellung Phänomene der politischen
und sozialen Einordnung und deren Spielregeln, Veränderungen geopolitischer
Kartografien, die Konstruktion von Medienwahrheit und die Rekonstruktion
von Erinnerung.
Aus dem Problem der kulturellen Einordnung von Künstlern, die Grenzen
überschreiten wollen oder müssen, die in verschiedenen Kontexten
leben und für die es keine Rückkehr zu einem verlorenem Ursprung
mehr geben kann, entstehet eine besondere Sichtweise. Durch die individuelle
Kunstsprache wird deutlich, wie die festgehaltene Zeit von Wandlungsprozessen,
irgendwo zwischen dem „noch nicht davon gekommen-“ und dem „noch
nicht ganz angekommen Sein“, zum Merkmal einer von einer erweiteten
Perspektive getragenen unabhängigen Identität wird.
Künstlerinnen: Jasper Alvaer, Jovan Balov, Mr. Bra (Marek Kvetán
& Richard Fajnor), Aristarkh Chernyshev & Vladislav Efimov, Aneta
Mona Chisa, Pavel Forman, Mindaugas Gapsevicius, Geomatic (Serge Marinec
& Andrei Vasiliev), Slavicia Janaslieva, Martin Juef, Kunst Fu (Erik
Binder & Gabika Binderová), Magdalena Natalia Kwiatkowska, Zorka
Lednárová, Dörte Meyer, Roman Minaev, Vladimir Sitnikov,
Alma Skersyte, Jovan Sumkovski, Vana Urosevic
29. April bis 11. Juni 2006
Liquid Matter
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien auf Vorschlag von Dan
Mihaltianu.
Den Ausgangspunkt der Ausstellung bilden „Flüssige Angelegenheiten“:
Alkohol, Geldströme, Informationsflüsse, Liquidität, Transparenz,
Nahrung, etc. mit der Absicht aus diesem Konglomerat ein Bild der künstlerischen
Produktionsbedingen in den 90er Jahren in Berlin zu schaffen. Dan Mihaltianu
ist dabei mit seinem Archiv der Liquid Matters, das aus Flaschen, Objekten,
selbst gebranntem Schnaps, einer Bar, einer Destillationsanlage, etc. besteht,
die zentrale Bezugsperson. Dan Mihaltianu lebt und arbeitet in Bergen/Norwegen
und in Berlin-Kreuzberg. Er war Mitbegründer der Gruppe SubREAL in
Bukarest/Rumänien.
KünstlerInnen: Apparat, Philippe Bazin, Wolfgang Capellari, Flutura
6 Besnick Haxhillary, Are Viktor Hauffen, Knut Hoffmeister, Franz John,
Dan Mihaltianu, Gordon Monahan/Laura Kikauka/Bastiaan Maris, William Seeto,
Spurenlegung (Dan Mihaltianu/Karen Kipphoff/Christian Rothmann), SubREAL,
Mona Vatamanu & Florin Tudor
4. März bis 16. April 2006
forever and a day Büro presents: HORIZONT
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von Mariola
Groener und Ben Cottrell.
Der Projektraum forever and a day Büro in der Schlesischen Str. in
Berlin-Kreuzberg hat über drei Jahre lang regelmäßig unterschiedliche
künstlerische Positionen präsentiert. Dort traf sich eine Künstlerszene,
die als beispielhaft für die Entwicklung des künstlerischen Schaffens
der letzten Jahre in Berlin betrachtet werden kann. Seit Sommer 2005 wirkt
das Projekt in verschiedenen Räumen in und außerhalb Berlins
weiter. Die Ausstellung im Kunstraum wird Zeichnungen, Malerei, Installationen
und Videoarbeiten versammeln. Der Titel der Ausstellung verweist auf Perspektiven,
auf Unendlichkeit/Endlichkeit und auf Geistiges/Imaginäres. Damit sind
der Rahmen und die Bedingungen unter denen diese Künstler produzieren
skizziert. Ihre Arbeiten versammeln sich nicht unter einem thematischen
Leitmotiv, sondern vielmehr um hybride Vorgehensweisen.
KünstlerInnen: André Butzer, Leif Erich Christensen, Ben Cottrell,
Frederik Foert, Andrew Gilbert, Christiana Glidden, Mariola Groener, Maggie
Hills, Thilo Heinzmann, Stefan Kaminski, LEO, Joe Neave, Katrin Plavcak,
Sean Reynard, Christian Schwarzwald, Prof. Winkler, Dominic Wood
14. Januar bis 19. Februar 2006
Jagdsalon. Eine Ausstellung zu Jagd, Wildnis und Großstadtnatur
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von Christine
Heidemann.
Die Jagd als ritualisierte Handlung, deren Zweck weit über die Beschaffung
von Nahrung hinausgeht, ist das Thema, mit dem sich die im Jagdsalon versammelten
Arbeiten von zehn zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern
auseinander setzen. Die Kunstwerke stellen spezifische Annäherungen
an dieses Thema dar, indem sie auf unterschiedliche Weise den Raum der Vorstellungen
und Formen der Darstellung untersuchen, die sich im Laufe der langen Kulturgeschichte
der Jagd herausgebildet haben. In der künstlerischen Auseinandersetzung
mit der Jagd werden kulturelle Konzepte von Natur zur Disposition gestellt,
wobei stets das Verhältnis des Menschen zu der ihn umgebenden Welt
im Mittelpunkt steht. Der Jäger als Eroberer einer ‚Wildnis’,
die faktisch nur noch in der Imagination existiert, als Versorger und als
rücksichtsloser Trophäensammler zugleich ist eine Figur, die ebenso
zur Diskussion steht wie Vorstellungen vom Wald als Sehnsuchtsort, an dem
Abenteuerliches und Geheimnisvolles sich ereignen. Momente der Fremdheit,
der Ungewissheit und der Begegnung des Menschen mit dem ‚Anderen’
der ‚Wildnis’, der Tiere und nicht zuletzt des Todes, welche
den Reiz der Jagd ausmachen, werden in den künstlerischen Annäherungen
an das Thema sichtbar und spürbar.
Insgesamt werden etwa 25 Arbeiten in unterschiedlichen Medien (Malerei,
Zeichnung, Skulptur, Video, Fotografie) zu sehen sein. Die Ausstellung wird
kuratiert von Christine Heidemann (Kunsthistorikerin, Berlin) als Preisträgerin
des Wolfgang Hartmann-Preises 2005.
KünstlerInnen: Guy Allott (UK), Nikolaus Bröker (D), Lenka Clayton
(UK), Anna Craycroft (USA), Mark Dion (USA), Julika Gittner (D/UK), Tue
Greenfort (DK/D), Katharina Jahnke (D), Inga Svala Thorsdottir (IS/D) und
Ella Ziegler (D). Der Veranstaltungsraum wird gestaltet von den Berliner
Bühnenbildnern Kathi Maurer und Micha Graessner
Veranstaltungen:
Eröffnung: Freitag, 13. Januar, ab 19 Uhr, Begrüßung: Cornelia
Reinauer, Bürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg, Performance
von Ella Ziegler
Sonntag, den 15. Januar, 16 Uhr: Wildtiere in der Großstadt, Vortrag
von Derk Ehlert (Jagdreferent des Landes Berlin)
Sonntag, den 5. Februar, 14 Uhr: Berliner Wildtieren auf der Spur, ein Spaziergang
in Kreuzberg
Sonntag, den 12. Februar, 16 Uhr: Zur Geschichte der Berliner Forsten, Vortrag
von Wolfgang Korn (Revierförster Hermsdorf), Moderation: Wolfgang Müller
Sonntag, den 19. Februar, 16 Uhr: Das tote Tier. Zur rituellen Inszenierung
der Schlachtung von Tieren, Vortrag von Thomas Macho (Kulturwissenschaftliches
Seminar, Humboldt Universität zu Berlin), Moderation: Anke te Heesen
(Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte Berlin); anschliessend:
Hasenklage, Lesung literarischer Texte und Musik, Sebastian Orlac und Kirsten
Block
2005
5. November bis 11. Dezember 2005
Goldrausch 2005
Die Ausstellung des Goldrausch Künstlerinnenprojektes demonstriert die wachsende
Diversifizierung künstlerischer Praxis: Die Arbeiten der fünfzehn Künstlerinnen
verbinden verschiedene künstlerische und wissenschaftliche Disziplinen, Recherchemodelle
und Fragestellungen. Dabei bestimmt die Heterogenität der künstlerischen Verfahren
und Ausdrucksweisen den Charakter dieser Ausstellung. So unterschiedlich die
Werke sein mögen, eines ist allen teilnehmenden Künstlerinnen gemeinsam: Sie
beschäftigen sich intensiv mit unterschiedlichen Aspekten ihres Berufsfeldes.
Die Ausstellung markiert den Abschluß des einjährigen Postgraduierten ˆ Kurses,
in dem profilierte Künstlerinnen am Beginn ihrer Karriere arbeitsfeldspezifisches
Fachwissen erwerben. Goldrausch 2005 animiert die Besucher nicht nur zum Nachdenken über
die Subjektivität der eigenen Wahrnehmung, sondern auch zur Auseinandersetzung
mit aktueller Kunstproduktion in Berlin. Begleitet wird die Ausstellung von
einem umfangreichen Rahmenprogramm mit Performances, Screenings und Diskussionen
sowie Einzelbroschüren im Schuberformat.
Die teilnehmenden Künstlerinnen sind ausgewählt von Beatrice von Bismarck (Kuratorin
und Kunsthistorikerin, HGB Leipzig), Monica Bonvicini (Künstlerin, AdBK Wien)
und Kathrin Peters (Kunstwissenschaftlerin, KHM Köln).
Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes mit Unterstützung des Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien. Kuratorinnen: Hannah Kruse und Birgit Effinger. Teilnehmende
Künstlerinnen: Ina Bierstedt, Daniela Comani, Christel Fetzer, Agnes Hardy, Gabriele
Heller, Sylvia Henrich, Annette Hollywood, Susanne Huth, Karin Kasböck, Iris
Kettner, Caroline Lund, Ulrike Mohr, Anne-Britt Rage, Marlies Roth, Romana Schmalisch
Freitag, den 9. Dezember 2005, ab 21 Uhr
BILD – MACHT – REZEPTION
Buchpräsentation und Konzert zur Aufarbeitung und Kontextualisierung des Skandals um die Ausstellung „When Love Turns To Poison“. Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
20. August bis 16. Oktober 2005
Backjumps – The Live Issue #2. Urbane Kommunikation und Ästhetik
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien gefördert durch den
Hauptstadtkulturfonds und in Zusammenarbeit mit diversen Kooperationspartnern.
Kurator: Adrian Nabi 2005 macht Backjumps Berlin wieder zur Hochburg internationaler
Street-Art. Backjumps – The Live Issue #2 wird Berlin als Seiten eines Magazins
öffnen, bespielen und präsentieren. Nach dem enormen Erfolg der Backjumps
– The Live Issue Street-Art Ausstellung 2003 (über 12.000 BesucherInnen
in 6 Wochen, hohe Medienresonanz) wird Backjumps – The Live Issue #2 2005
neue Akzente setzen. Geplant sind: eine Ausstellung im Kunstraum und in
weiteren Galerien und Projekträumen, Workshops, Spaziergänge, Tanzaufführungen,
eine Veranstaltungsreihe, Wandgestaltungen im Außenraum usw.
Eröffnung: Freitag, den 19. August, ab 19 Uhr
Weitere Informationen unter: www.backjumps.info
21. Mai bis 3. Juli 2005
Trial of Power
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Zusammenarbeit mit Maik
Schlüter.
Eröffnung: Freitag, den 20. Mai, ab 19 Uhr
„Politik ist Besitz“, behauptete Norman Mailer 1968 und meinte damit, dass jede
politische Handlung von privaten Interessen bestimmt wird. Politische Handlungen
sind mit der Machtfrage eng verknüpft. Macht ist die Grundlage aller Gesetze
und gesellschaftlichen Absprachen. Daraus resultieren für die politischen Vertreter
gewichtige Befugnisse, wie z.B. die Möglichkeit Gesetze zu verabschieden und
diese durch Administration und Polizeiarbeit zu kontrollieren. Wenn aber der
Demokratiebegriff auf einer abgehobenen Repräsentanz beruht, droht der Machtanspruch
schnell zum Selbstzweck zu werden, der ein verantwortungsvolles politisches Gestalten
ersetzt. Der Widerstreit zwischen Egoismus und öffentlicher Verantwortung, prägt
die politische oder soziale Handlung. Macht und Missbrauch scheinen einander
zwangsläufig zu bedingen. Die Verschränkung von privaten Interessen, politischen
Konzepten und psychologischen Abgründen veranschaulicht die Komplexität eines
essentiellen Phänomens. Die Ausstellung geht gesellschaftlichen Tendenzen von
Macht und deren Konsequenzen nach. Auch in scheinbar unschuldigen Medien oder
Segmenten des sozialen Lebens gibt es Gewalt und Hierarchien, finden sich eindeutige
Konnotationen von Überwachung, Ausgrenzung und gezielter Einflussnahme.
Die medienübergreifende Darstellung des Themas durch Fotografie, Video, Skulptur
und Installation bis hin zu Malerei und Zeichnung, verdeutlicht das große Spektrum
künstlerischen Ausdrucks und die unterschiedlichen Lesarten der Künstler und
Künstlerinnen.
KünstlerInnen: Martin Dammann, Felipe Dulzaides, Gerdine Frenck, Caroline Hake,
André Korpys und Markus Löffler, Bettina Lockemann, Aernout Mik, Thomas Moecker,
Cornelia Renz, Eliezer Sonnenschein
Eröffnung: Freitag, den 20. Mai, ab 19 Uhr
19. März bis 8. Mai 2005
Du bist hier (pour l’instant)
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Zusammenarbeit mit l‘ AFAA – Bureau
des Arts Plastiques/Französische Botschaft auf Vorschlag von Christelle Familiari.
Kann eine Stadt der Motor künstlerischen Schaffens sein? Dies ist die Ausgangsfrage,
der sich die französischen KünstlerInnen stellen, die zum überwiegenden Teil
für eine Weile in Berlin gelebt haben. Der Focus des Interesses richtet sich
auf die jeweilige Wahrnehmung der Stadt durch die KünstlerInnen: Wie unterscheiden
sie sich, welche Abgrenzungslinien und welche Überschneidungen gibt es?
KünstlerInnen: Pierre Ardouvin, Neal Beggs, Emmanuelle Bodevin, Jean-Charles
Eustache, Christelle Familiari, Benoît Lecarpentier, Georgia Nelson, Marion Robin.
Eröffnung: Freitag, den 18. März, ab 19 Uhr
Samstag, den 5. März 2005, ganztägig
Female Hip Hop - Female Flava
Ein Event von und mit Frauen im HipHop.
Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes und De:Bug, Zeitschrift für elektronische
Lebensaspekte. Female HipHop ist ein internationales Netzwerk für Frauen im HipHop,
das neben einer offenen Datenbank und einem Magazin im Internet, an einer Publikation
in De:Bug arbeitet, die die vielfältigen Positionen von Frauen im HipHop darstellt
und analysiert. Im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien realisiert Female HipHop eine
ganztägige Veranstaltung. Es wird mehrere Workshops geben, u.a. für Breakdance,
DJing, MCing, Produktion, HipHop-Business, Graffiti & Streetart. Darüber hinaus
wird es Film-Screenings und eine Diskussion mit weiblichen und männlichen Aktivisten
und Theoretikern geben. Abschließend findet eine Party mit female DJs und MCs
statt.
Beteiligte: Melbeatz, Pyranja, moanne81, Karin Offenwanger (Subotage),
Caynd, Fresh Fluke u.v.a.
15. Januar bis 27. Februar 2005
hack.it.at - Hacktivismus im Umfeld von Netzkunst und Medien in Italien
DISOBEDIENCE – Ziviler Ungehorsam
An ongoing video library
Kurds On the Map.
Eine Kartographie kultureller Identitäten in Europa
Drei Projekte zu künstlerischen Strategien im Feld des Politischen: Kartographien
der Selbstorganisation, des Widerstandes und der Aneignung. (fokussiert auf Italien
und internationalen Bewegungen)In Partnerschaft mit dem Kunstmagazin U-Spot,
dem Stadtmagazin Zitty, der Tageszeitung die taz, dem Wochenmagazin Jungle World
und „Data-Recovery“.
Eröffnung: Freitag, den 14. Januar 2005, ab 19 Uhr.
Begrüßung durch Frau Cornelia Reinauer, Bezirksbürgermeisterin von Friedrichshain-Kreuzberg.
Ab 20 Uhr: Performance von SuperfactoryTM/Pi-radio und Displaced Dilemma (Berlin,
D), DJ/VJing Nikky und Francesco "Warbear" Macarone Palmieri, PHAG OFF (Rome,
IT) und Bernardo Santarelli (Berlin, D)
2004
16. Oktober bis 28. November 2004
Believe it or not.
Wie wahr ist die Wirklichkeit? Wie wirklich ist die Wahrheit? Die Frage nach der Wirklichkeit hat wieder verstärkt Einzug in den aktuellen Kunstdiskurs gehalten. Gefragt wird in Ausstellungen und Magazinen nach der Wahrheit in künstlerischen Arbeiten, vor allem in solchen, die sich dokumentarisch oder sogar objektiv geben. Diese zur Zeit aktuelle Debatte um den Realismusbegriff greift die Ausstellung auf, um sie anhand von Themen weiterzuführen, deren Alltäglichkeit nur scheinbar banal ist. Dies nehmen KünstlerInnen als Ausgang für ihre Arbeiten, in denen sie spektakuläre Momente innerhalb des Alltäglichen aufzeigen und die Grenze zur Fiktion überschreiten. Believe it or not bündelt aktuelle künstlerische Positionen, die die Realität des Alltäglichen auflösen und sich dem Spannungsfeld zwischen Realität und Fiktion widmen.
28. August bis 3. Oktober 2004
Goldrausch 2004
Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes mit Unterstützung des Kunstraum
Kreuzberg/Bethanien. Kuratorinnen: Hannah Kruse und Birgit Effinger Zum fünften
mal in neun Jahren wird das KünstlerInnenprogramm Goldrausch zum Abschluß des
Ausbildungsjahres Arbeiten der 15 Teilnehmerinnen präsentieren. Die Berliner
Künstlerinnen wurden von einer Fachjury ausgewählt und sollen in ihren Professonalisierungsstrategien
unterstützt und befördert werden. Die Konzeption, Organisation und Betreuung
der Ausstellung gehört inhärent zu diesem Programm.
Künstlerinnen: Carla Ahlander, Barbara Breitenfellner , Anja Corcilius, Ina Geißler,
Geka Heinke, Farida Heuck, Mona Jas, Anja Kempe, Susanne Kutter, Inken Reinert,
Janine Sack, Kathrin Schiffbauer, Alexandra Schlund, Judith Siegmund, Anke Westermann
12. Juni bis 25. Juli 2004
Stefanie Bürkle: Zwischenstädte
Karen Kipphoff: Öffentliche Plätze/Öffentliche Körper
Eine Doppelausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Zum ersten mal wird der Versuch unternommen zwei Einzelausstellungen zu kombinieren.
Stefanie Bürkle hat sich mehrere Jahre mit dem Raum zwischen den Städten beschäftigt:
Einkaufszentren in der Provinz, Reihenhäuser, Autobahnraststätten, etc. Karen
Kipphoff ihrerseits beschäftigt sich seit ein paar Jahren mit den Repräsentationsfunktionen
von zentralen öffentlichen Plätzen in Großstädten (Berlin, Bukarest, Moskau,
Montreal, etc..). Beide Ausstellungen werden sich so mit zeitgenössischen Mitteln
dem Thema Stadt annähern und Stoff für Debatten und Diskussionen liefern. Es
sollen wöchentlich Führungen (ínsbesondere für Schulklassen) angeboten werden.
20. März bis 9. Mai 2004
When love turns to poison
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Stéphane Bauer.
KünstlerInnen: Françoise Cactus, Frank Gaard, Thomas Hauser, Beth Love, Stu Mead
und Matthias Seidel.
Die Ausstellung „When love turns to poison“ nimmt als Ausgangspunkt
und als Anregung für ihren Titel eine Zeichnung des Künstlers Frank Gaard. Auf
dieser Zeichnung sind eine Unterhose, Hände, die mit dem Finger zeigen, überzeichnete
Porträts, die Aussprüche „when love turns to poison“ und „dream“ und auf dem
Höschen der Name „Victorine Meurent“ zu sehen. Diese Anordnung leitet uns zu
dem Feld der Auseinandersetzung in der Ausstellung. Es sind Fragen nach dem Verhältnis
von Modell und Maler (z.B. Thomas Hauser), Fragen nach den Fantasmen und dem
Rollenbild der Frau (z.B. Françoise Cactus), Fragen nach der künstlerischen Darstellung
von sexuellen Wünschen und Fantasien (z.B. Stu Mead und Beth Love) und Fragen
nach den psychologischen Abgründen verbotener, tabuisierter, angstbeladener,
sexueller Praktiken (z.B. Mathias Seidel). Dass diese Fragen auch mit Humor aufgegriffen
werden können, zeigen besonders die Arbeiten von Frank Gaard oder die Installation
von Skip Hunter & Ella Verparajugs.
17. Januar bis 29. Februar 2004
Trendvision 2004 – Mode_Kunst_Installation
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Kuratiert von Nina Hein und
Ane Løkken. Die beiden Modemacherinnen und Künstlerinnen aus Friedrichshain Nina
Hein (Die Profis) und Ane Lokken (Trendvision) werden mit diesem Ausstellungsprojekt
das Verhältnis von Kunst und Mode thematisieren.
Auf der Suche nach neuen Ausdrucksformen in der Mode, auf der Grenzlinie zwischen
Kunst und Kleid, sind Künstler und Modedesigner eingeladen, die sich im Experiment
mit textilen Materialien, Köperlichkeit und Formsprache begegnen. Es werden innovative
Präsentationsformen und Begenungen mit der Mode vorgestellt, die weit über herkömmliche
Darstellungsformen hinausgehen. Die 6-wöchige Ausstellung wird durch eine Medienlounge
ergänzt, in der ein breites Spektrum digitaler Arbeiten nicht nur der der beteiligten
Künstler gezeigt wird. Parallel zur permanenten Ausstellung werden Vorträge,
Events und Modeperformances veranstaltet.
KünstlerInnen: +laboratorium (Dk),
Art Point (Ru), Manuel Bonik (D), Anne Dettmer (D), Amit Epstein (Il), Undine
Goldberg (D) Nina Hein (D), Ivana Helsinki (Fi), It's fashion darling (Dk), Andrea
Kroth (D), little red riding hood (D), Tatjana Lyng & Sonja Thomsen (Dk), membran
(D), ping pong (Ch), pureculture (LV), Bettina Saul (D), Florinda Schnitzel (D),
Jacqueline Steinmetz (D), Treuka (D), van reimersdahl (D), VBL (It, GB, D), Henrik
Vibskov (Dk)
Projektraum des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien:
Parallel zu diesen Ausstellungen und Veranstaltungen im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wurden 2004 zusätzlich temporär und unregelmäßig die ehemaligen Räume der Namik-Kemel-Bibliothek im Bethanien als Projektraum genutzt werden.
Mittwochs, jeweils ab 19 Uhr, 3 Termine im Jahr
Kanakwood. Salon für Urbane Postmigranten Vibes: Kurzfilme, Gespräch und DJ’s
Eine Veranstaltungsreihe des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Initiiert von Jale Arikan, Giò Di Sera, Nermin Uçar und Shermin Langhoff. Nach Hollywood und Bollywood, kommt nun auch Kanakwood! Inspiriert von der Salonkultur Berlins, ist der Salon gedacht als Forum für Filmemacher, Musiker, Tänzer, Literaten und bildende Künstler, die sich im Rahmen von urbaner, postmigrantischer Kultur bewegen. Langfristiges Ziel ist dabei – neben Austausch und Auseinandersetzung – ein produktives Netzwerk zur gegenseitigen Unterstützung zu bilden.
16. Oktober bis 7. November 2004
Oder/Odra – Das ATA-Carnet verliert seine Gültigkeit...
Die Ausstellung die in Kooperation mit der Galeria Amfilada aus Szczecin/Polen und dem kunstbauwerk e.V. Tabakfabrik Vierraden an der Oder realisiert wird versammelt 8 Polnische und Deutsche KünstlerInnen, die zunächst auf einem Symposion in Vierraden zusammenarbeiten werden, um anschliessend sowohl in Szczecin als auch in Berlin auszustellen. Es werden Raumbezogene Arbeiten entstehen.
19. Juni bis 04. Juli 2004
Schwestern im Westen / _geduldet - Fotografie, Dokumentation & Diskussion
Bei dem Fotoprojekt Schwestern im Westen handelt es sich um eine Portraitserie von der jungen Lette-Absolventin Verena Jaekel über 17 junge, muslimischen Frauen aus Berlin. Die Intention dieser Arbeit ist es, junge Muslime einmal anders zu zeigen, als sie sonst in den Medien dargestellt werden. Diese Frauen tragen das Kopftuch aus freiem Willen, selbstbewusst und aufgrund ihres religiösen Glaubens. Ihre Entscheidung wird jedoch nicht immer geachtet oder akzeptiert, sondern vielmehr mit Misstrauen und Unverständnis betrachtet. Verena Jaekel geht es darum das Klischee zu hinterfragen, dass Frauen, die ein Kopftuch tragen, dies nur unter Zwang tun und entweder unterdrückte Opfer oder fanatische Fundamentalistinnen sind. Obwohl die Idee dieser Arbeit schon lange vorher bestand, gewinnt sie durch die zur Zeit geführte Kopftuchdebatte aber auch durch die seit dem 11. September anhaltende Islam-Feindlichkeit an Aktualität.
27. März bis 11. April 2004
5 x 1 = 6 x 5
Ein Photoprojekt von sechs Künstlerinnen
Künstlerinnen: Stefka Ammon, Heike Gallmeier, Annette Gödde, Anna Krimerman,
Annette Ruenzler, Petra Spielhagen.
Die Künstlerinnen wechseln für dieses Projekt
zwischen der gewohnten Position des „Regisseurs„ hinter der Kamera und der des
Modells. Fünfmal wurde jede Einzelne von ihren Kolleginnen inszeniert, womit
jede der sechs die fünf anderen ins Bild setzte. Die so entstandenen 30 Fotografien
werden nun im Projektraum des Kunstraums Bethanien präsentiert.
7. bis 22. Februar 2004
„I'm trying to tell you I love you“
KünstlerInnen: Nine Budde, Andrea Büttner, Maurice Doherty, Cornelia Erdmann,
Martin Esteves, Justin Hansch, Franz Höfner, Teresa Luzio, Natascha Rossi, Harry
Sachs, Annekatrin Schreiber, David Sherry, Shannon Stratton, Leonie Weber.
Konzept:Ryan Weber
Die Künstler wurden gebeten, den Ausstellungstitel mit einer neuen,
speziell für dieses Projekt geschaffenen Arbeit zu interpretieren. Diese Interpretationen
reichen vom einfachen Akt des Wartens auf eine geliebte Person bis hin zur Dokumentation
der schmerzvollen Erfahrung der Beendigung einer Liebesbeziehung.
2003
25. Oktober bis 14. Dezember 2003
Goldrausch 2003
Eine Ausstellung des Goldrausch-Frauennetzwerkes mit Unterstützung
des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien.
Künstlerinnen: Bettina Carl, Meike Dölp, Rabea
Eipperle, Sofia Hultén, Folke Köbberling, Ulla Ostendorf, Susanne Pomrehn, Lucy
Powell, Anette Rose, Nicole Schuck, Alexandra Trencséni, Petra Trenkel, Anja
Vormann, Christine Weber, Ella Ziegler
11. Oktober 2003
KanakWood: Salon für postmigrantische Kultur: Filme, Lesung, Talks
Giò Di Sera, Jale Erikan, u.a.
23. August bis 5. Oktober 2003
Backjumps – The Live Issue. Urbane Kommunikation und Ästhetik
Interdisziplinäre Schnittstellen und Weiterentwicklungen von Street Art,
Graffiti und Hip Hop. Ausstellung, Veranstaltungen und Außenraum.
Eine Ausstellung von Adrian Nabi in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer und
Studio Anti
KünstlerInnen: Akay & Adams/Stockholm, Akim & ZAST ONE/Berlin, ASH BBC/
Kopenhagen, Banksy/London, Bob’s your uncle/Kopenhagen, Cakes/Prag, Delta
INC/Amsterdam, Brad Downey & Darius Jones/New York, Erosie/Eindhoven, freaks
gallery/Kopenhagen, HuskMitNavn/ Kopenhagen, Jay1 BBC/Paris, Jeroen Jongeleen
– Influenza/Rotterdam, Lokiss/Paris, LOST ART/São Paulo, Machine/Amsterdam,
MaisonAnti/Berlin, Maurer United Architects/Eindhoven-Maastricht, Nomad
& Miss Riel/Berlin, Nug & Pike/Stockholm, OBEY/Los Angeles, O’Clock/Paris,
PHOS4/Berlin, PIPS:lab/Amsterdam, 77/Berlin, Skki BBC/Paris/New York, Straight
up/Kopenhagen, swoon:toyshop/New York, urban-art.info/Berlin, WK Interact/New
York, Zedz INC/Leiden Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes
Weitere Informationen unter: www.backjumps.info
28. Juni bis 10. August 2003
Sol – Mur – Plafond. Eine Projektgalerie aus Marseille/F
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien in Kooperation mit s-m-p/Marseille.
KünstlerInnen: Rodolphe Auté, Bertran / Berrenger, David Dupont, Hervé Garcia,
Ingrid Hochschorner, Stéphane Magat, Philippe Meste, Géraldine Pastor Lloret,
Julia Pastor Lloret, Christophe Polart, Denis Prisset, Mathieu Provansal, Tere
Recarens
Sonntag, den 29. Juni, 16 Uhr: Roundtable-Gespräch mit Rudy Riciotti,
Architekt, und KünstlerInnen von s-m-p; Moderation: Stéphane Bauer
Samstag, den 28. Juni 16 Uhr: Roundtable-Gespräch mit: Noelle Tissier, Direktorin
des Centre Régional d’Art Contemporain, Sète, und Arnaud Laporte, Journalist;
Moderation: Thomas Wulffen
26.April bis 1. Juni 2003
Wonderyears -
Zur Rolle des Nationalsozialismus in der israelischen Gesellschaft.
Eine Ausstellung
der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. Kuratoren: Stéphane Bauer, Tsafrir
Cohen, Hila-Peleg Lavi, Avi Pitchon, Antje Weitzel, Mirjam Wenzel
KünstlerInnen:
Boaz Arad (Ramat Gan, Israel), Roee “Chicky” Arad (Tel Aviv), Oreet Asheri (London),
Yael Bartana (Amsterdam), Anat Ben David (London), Yoav Ben David (London), Tamy
Ben-Tor (Jerusalem), Zoya Cherkassky (Tel Aviv), Amit Epstein (Tel Aviv), Nir
Hod (New York), David Katz (San Francisco) , Ruti Nemet (Tel Aviv), Hila Peleg-Lavi
(London), Vadim Levin (Tel Aviv), Pil und Galia Kollektiv (Jerusalem), Avi Pitchon
(London), Roee Rosen (Tel Aviv), Dan Shadur (Tel Aviv), Tai Shani (London), Dinah
Shenhav (Tel Aviv), Lior Shvil (Tel Aviv), Doron Solomons (Tel Aviv), Elezier
Sonnenschein (Tel Aviv)
4. April 2003
Buchpräsentation:
Ich denke oft an den Krieg. Mit anderen Augen.
Kinder fotografieren den Krieg im Kosovo
1. Februar bis 23. März 2003
Flotsam & Jetsam. Ballast und Treibgut.
Kunst und Müll und Kunst mit Müll.
Eine Ausstellung der Bauhaus-Universität Weimar. KünstlerInnen: Liz Bachhuber, Stefan Baumberger, Mario Bierende, Cornelia Erdmann,Tricia Flanagan, Daniel Guischard, Christiane Haase, Peter Heckwolf, Katharina Hohmann, Franz Höfner, Andrea Huhndorf, Karo Kollwitz, Marc-Oliver Lau, Nina Lundström, Marco Neumeister, Dorothea Reinke, Jutta Rossgotterer, Felix Ruffert, Anthony Rumbach, Anemone Schicke, Katrin Solansky, Daniel Thompson, Alexander Voigt, Leonie Weber, d‘Oro Wing.
2002
26. Oktober bis 23. November 2002
THE MISFITS
Konzeptuelle Strategien in der zeitgenössischen Kroatischen Kunst. Eine Ausstellung der Berliner Kulturveranstaltungs-GmbH im Auftrag des Auswärtigen Amtes und des Ministeriums für Kultur der Republik Kroatiens im Rahmen der Kroatischen Kulturwochen in Berlin
14. September bis 20. Oktober 2002
Sarajevo Selbstporträt 1991-1999
– Bilder aus Sarajevo von neun bosnischen Fotografen.
Eine Ausstellung der Neuen
Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
KünstlerInnen: Kemal Hadic, Danilo Krstanovic, Milomir Kovacevic,
Nermin Muhic, Mladen Pikulic, Ninah Pusija, Damir Sagolj, Sahin Sisic, Dejan
Vekic
20. Juli bis 1. September 2002
Station – Die Projektgalerie Expo 3000
Eine Ausstellung von Spunk Seipel.
Künstlerinnen und Künstler: Felix Carl, Tamara
Trölsch und Annette Stieger, Zeichnungen; Kristofer Paetau, Fotografie; Vicky
Martini, Stickbilder; Mario Asef, Toninstallation; Michaela Luxenberger, Fotografie;
Thomas Volkwein, Malerei; Tia Schmidt, Malerei und Video; Reinhard Hölker, Videoinstallation;
Raphael Grisey, Objekte; Fred Bouchet, Malerei; Ben Cottrell und Mariola Gröner,
Installation; Natascha Rossi und Nine Budde, Installation (mit Video); Matthieu
Husser, Malerei, Plastik, Installation; Thomas Lannes, Video und Fotografie;
Tim Coe, Video; Yannick Mauny, Super 8 Installation
18. Mai bis 30. Juni 2002
Over the moon. Große Gefühle zwischen Inszenierung und Authentizität.
Installation, Malerei, Video, Fotografie.
Kuratiert von Stéphane Bauer, Kathrin Becker und Laura Bruce.
KünstlerInnen: Bigert & Bergström, Birgit Brenner, Laura Bruce, Piotr Dluzniewski, Kerstin Drechsel, Martin Eder, Valérie
Favre, Ulrike Feser, Undine Goldberg, Oliver Harrison, Gerd Holzwarth, MK Kähne,
David Krippendorff, BjØrn Melhus, Maya Roos, Diego Schindler-Castro, Cornelia
Schmidt-Bleek
2001
3. November bis 16. Dezember 2001
Auf offener Straße
Ausstellung kuratiert von Stéphane Bauer und Ingeborg Lockemann über die „steinerne
Stadt“ Kunst und Architektur.
KuenstlerInnen: Peter Arlt / Walter Ebenhofer, Roswitha von den Driesch / Jens-Uwe Dyffort, Roland Eckelt, Jeanne
Faust, Wiebke Grösch / Frank Metzger, Imma Harms / Thomas Winkelkotte, Christian
Hasucha, Judith Hopf, Andreas Koch, Ingeborg Lockemann, Elke Marhöfer, Jan-Holger
Mauss, Stefan Micheel (p.t.t.red), ready made berlin, Michaela Schweiger, Nada
Sebestyén, Nina Sidow, Christine Zufferey
8. September bis 21. Oktober 2001
Goldrausch 2001: Sexy Female Art & Pumping Surprise
19. Mai bis 24. Juni 2001
ex machina – Über die Zersetzung der Fotografie.
Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft
für Bildende Kunst e.V.
KünstlerInnen: Simone Ackermann, Heather Ackroyd und
Daniel Harvey, Kurt Buchwald, Suky Best, Hans-Peter Feldmann, Katrin Glanz, Heike
Hamann, Dan Hays, James Hutchinson, Rob Johannesma, Sven Kalden, Andreas Müller-Pohle,
Christian Radeke, Steven Rand und Rivka Rinn
2000
21. Oktober bis 26. November 2000
Dia/Slide/Transparency - Materialien zur Projektionskunst.
Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für
Bildende Kunst e.V. in Zusammenarbeit mit dem Kunstamt Kreuzberg/Bethanien kuratiert
von Stéphane Bauer und Katharina Hohmann.
Künstlerinnen und Künstler: Fritz Balthaus,
Gunda Förster, Anton Henning, Stefan Hoderlein, Katharina Hohmann, Sven Kalden,
Mischa Kuball, Mark Kubitzke, LEO, Rémy Markowitsch, Stefan Mauck, Nina Sidow,
Beat Streuli, Michel Verjux, Ósk Vilhjálmsdóttir, Annett Weißenburger.
Die Doppelausstellung Dia/Slide/Transparency zum Thema (Dia-)Projektion zeigte in der NGBK die historischen,
medientheoretischen und philosophischen Aspekte, im Kunstamt Kreuzberg/Bethanien
wichtige künstlerische Positionen und hat damit versucht, einen ersten Beitrag
zur Aufarbeitung dieses bisher wenig beachteten Mediums zu leisten.
22. Juli bis 20. August 2000
Z 2000 Festival: Global Ghetto - Positionen junger Kunst und Kultur
Veranstaltet von der Akademie der Künste im Rahmen von z2000 Positionen junger Kunst & Kultur mit Unterstützung des Hauptstadt Kulturfonds Künstler: Chris Cunningham, Nic Endo, Aryan Kaganof, Mathias Sander, The Force Quit Resolution, Philipp Virus, Miron Zownir
27. Mai bis 9. Juli 2000
Eine Stunde Lebenszeit
Ein Videoprojekt von Patrik und Frank Riklin. Atelier für Sonderaufgaben. Berlin/St. Gallen/ Kreuzlingen
1. April bis 14. Mai 2000
Produktivität und Existenz.
Veranstaltungsreihe und Ausstellung zur Methodik einer kritischen Kunst- und
Gesellschaftspraxis.
Künstlerinnen und Künstler: Kuratiert von Andreas Fanizadeh
und Eva Meier (Die Beute) in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer.
KünstlerInnen: Kai Althoff, André Butzer, DAG, Anneruth Dannert, Michael Dreyer, Tobias Hauser,
Nike Hinsberg, Schorsch Kamerun, Christoph Keller , Korpys/Löffler, Jonathan
Meese, Birgit Megerle, Eva Meier, Michaela Melian, Nora Mendelssohn, Katharina
Meyer, Randolf Müller, Albert Oehlen, Raymond Pettibon, Sabine Pflitsch, Katty
Purdy, Daniel Richter, Ralf Schauff, Tanja Schmidt, Stine Schultz, Hanna Schwarz,
Josef Strau, Amelie Wulffen und aus Chile: Andres Bucci, Rodrigo Cabezas, Pablo
Castro, Lola Cordero, Elizabetta Zileri Dal Verme, Diego Hernandez, Miguel Hiza,
Chango Leyton, Marcek, Pablo Ortuzar, Sergio Rocha, Paolo San Martin, Uwe Smith,
Bruna Truffa, David Wolff
5. Februar bis 19. März 2000
Mysliwska:
Ausstellung über die Künstlerbar Mysliwska (Schlesische Str., Berlin) kuratiert von Stéphane Bauer, Matias Bechtold und Vitek Marcinkiewicz. Künstlerinnen und Künstler: Franz Ackermann, James Adams, Bettina Allamoda, Matias Bechtold, Anke Cott, Beate Daniel, Stefan Deckert, Ursula Döbereiner, A. K. Dolven, Lukas Duwenhögger, Rolf Eisenburg, Thomas Eller, Dunja Evers, Tina Marie Friedrich, Ronnie Geipel, Frank Hautau, Ulrich Heinke, Radka Hladka, Ulrich Grüter, Ulla Hahn, Hans Hemmert, Judith Hopf, Arnd Kaestner, Astrid Küver, Achim Kobe, Karsten Konrad, Andreas Kröher, Mona Kuschel, Marko Lakobrija, Axel Lieber, Ingeborg Lockemann, Thomas Mass, Simone Mangos, Ina Mayer, Vitek Marcinkiewicz, Fabian Meyer, Tom Neubauer, Veronika Otten, Daniel Pflumm, Tyyne Claudia Pollmann, Joachim Reck, Katharina Schmidt, Thomas A. Schmidt, Carsten Sievers, Tiger, Urart, Krzysztof Visconti, Claudius Wachtmeister, Christoph Wernhard, Heinz Wilp, Georg Zey, Florian Zeyfang
1999
30. Oktober 1999 bis 2. Januar 2000 Die imposante Landschaft
Künstler und Künstlerkolonien im Riesengebirge im 20. Jahrhundert (Ausstellung der Gesellschaft für interregionalen Kulturaustausch e.V.)
28. August 1999
Sommerfest im Bethanien
mit Stereo Total, Andreas Dorau, Aziza A, Die Tödliche Doris, Party, etc... zusammengestellt von Stéphane Bauer
28. August bis 17. Oktober 1999
Die tödliche Doris – Kunst
Eine Ausstellung des Kunstamt Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Martin Schmitz in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer mit Unterstützungf der Senatsverwaltung für Wissenschaft, Forschung und Kultur und dem Kunstfonds Bonn.
6. Mai 1999
Vortrag: Was ist politische Kunst?
Diskussion zwischen Holger Kube Ventura, Claudia Wahjudi und Albert Eckert in Kooperation mit der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. konzipiert von Leonie Baumann, Stéphane Bauer und Michaela Schweiger
1. Mai bis 13. Juni 1999
Rosa für Jungs – Hellblau für Mädchen
50 Künstler spüren der Geschlechterrolle in der Gegenwart nach. Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
23. März bis 18. April 1999
Pleasure Principles (props), pearls vol. VI- dirty windows
Eine Ausstellung dirty windows zur Fenstergalerie. Kuratiert von Dirk Sommer
16. Januar bis 28. Februar 1999
Wir leben zwischen Wänden
Verhältnis zwischen Malereien und neueren Medien. Kuratiert von Stéphane Bauer.
KünstlerInnen: Irina Baschlakow, Ursula Döbereiner, Taewoo Kang, Achim Kobe,
Elke Marhöfer, John Miller, Birgit Schlieps, Katharina Schmidt, Brian Reffin
Smith
1998
31. Oktober bis 13. Dezember 1998
Ausstellung: p.t.t. – red. Stefan Micheel und HS Winkler
Projekt Alpha Wolf. Eine Ausstellung des Kunstamt Kreuzberg/Bethanien entwickelt von p.t.t. red in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer
30. August 1998
Sommerfest in Bethanien:
Prokopätz, Dimokrat Taha, Lord Alvis, Ich schwitze nie, Islamic Force, Hasret, Jim Avignon, Pop Tarts, Der Jochen, Radio Berlin, DAG, Artwinds, Traveler, Ömer Erzeren, Beral Madra, Fritz von Klinggräff, u.v.a.
29. August bis 18. Oktober 1998
Istanbul in Berlin
Die Berliner Istanbul-Stipendiaten 1988-98: Eine Ausstellung von Krita Tebbe
in Zusamnmenarbeit mit Beral Madra und Stéphane Bauer.
KünstlerInnen: Michael Bause, Knut Bayer, Thomas Büsch, Lilli Engel, Hanna Frenzel, Bettina Hoffmann,
Katharina Hohmann, Rinaldo Hopf, Thomas Hornemann, Werner Klotz, Simone Kornfeld,
Suzanna Lauterbach, Suzannah B. Mahlmeister, Christa Mayer, Elke Nord, Lothar
M. Peter, Oliver Oefelein, Nelly Rau-Häring, Jörg Reckhenrich, Wolfgang Stiller,
Gisela Weimann, Birgit M. Wolf, Gerd Wulff, Georg Zey und mit Dokumenten: Manfred
Blank, Dr. Deniz Göktürk, Dr. Dietrich Gronau, Marlies Krause, Karl-A. S. Meyer,
Sema Moritz, Peter Pannke, Sibylle Pomorin, Dr. Volker Reinhard, Sabine Vogel
20. August bis 23. August 1998
Hungry Minds Think Alike? Cross-Kulturelles Symposion – Filme, Videos, Netsites
Kunst aus Deutschland, Indien, Kanada, Kasachstan, Libanon, Malaysia und den USA. Veranstaltet von dogfilm in Zusammenarbeit mit dem Kunstamt Kreuzberg
4. Juli bis 16. August 1998
Jetzt lächeln! Atelierfotografie am Beispiel Mathesie. Eine Enzyklopädie
Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst e.V. und des Kunstamt Kreuzberg / Bethanien und Kreuzberg Museum. Konzipiert von Stéphane Bauer, Peter Funken, Katharina Hohmann und Helga Lieser
16. Mai bis 21. Juni 1998
Gesichter. Zeitgenössische Fotografie
Eine Ausstellung der Neuen Gesellschaft für Bildende Kunst e.V.
KünstlerInnen: Jens Liebchen, Tina Bara, Annet van der Voort, Friederike van Lawick / Hans Müller,
Etta von Cramer, Alan McCollum / Laurie Simmons, Reinhard Kühl, Gerhard Kassner,
Frank Thiel, Chris Riley, Thomas Michalak, Martin Pfahler, Ampello Zappalorto.
Parallel in der NGBK-Galerie: "Dinge. Zeitgenössische Fotografie"
3. April bis 10. Mai 1998
Wochenklausur. Eine konkrete Intervention zum Thema Arbeit – Arbeitslosigkeit
Eine Veranstaltung von WochenKlausur/Wien/Österreich in Zusammenarbeit mit dem Kunstamt Kreuzberg und der Neuen Gesellschaft für bildende Kunst e.V. Öffentliche Veranstaltungen: 6., 20., 27., 4. und 10.5.98; Dokumentation
7. Februar bis 22. März 1998
Flucht – 50 Millionen Menschen ohne Heimat
Fotografien der Agentur Signum; Katalog