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mariannenplatz 2
10997 berlin
u-bahn kottbusser tor

tel.:030/90298-1455
fax: 030/90298-1453
e-mail


öffnungszeiten:
täglich: 12 - 19 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei


Jahresprogramm 2010


30. Januar bis 7. März 2010
Eröffnung: Freitag, 29. Januar, ab 19 Uhr
Derridas Katze... que donc je suis (à suivre)
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien konzipiert von Alice Goudsmit in Zusammenarbeit mit Barbara Buchmaier
Die Ausstellung Derridas Katze beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen Mensch und Tier. Grundlage bildet die Annahme einer Interdependenz zwischen Mensch und Tier, welche sich – aus der Sicht des Menschen – nicht ausschliesslich utilitaristisch begründen, und in Sprache oder wissenschaftlichen Modellen alleine festhalten lässt. Anhand von 24 künstlerischen Positionen und Projekten wirft die Ausstellung Derridas Katze, einen kritischen Blick auf den etablierten Narzissmus des Menschen und dessen begriffliche Wurzeln.
KünstlerInnen: Carla Åhlander, China Åhlander, Gehrd Grothusen, Ethan Hayes-Chute, Sylvia Henrich, Herorats, Ingvild Hovland Kaldal, Ane Lan, Lotte Konow Lund, Tea Mäkipää, Ulrike Mohr, Susanne Nissen, Yuka Oyama & Becky Yee, Juan Pancorbo, Lucy Powell, Petri Raappana, Peter Nansen Scherfig, Louise Schrader, Nino Sekhniashvili, Starship (Ariane Müller & Martin Ebner), Lisa Strömbeck, Eve K. Tremblay, Gernot Wieland


20. März bis 9. Mai 2010
Eröffnung: Freitag, den 19. März, ab 19 Uhr
ICH WEISS WAS DU NICHT SIEHST
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von CAPRI Berlin und Thore Krietemeyer
Eine künstlerische Aussage ist immer Angebot und Verweigerung zugleich: Etwas wird gezeigt und vieles wird verschwiegen. Das Wiedererkennen und Verstehen ist nur ein Teil der Rezeption eines Kunstwerkes, und vielleicht sind es gerade die nicht begreifbaren Elemente, nach denen der Betrachter sucht. Ähnlich vollzieht sich die Produktion eines Werkes als ein widersprüchlicher Prozess künstlerischer Selbstverortung, als ein Akt der Identifizierung, der immer auch von Missverständnissen begleitet ist. Der Titel der Ausstellung verweist auf die absurden Momente und den dialogischen Charakter jeder Identitätsfindung. ICH WEISS WAS DU NICHT SIEHST stellt Positionen vor, die sich mit Vorbildern, Klischees und der eigenen Perspektive auseinandersetzen.
KünstlerInnen: Gert Bendel, Ina Bierstedt, Bettina Carl, Daniela Comani, Ben Cottrell, Meike Dölp, Rabea Eipperle, Philipp Fürhofer, Rabi Georges, Anna Gollwitzer, Geka Heinke, Irène Hug, Sofia Hultén, Iris Kettner, Andreas Koch, Nikolaus List, Alena Meier, Thomas Ravens, Angie Reed, Corinna Schnitt, Asli Sungu


Auf dem Mariannenplatz:
2. Mai bis 16. Mai 2010
setup 02.05., öffentliche Arbeitsphase 03.05. – 16.05
Präsentationswochenende: Samstag / Sonntag 15. + 16.05.
The Knot – Linking the existing with the imaginary
Ein Projekt von Markus Bader (raumlabor), Oliver Baurhenn (General Public), Kuba Szreder und Raluca Voinea (e-cart.ro) in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien. Gefördert durch Hauptstadtkulturfonds Berlin und EU-Kulturprogramm 2007-2013.
Das Projekt the KNOT sucht auf künstlerische Art neue Imaginationen zukünftiger Möglichkeiten von öffentlichen Räumen. THE KNOT ist eine Programmplattform für ein Team von Kuratoren, die gemeinsam mit eingeladenen Künstlern und Theoretikern Fragen über den öffentlichen Raum, Kunst im öffentlichen Raum und die Stadt sowie über neue Arbeitsweisen in einer globalisierten Welt untersuchen. Mittel dazu sind künstlerische Interventionen, Recherchen, Diskussionen und Vorträge. Handlungsbasis ist eine speziell entwickelte transformierbare mobile Einheit, die als Produktions- und Veranstaltungsort genutzt wird. Nach dem Mariannenplatz reist the KNOT weiter nach Tempelhof, Warschau und Bukarest.


22. Mai bis 08. August 2010
Eröffnung: Freitag, den 21. Mai, ab 19 Uhr
LOCATE ME
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien konzipiert von Florina Limberg, Eva Alexandra Stueben und Daniela Walz
„Locate Me“ ist ein Funktionsbefehl, dem immer eine Frage vorausgeht: nämlich die, nach dem Standort und dem eigenen Standpunkt. Die Verortung des Ichs im urbanen Raum erfährt durch mobile Mediennutzung – durch GPS und den damit verknüpften Web 2.0-Angeboten – neue Aufmerksamkeit. Suchanfragen und Interaktionen im Netz lassen dabei eine virtuelle Oberfläche der Stadt entstehen, die neue Strategien der Raumerschließung provoziert. Die Ausstellung „Locate Me“ untersucht die Auswirkung neuer Kommunikationstechnologien auf tradierte Raumkonzepte. Sie ist ein Erfahrungsbericht junger zeitgenössischer KünstlerInnen über die digitale Stadt.


28. August bis 10. Oktober 2010
Eröffnung: Freitag, den 27. August, ab 19 Uhr
Transient Spaces – The Tourist Syndrome
Ein Projekt von uqbar, Berlin, Initiiert von Marina Sorbello and Antje Weitzel in Kooperation mit Neue Gesellschaft für Bildende Kunst e.V. und Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, Berlin; E-M Arts, Neapel; ICCA/CIAC, Bukarest; Meno Parkas, Kaunas. Finanziert mit Unterstüzung der Europäischen Kommission, Programm Kultur, und Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Partner in Berlin: Italienisches Kultursinstitut Berlin.
Nicht zuletzt durch die Erweiterungen der EU in den letzten Jahren bewegen sich mehr und mehr EU-Bürger quer über den Kontinent zum Teil als MigrantInnen, zum Teil als TouristInnen oder beides. Ziel des Projektes ist es, herauszuarbeiten wie die verschiedenen Wanderbewegungen zusammenhängen und sich wechselseitig bedingen. Das Projekt umfasst Workshops, Seminare, Vorträge und Kunstausstellungen in Italien, Litauen, Rumänien und Deutschland. Die Berliner Ausstellung, die parallel in der NGBK (Oranienstr. 25, 10999 Berlin) und im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien stattfindet und das zweijährige Projekt abschließt, bietet anhand von künstlerischen Arbeiten einen vielschichtigen Einblick in die Thematiken.
KünstlerInnen: Ursula Biemann (CH), Sandra Hetzl (DE), Emmanuel Licha (CDN/F), Ives Maes (B), Eleonore de Montesquiou (F/EST), Timothy Moore (AUS/NL) & Isa Andreu (E/NL), Joanne Richardson (RO/US) & David Rych (A), Frederico Baronello (IT), Bettina Hutschek (D), Ergenio Tibaldi (IT), Oraib Toukan (Jord/US) u.a.


23. Oktober bis 28. November 2010
Eröffnung: Freitag, den 22. Oktober, ab 19 Uhr
POSITIONEN – GEDOK Berlin 1960-2010
Eine Ausstellung der GEDOK Berlin mit Mitteln der Senatskanzlei Kulturelle Angelegenheiten, kuratiert von Birgit Möckel
1960 jährt sich die Neugründung der GEDOK Berlin zum 50. Mal. Die Geschichte der Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen und Kunstförderer e.V. reicht zurück bis 1926, als dieser europaweit einzige interdisziplinäre Künstlerinnenverband von der jüdischen Mäzenin Ida Dehmel ins Leben gerufen wurde. Ausgewählte Positionen aus den Bereichen Bildende und Angewandte Kunst, Musik, Literatur und Tanz zeigen sparten- und generationenübergreifend 50 Jahre Kunst von Frauen in Berlin.

11. Dezember 2010 bis 13. Februar 2011
Eröffnung: Freitag, den 10. Dezember, ab 19 Uhr
iD – indonesian Contemporary Art
Ein Projekt von Nya Luong und J.C. Lanca gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
ID - Indonesian Contemporary Art ist eine Ausstellung mit 11 internationalen Positionen. Der Leitfaden ist das vielfältig denkbare Buchstabenpaar ID, mit seinen verschiedenen Interpretationsebenen. Thematische Schwerpunkte hierbei sind: nationale, individuelle und kollektive Identitäten sowie deren Entgrenzungen. Im Spannungsfeld dieser Topoi stehen viele Diskurse, die den Wandel und die Funktionsweise unserer Welt zum Ausdruck bringen. ID steht als Kürzel für Identität und Indonesien. In deutscher Aussprache ist es nicht unterscheidbar vom Einfall, der Idee. Jedem Kunstwerk liegt eine Idee zu Grunde, jedes spiegelt die Identität(en) des Künstlers / der Künstlerin wider.
Künstler_innen: Sally Moira Busse, Setu Legi, Yudi Noor, Sara Nuytemans & Arya Pandjalu, Rebecca Raue, Nadin Reschke, Prilla Tania, Rizki Resa Utama, Jorinde Voigt, Forum Lenteng [Künstler_innenkollektiv], Ruang MES 56 [Künstlerkollektiv].


Vorschau 2011:
Februar - April 2011
Mothering, Domestic and Private. Dimensionen der sozialen Reproduktion im Neoliberalismus.
Ein Ausstellungsprojekt von Felicita Reuschling gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds.
Mutterschaft und das Bild von Fürsorglichkeit ist im Neoliberalismus zu einem Knotenpunkt vieler politischer Diskussionen geworden, die in Verbindung mit den gegenwärtigen Umbrüchen in der Organisation von Biopolitik und sozialer Reproduktion stehen. Die Ausstellung versteht sich als Teil eines feministischen Diskussionsprozesses, der sowohl die Dilemmata der berufstätigen Mutter ins Auge fasst als auch die Verbreitung von lohnförmiger Care work als moderne weibliche Arbeitsmigration thematisiert.


Jahresübergreifende Projekte:

Projektraum 1:
Parallel finden auch 2010 weitere Ausstellungen und Projekte in Kooperation mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien im sog. Projektraum 1 statt wie z.B. „Backjumps, Volume4“, „Mart-Stam-Förderpreis“ u.a...


Offensive Kulturelle Bildung
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird auch in 2010 seine beiden Schulpatenschaften mit der Fichtelgebirge Grundschule und der Kurt-Löwenstein-Hauptschule weiterführen und projektbegleitend im Kunstraum und in den Schulen selbst Aktivitäten der kulturellen Bildung entwickeln, durchführen und präsentieren. Beide Patenschaften werden parallel durch ein Sonderprojekt der PWC-Stiftung und der Offensive Kulturelle Bildung/Kulturprojekte in Berlin begleitet und befördert.
Insbesondere soll weiterhin der den Ausstellungsräumen des Kunstraumes vorgelagerter Raum im Bethanien – der sog. „Raum der Patenschaften“ – für Ausstellungen und Projekte der Partnerschule und für Aktivitäten der Kulturellen Bildung genutzt werden.

Das Programm des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird unterstütz durch Eidotech

Stand: 04.02.2010