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öffnungszeiten:
täglich: 12 - 19 uhr
führung auf anfrage

eintritt frei


Jahresprogramm 2014

Programm 2014 hier zum herunterladen...


bis 12. Januar 2014
In Search of Europe? Auf Augenhöhe in einer ungleichen Welt
Am 1. November 2013 eröffnete im Berliner Kunstraum Kreuzberg / Bethanien die Ausstellung In Search of Europe? (ISOE). Sie ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit von sechs Wissenschaftlern des Zentrum Moderner Orient in Berlin mit sechs Künstler/innen, die zumeist aus den Ländern des jeweiligen Forschungsschwerpunktes kommen. Die Arbeiten gehen aus vielfältigen Perspektiven der Frage nach, inwiefern Europa heute noch ein Maßstab ist, an dem sich Menschen in anderen Teilen der Welt messen. War es jemals das Vorbild, als das es sich gerne sieht? Die Ausstellung zeichnet ein differenziertes Bild einer Welt, die nicht einfach zweigeteilt, sondern von gegenseitigen Verflechtungen, Blicken und Beziehungen geprägt ist.
KünstlerInnen:
Mohamed Abdelkarim, Bofa da Cara (Nástio Mosquito, Pere Ortin), Esra Ersen, Gemuce, Karem Ibrahim, Iskanderiyan Standards (Maher Sherif, Ahmed Salem, Aliaa Elgready), Vincent Leroux, Charlotte Menin, Anissa Michalon; In Zusammenarbeit mit:
Vanessa Díaz Rivas, Bettina Gräf, Knut Graw, Aïssatou Mbodj-Pouye, Leyla von Mende, Samuli Schielke
Kuratiert und organisiert von: Daniela Swarowsky
Wissenschaftliche Leitung: Samuli Schielke


15. Januar 2014, 20 Uhr
The Ups and Downs of Stan Back – Buchpräsentation und Musik
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien nutzt die Phase zwischen zwei Ausstellungen für die musikalisch begeitete Buchvorstellung von „The Ups and Downs of Stan Back“. Der Künstler Stan Back ist vor drei Jahren in Costa Rica verschwunden. Die Kulturwissenschaftlerin Jules Beauregard veröffentlichte die auf seinem Laptop gefundenen Texte und Musikaufnahmen. Stan Back verstand die starke Kommerzialisierung der Kultur seit dem Jahr 2000 als eine Abschaffung künstlerischer Freiheit. Dabei fühlte er ein krasses Unbehagen aufgrund seiner eigenen Unzeitgemäßheit. Hört man den poetischen Beat der im Buch versammelten Artefakte, Fotografien, Zeichnungen und Texte, dann entsteht eine unauflösbare Dissonanz: anstelle einer eingängigen PR-Rhetorik betreiben sie eine strategische Komplexitätsmaximierung, die sich der konventionellen Warenästhetik entzieht.


25. Januar bis 23. Februar 2014
Eröffnung: Freitag, 24. Januar, ab 19 Uhr
DISCONTINUITY – CTM 2014: Generation Z : ReNoise – Klangkunst- und Musiktechnik-Pioniere in Russland Anfang des 20. Jahrhundert

Zum wiederholten Mal gastiert Berlins experimentierfreudiges Musik- und Kunstfestival CTM- Festival for Adventurous Music and Arts mit seinem Ausstellungsprogramm im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien. Mit seiner Ausgabe 2014 widmet sich das Festival dem Thema DISCONTINUITY.
Die Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien zum Festival wird die Ausstellung „Generation Z“ zeigen. Generation Z : ReNoise gibt einen Überblick über das Schaffen und das Schicksal der Gemeinschaft von Klangforschern, Apologeten der »Maschinenmusik« und Erfindern neuer musikalischer Technologien im durch Revolution, Krieg und Diktatur durcheinandergeworfenen Russland zu Beginn des vorigen Jahrhunderts. Variophon, Theremin, Terpsiton, Rhythmicon, Emiriton, Ekvodin oder graphischer Klang sind nur einige der beeindruckenden Erfindungen, die hier das Licht der Welt erblickten. Während die Geschichte der nachrevolutionären Avantgarde-Kunst und Musik gut dokumentiert ist, sind die Entdeckungen und Namen der Klangforscher und Musikmaschinenentwickler weitgehend in Vergessenheit geraten – mit Ausnahme von Leon Theremin, dem Erfinder des Theremins, des ersten elektronischen Musikinstruments. Inkompatibel mit den Vorstellungen des totalitären Staates, wurde ihr Vermächtnis ab den späten 1930er Jahren aus der Geschichte gelöscht. Viele ihrer Erfindungen wurden jedoch später im Ausland erneut »erfunden« und werden noch heute genutzt, ohne dass ihr Ursprung einer größeren Öffentlichkeit bekannt ist. Die von Andrey Smirnov, dem ehemaligen Direktor des Theremin Centers für elektroakustische Musik am Staatlichen Konservatorium Moskau, zusammengestellte Ausstellung zeigt seltene Originale früher Klangmaschinen und gibt durch zahlreiche Text-, Ton- und Bilddokumente einen Einblick in die Hintergründe ihrer Entstehung.


08. März bis 27. April 2014
Eröffnung: Freitag, den 07. März, ab 19 Uhr
Distant Observations. Fukushima in Berlin
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Die Atomkatastrophe von Fukushima jährt sich am 11. März 2014 zum dritten Mal. Die aktuellsten Meldungen zeigen, dass mit immer weiteren Kontaminierungen des Meeres und der Luft gerechnet werden muss. Welches Ausmaß die Katastrophe wirklich hat, ist nicht absehbar, und nicht begreifbar. Die Ausstellung „Distant Observations“ wird im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien ca. 24 künstlerische Positionen präsentieren, die den Umgang, die Reflektionen und Reaktionen in Auseinandersetzung mit der Atomkatastrophe von Fukushima in Japan aufzeigen. Die Kunstwerke sollen dabei weniger eine politische Haltung oder politische Forderungen zum Thema Atomausstieg und Kernkraft ausdrücken, als vielmehr aufzeigen, welche vielfältigen – auch sehr persönlichen – Reaktionen gerade aus der Entfernung entstehen. Zentrales Thema der Ausstellung ist somit das Wechselverhältnis zwischen Betroffenheit, persönlichen Handlungsmöglichkeiten und politischen Lösungen angesichts solcher hoch komplexen und gewaltigen Katastrophen. Die Reaktion der KünstlerInnen auf die Geschehnisse in Fukushima ist sehr divers und reicht von aktivistischen Videoprojekten bis zu dem Rückzug ins Private. Immer ist jedoch die Frage nach dem Potential der Kunst als Reflektions- und Reaktionsmedium dabei von zentraler Bedeutung.
Neben in Berlin lebenden japanischen KünstlerInnen werden KünstlerInnen eingeladen, die sich ihrerseits selbst intensiv mit der japanischen Gesellschaft und Kultur auseinandergesetzt haben. Auch KünstlerInnen, die in den vergangenen drei Jahren Gäste des Residenzprogrammes Tokyo Wonder Site im Kunstquartier Bethanien waren, sind in der Ausstellung vertreten. So werden die engen Verbindungen zwischen Berlin und Tokyo sichtbar.


10. Mai bis 22. Juni 2014
Eröffnung: Freitag, den 9. Mai, ab 19 Uhr
Kongress der Artikulation. Reden, Voice-Overs, Gespräche, Monologe und Interviews als künstlerische Handlung
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert von Claudia Dorfmüller.
Der Kongress der Artikulation versammelt Positionen, die den Akt des Sprechens, das Auffordern zum Gespräch und sprachliche Handlungen als künstlerisches Material nutzen. Die Künstlerinnen und Künstler arbeiten mit Interviews und Selbstgesprächen, politischen Reden und alltäglichem Geplauder, mit Voice-Overs und Skripten. Durch Sprache und Sprechen werden individuelle Erfahrung, soziale, politische und ökonomische Verhältnisse miteinander in Bezug gesetzt.
Mit dem Blick auf gesellschaftliche Prozesse und Strukturen werden Fragen, die das Sprechen bestimmen, artikuliert; Fragen zu Normativität und Konvention, zu Macht und Ermächtigung. Wer nutzt welche Sprache? Wer ergreift das Wort und wer schweigt? Wem wird zugehört? Die stimmliche Präsenz ist dabei wesentlich, denn die Verortung der Stimme im Körper der Sprechenden öffnet den Blick auf die Kontexte, in denen das Sprechen geschieht.
In der Ausstellung werden Videos, Installationen, Fotografien, ein Audio-Archiv und Dokumentationen gezeigt. In Publikationen und Künstlerbüchern wird das Spannungsverhältnis von gesprochenem Wort und Verschriftlichung verhandelt. Eine temporäre Radiostation im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird zum zentralen Ort des Sprechens, an dem RadiomacherInnen, KünstlerInnen und TheoretikerInnen miteinander ins Gespräch kommen.
KünstlerInnen: Die Anonymen Billeteure / Die Unkoordinierte Bewegung, Luis Camnitzer, Anetta Mona Chis¸a & Lucia Tkác¹ová, Claudia Dorfmüller, Alice Escher, Azin Feizabadi & Kaya Behkalam, Dani Gal, Rainer Ganahl, Lola Göller, Sara Lehn, Markues, Jaakko Pallasvuo, Nadin Reschke, Marus¹a Sagadin, Maya Schweizer, Pilvi Takala, Till Wittwer. Mit Publikationen von Azin Feizabadi, Florian Goldmann, Sarah Jacobs, Lukas Julius Keijser, David Sherry, u.a.


04. Juli bis 17. August 2014
Eröffnung: Donnerstag, den 03. Juli, ab 19 Uhr
We-Traders – Tausche Krise gegen Stadt
Ein Projekt des Goethe Institutes in Zusammenarbeit mit dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Was tun gegen die Krise, die besonders südwesteuropäische Städte aber auch deutsche Kommunen im Griff hat? Das Projekt We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt vernetzt Initiativen von Künstlern, Designern, Aktivisten und vieler anderer Bürger aus fünf spezifischen europäischen Kontexten. In Lissabon, Madrid, Toulouse, Turin und Berlin zeigt die Krise unterschiedliche Gesichter, von leeren Kassen und sozialer Polarisierung bis zu einer schwachen Zivilgesellschaft durch exzessives Wachstum. We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt schafft eine Wissens- und Produktionsplattform für aktuelle und zukünftige We-Trader.
Was sind We-Traders? Eine Gruppe von Nachbarn verwandelt ein Stück Brachland in einen öffentlichen Raum. Kleingartenbesitzer öffnen ihre Parzellen für Jugendliche, die dort kleine Geschäftsideen testen können. Leistungsbezieher werden im Kollektiv zu Auftraggebern. In ganz Europa ergreifen BürgerInnen die Initiative und werden Teil des Machens von Stadt. Mit ihren Initiativen definieren diese We-Traders die Beziehung zwischen Wert, Profit und Gemeinwohl neu und laden andere Bürger ein, es ihnen gleich zu tun. We-Trader produzieren eine große Bandbreite an Handlungsmöglichkeiten in urbanen Krisen, seien es ökonomische, soziale oder ökologische. Die BürgerInnen werden so zu zentralen AkteurInnen für die Zukunft der Stadt: statt KonsumentInnen treten sie als Koproduzentinnen auf den Plan. Im Oktober 2013 startete We-Traders mit einer 6-sprachigen Website und öffentlichen Foren in Madrid, Lissabon, Toulouse und Turin. 2014 tourt We-Traders als internationale Wanderausstellung durch die beteiligten Städte und wird dabei zum lebendigen Marktplatz für neue Ideen gegen die Krise.
Ko-Produktion der Goethe-Region Südwesteuropa
We-Traders. Tausche Krise gegen Stadt ist eine Gemeinschaftsproduktion des Goethe-Instituts Brüssel mit den Instituten in Lissabon, Madrid, Toulouse und Turin. Unter der künstlerischen Gesamtleitung von Angelika Fitz und Rose Epple zeichnen die Ko-Kuratoren Julia Albani (Lissabon), Javier Duero (Madrid), Stéphane Gruet (Toulouse) sowie Lisa Parola und Luisa Perlo (Turin) für die lokalen We-Traders Plattformen verantwortlich.


30. August bis 26. Oktober 2014
Hängen und Ordnen. Eine Bestandsaufnahme des Kunstarchivs des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Ein Projekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird erstmals seit Jahren sein Archiv öffnen, sichten und sichtbar machen. Die Werke aus dem Archiv umfassen Ankäufe aus den Jahren 1946 bis 1988, Schenkungen, Nachlässe und Arbeiten, die im Rahmen von Kunst-am-Bau-Aufträgen entstanden sind. Die Werke werden in der Weise präsentiert, wie sie im Archiv geordnet sind. Dieses Sichtbar-Machen soll eine erste Annäherung und Beschäftigung mit dem Archiv des Kunstraumes ermöglichen. Ggf. soll zu einem späteren Zeitpunkt eine systematische kuratorische, künstlerische oder kunsthistorische Betrachtung erfolgen.
Das ursprünglich für den Zeitraum September-Oktober 2014 geplante und in intensiven Vorbereitungen steckende Projekt "backjumps - 20th ANNIVERSARY. Urbane Kommunikation und Ästhetik" musste kurzfristig aufgrund eines schweren Unfalls eines Mitglieds des Kuratorenteams auf 2015 verschoben werden. Wir werden nicht desto trotz am Samstag, den 30. August den Geburtstag von Backjumps im Freiluftkino Kreuzberg im Innenhof des Bethanien mit einem Filmabend feiern und "Style Wars 1 +2" zeigen.

Freiluftkino Kreuzberg: Samstag, 30. August, 20:30 Uhr
Style Wars & BERLIN-PREMIERE: Style Wars 2

20:00 - engl. m.dt.Ut. In einem Doppel-Screening trifft der Klassiker von 1983 zum Ursprung des Graffiti der New Yorker Straßenkultur auf seinen humorvollen Zeitgenossen von 2013 von dem schweizer-slovenischen Künstlerduo Amos&Veli – zu „backjumps - 20th ANNIVERSARY“
Die Veröffentlichung von Style Wars vor 30 Jahren trug maßgeblich zur Verbreitung der Graffitikultur von New York über den Globus bei. Amos&Veli begeben sich in „Style Wars 2“ auf eine Tour von Europa über New York bis in den Mittleren Osten, um den aktuellen Graffitis, ihren Künstlern und Sammler auf die Spur zu kommen; eine ernste, derb-komische und wilde Reise durch Galerien, Küchen und Krisengebiete. Mit den beiden Filmen werden zwei unentbehrliche Zeitdokumente von Straßenkultur und ihrem Kunstwerden präsentiert.


08. November 2014 bis 11. Januar 2015
Eröffnung: Freitag, den 07. November, ab 19 Uhr
Objects in a Room
Eine Ausstellung des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien kuratiert durch Zoe Claire Miller und Eli Skatdvet
Ausgehend von Theorien, die sich mit der Rolle von Objekten befassen, wird sich diese Ausstellung auf jüngere bildhauerische Positionen konzentrieren.
Hierbei liegt der Fokus auf Arbeiten, die sich eher intuitiv begreifen lassen und denen man sich eher auf einer emotionalen Ebene annähern kann als auf einer theoretisch-konzeptuellen Ebene. Objekte, die viel Raum beanspruchen und sperrig sind, mit einnehmender Haptik und Materialität, werden gemeinsam mit Arbeiten präsentiert, die sich mit Objektkultur und -kult auseinandersetzen. Den Betrachtern wird die Möglichkeit geboten, sich verschiedenen bildlich-objekthaft ausgeformten künstlerischen Denkweisen und Arbeitsprozessen anzunähern. Es werden Arbeiten von den hauptsächlich in Berlin arbeitenden Künstlern Andreas Blank, Daniela Baldelli, Rachel De Joode, Zoë Claire Miller, Antoanetta Marinov, Pierre-Etienne Morelle, Jens Nippert, Sara Pfrommer, Thomas Schroeren, Eli Skatvedt und Lisa Tiemann u.a. gezeigt. Viele der Arbeiten werden die speziell für die Ausstellung geschaffen.


Jahresübergreifende Projekte und Kooperationsprojekte:


Offensive Kulturelle Bildung:
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird auch in 2014 seine beiden Schulpatenschaften mit der Fichtelgebirge Grundschule und der Röntgen-Schule weiterführen und projektbegleitend im Kunstraum und in den Schulen selbst Aktivitäten der kulturellen Bildung entwickeln, durchführen und präsentieren. Insbesondere soll weiterhin der den Ausstellungsräumen des Kunstraumes vorgelagerte Raum im Bethanien – der sog. „Raum der Partnerschaften“ – für Ausstellungen und Projekte der Partnerschule und für Aktivitäten der Kulturellen Bildung genutzt werden.

Kunstquartier Bethanien:
Offenes Bethanien und Sommerfest der Musikschule
Am Samstag, den 14. Juni ab 14 Uhr bis tief in die Nacht möchte das neue Kunstquartier Bethanien – der Zusammenschluss aller kulturellen und künstlerischen Einrichtungen und Institutionen des Hauptgebäudes des Bethanien – ein „Fest“ veranstalten und damit das Haus öffnen und die Vielfalt der Angebote sichtbar machen.

Januar bis Dezember 2014
Raum 136 & 139 – 1.OG. Kunstquartier Bethanien:
Tokyo Wondersite Berlin at Bethanien
Ausstellungen, Präsentationen und Residency-Programm der Tokyo-Wondersite-Institution im Rahmen des Kulturaustausch-Jahres zwischen Berlin und Tokyo. Es werden jeweils Open-Studios parallel zu den Ausstellungseröffnungen im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien organisiert.

Stand: 31.01.2014