Jahresprogramm 2013
26. Januar bis 24. Februar 2013
Eröffnung: Freitag, den 25. Januar 2013, ab 19 Uhr
Veränderte Öffnungszeiten:
26.–27. Januar und 4. Februar – 24. Februar 2013: täglich
12–19 Uhr
Festivalzeitraum 28. Januar – 3. Februar 2013: täglich 12–22
Uhr
CTM. 13 – The Golden Age. Festival for Adventurous Music and
Arts
Ausstellung im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien: IN THAT WEIRD AGE
Ausstellungsprojekt von „DISK – Initiative Bild & Ton“
realisiert mit Unterstützung der Europäischen Union Programm Kultur
im Rahmen des Projektes ECAS - Networking Tomorrow’s Art for an Unknown
Future. www.ecasnetwork.org
Zum wiederholten Mal gastiert Berlins experimentierfreudiges Musik- und
Kunstfestival CTM- Festival for Adventurous Music and Arts mit seinem Ausstellungsprogramm
im Kunstraum Kreuzberg / Bethanien. Mit seiner Ausgabe 2013 widmet sich
das Festival dem Thema The Golden Age.
Die Ausstellung zeigt eine (Musik-)Kultur im Übergang, die zwischen
Abfallprodukt und Fetisch in der zweischneidigen Pracht des Überflusses
strahlt: Arbeiten mit ausgedienten Speichermedien markieren das Ende einer
Ära, deren zentrales Moment die in Aufnahmen fixierte Musik war, während
außerhalb der professionellen Netzwerke von Musikern und Musikvermittlern
in den User-Kulturen des Internets zugleich eine neue musikalische Alltagskultur
entsteht. Promiske Vernetzung, die endlose Plastizität digitaler Technologien
sowie die Anhäufung immaterieller Artefakte in den Online-Archiven
generieren eine nie gewesene Fülle, die Fragen nach dem Umgang mit
Begriffen wie Originalität, Kreativität und Wiederaneignung provoziert.
Das Internet ist ein Raum, wo Begriffe wie lineare Zeit, Vergangenheit und
Gegenwart, sich auflösen. Allein Algorithmen von Suchmaschinen oder
auch von Archivplattformen wie YouTube generieren Bezugssysteme nach denen
sich Suchergebnisse ordnen. Alle digitalisierten Materialien existieren
auf derselben Zeitachse, welche eigentlich keine Achse mehr ist, sondern
ein einziger Punkt: das Jetzt!
Diese zeitlose, verflüssigte Umgebung ist in den Arbeiten der Ausstellung
präsent. Das Internet wir zum unerschöpflichen Quell der Inspiration
neuer Arbeiten. Begriffe wie Geschichte oder auch Eigentum und Autorschaft
werden ersetzt von Memen und großen Werkkomplexen vieler. Ein zweiter
Aspekt der Ausstellung untersucht die Wiederverwendung antiquierter Medien
wie Schallplatten, CDs oder Kassetten. Diese werden entweder zu Andenken
oder gar erhöht zu Denkmälern oder wiederverwertet in einer Weise,
die ihrem eigentlichem Zweck, der Speicherung, wiederspricht.
Diese verschiedenen Herangehensweisen durchzieht die bohrende Frage, wie
wir mit der heutigen, allgegenwärtigen (Über-) Fülle umgehen
können. Sie münden in einen Dualismus von Pessimismus/Optimismus,
welcher behauptet, dass wahre Einzigartigkeit und Erfindungskraft an ihr
Ende gekommen sind. Einerseits wir ein Ende oder gar der Tod von Musik und
Kunst, wie wir sie kennen, wird proklamiert, andererseits entfallten sich
ungeahnte Möglichkeiten für jeden, eingebettet in die Umgebung
einer spätkapitalistischen Aufmerkamkeitsökonomie. Es ist ein
Seltsames Zeitalter / Weird Age.
KünstlerInnen: Ben Coonley (US); Alexander Dorn (DE); Carl Schilde/
Heavylistening (DE); Constant Dullaart (NL); curatingyoutube.net (DE); Doppeldenk
(DE); Lucas Abela (AU); Matthias Fritsch (DE); Nam June Paik (KR); Network
Awesome (US/DE); Tabor Robak (US); Tim Tetzner (DE) und weiteren...
Ausstellungsdesign: raumlaborberlin
9. März bis 21. April 2013
Eröffnung: Freitag, den 8. März 2013, ab 19 Uhr
between appropriation and interventions. Realitäten, Bedingungen,
Normen, Positionen
Ein Ausstellungsprojekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von
Harald Theiss mit freundlicher Unterstützung des Italienischen Kulturinstituts
Berlin/Kulturabteilung Italienische Botschaft und der Norwegischen Botschaft
in Deutschland.
Welche Rolle spielen öffentliche Räume, aber auch die gesellschaftlichen
sozialen und kulturellen Räume? Auf welche Weise finden Aneignungsprozesse
statt und welche Wahrnehmungen, Handlungen oder auch Interpretationen sind
entscheidend? Welche Transformationen vollziehen sich und wie werden Realitäten
dieser gegenwärtigen Räume kritisch betrachtet oder sogar neu
gestaltet?
Der zugrunde liegende oft definierte Raum, bzw. das Terrain, in das eingegriffen
wird, ist sowohl ein relationaler gesellschaftlich konstruierter als auch
ein objektiver öffentlicher Raum. Als Ergebnis von gesellschaftlich
wirtschaftlicher Produktion mit seinen vorhandenen Strukturen und infrastrukturellen
Einrichtungen wird er für Akteure eine Möglichkeit der Aneignung
oder eine Barriere. Die Folge ist eine Sensibilisierung gegenüber dem
Realraum und damit auch der eigenen Körperlichkeit.
Dieser definierte Spiel- Nutzungsraum ist gekennzeichnet von einer ständigen
Dualität, dem Verhältnis des Individuums und der Gesellschaft,
welches sich im Raum widerspiegelt und diesen durch Aneignungsprozesse verändert.
Damit wird etwas aktiv durchdrungen und nicht nur passiv übernommen.
Sich etwas „zu eigen“ machen, bedeutet, es nicht nur zu gebrauchen,
sondern es auch zu verändern und es zu prägen. Dieses führt
gleichzeitig zu einer Transformation vom gegenwärtigen Raum und deren
Individuen. Der Aneignungsprozess verändert beides.
Die auferlegten und neu erschaffenen Bedingungen bilden ein alltägliches
Spannungsfeld mit unterschiedlichen Interaktionen und Markierungen, welche
der Ausstellungsraum between appropriation and interventions gemeinsam mit
den eingeladenen Künstlern nicht nur zu bespielen, sondern vor allem
das Verhältnis zwischen Vorgegebenem und Gestaltbarem raumübergreifend
untersuchen möchte.
Die in der Ausstellung gegenübergestellten Arbeiten beleuchten ein
breites Feld künstlerischer Positionen, welche, ausgehend von einem
interdisziplinären Diskurs, möglicherweise dem Betrachter Vertrautes
anders bebildern, sichtbar bzw. erfahrbar machen und damit auffordern, über
Vorhandenes weiterzudenken.
KünstlerInnen: Isabelle Arthuis (BE/FR), Gaëlle Boucand (DE/FR),
Sebastian Denz (DE), Larissa Fassler (CAN), Philipp Fürhofer (DE),
Cyprien Gaillard (FR), Christine de la Garenne (DE), Tamara Grcic (DE),
Eva Grubinger (A), Mattias Härenstam (NO/SE), Moritz Hirsch (DE), Carsten
Höller (DE), Noel Jabbour (PS), Christina Kubisch (DE), Aage Langhelle
(NO), Nicolas Moulin (FR), Nina Mücke (DE), Grazia Toderi (IT), Andreas
Sell (DE), Mona Vatamanu & Florin Tudor (RO), Corine Vermeulen (NL/USA)
Begleitprogramm:
- Sonntag, den 10. März, 16 Uhr: Künstlergespräch mit Grazia
Toderi (IT). Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Italienischen Kulturinstitut
Berlin/Kulturabteilung Italienische Botschaft
- Sonntag, den 14. April, 16 Uhr: Vortrag von Dr. Heike Fuhlbrügge,
Hier, dort und anderswo –Auffassung von Raumwirksamkeit in den Arbeiten
von Moritz Hirsch (DE), Noel Jabbour (PS) und Mona Vatamanu & Florian
Tudor (RO)
- Sonntag, den 21. April, 16 Uhr: Intervention von Andreas Sell –
Stillstand, 2 Stunden
4. Mai bis bis 16. Juni 2013
Eröffnung: Freitag, den 3. Mai 2013, ab 19 Uhr
Open Monument – vergängliche Denkmäler im öffentlichen
Raum
Ein Ausstellungsprojekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien, kuratiert von
Marta Jecu, gefördert durch: Italienisches Kulturinstitut Berlin, Architektur
Galerie Berlin, Japan Foundation, BERLINARTLINK, Camões – Instituto
da Cooperação e da Lingua/Portugal, CICANT – Centre
for Research in Applied Communications, Culture and New Technologies, Calouste
Gulbenkian Foundation und Circus Schatzinsel.
Das Projekt regt die Realisierung von Kunstwerken im öffentlichen Raum
an, die sich mit zeitgenössischen Mitteln in Bezug auf die jüngere
Geschichte in Berlin setzen.genen jüngeren. 12 internationale KünstlerInnen
bauen im öffentlichen Raum von Berlin-Kreuzberg Objekte die eine unklare
Funktion habe, die aber an geschichtlich belegten Orten aufgebaut werden.
Es sind ephemere und veränderbare Architekturen.
Die Bauten werden von der Bewohnern des jeweiligen Quartiers aufgenommen,
benutzt, fur verschieden Zwecke funktionalisiert. Sie werden zerstört,
verbraucht und transformiert. Somit kann Kunst als ein funktionelles Alltagselement
von den BewohnerInen augenommen werden. Vor allem kann beobachtet werden,
was sie von Orten der jüngeren Geschichte erwarten und wie in ihnen
eingegriffen wird.
Gleichzeitig geht es auch darum zu verfolgen, was für ein Stadtmobiliar
die Menschen an diesen Orten brauchen, welche Einrichtungen sie in ihrem
Alltag benötigen, welche symbolische Werte diese haben und wie sich
die Stadt selbst verändert.
Die Künstler dokumentieren in verschieden Medien (Photographie, Video,
architektonisches Modell, Installation) die Transformationen der Konstruktionen
(Ihre Aneignung durch die Kiezbewohner, die Prozesse der (De)Konstruktion,
die Interaktion mit den Passanten) und stellen im Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
als je eine Soloausstellung diese Dokumentationen aus.
KünstlerInnen: Carlos Bunga, Delio Jasse, Hironari Kubota, Matias Machado,
David Maranha, Luca Pozzi, Cristian Rusu, Sancho Silva, Yukihiro Taguchi,
Nuno Sousa Vieira, Sinta Werner
Begleitprogramm:
- Samstag, den 4. Mai 2013, 17 Uhr: Führung der beteiligten Künstler
zu den Installationen im öffentlichen Raum, Treffpunkt: Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
- Dienstag, den 7. Mai 2013, 16 Uhr: Führung durch die Galerie Eigen+Art
durch den Architekten Jürgen Mayer, Treffpunkt: Galerie Eigen+Art,
Auguststr. 26, 10117 Berlin
- Mittwoch, den 8. Mai 2013, 14 Uhr: Führung durch die Architekturarchive
der Berlinischen Galerie durch Frau Ursula Müller. Eintritt 5 Euro,
Treffpunkt: Berlinische Galerie, Alte Jakobstr. 124-128, 10969 Berlin
- Mittwoch, den 22. Mai 2013, 17 Uhr: Gespräch mit Herrn Ulrich Müller,
Direktor der Architektur Galerie Berlin zum Thema: Schnittpunkt zwischen
Architektur und Kunst in der kuratorischen Praxis anhand von vergangenen
Ausstellungen der Galerie, Treffpunkt: Architektur Galerie Berlin, Karl-Marx-Allee
96, 10243 Berlin.
- Onlineplattform: der Blog THINKABOUTSPACE, Design von Alessandro Geri
Rustighi:
Im Vorfeld der Ausstellung wurden Skizzen, Ideen, Modelle, Texte, Photos
und Klänge zusammengetragen, die sich mit der Vorstellung von einem
zeitgenössischen Denkmal auseinandersetzen. Link: http://www.thinkaboutspace.net/
29. Juni bis 25. August 2013
Eröffnung: Freitag, den 28. Juni 2013, ab 19 Uhr
Wir sind hier nicht zum Spaß! Kollektive und subkulturelle
Strukturen im Berlin der 90er Jahre. Ausstellung – vierkanaliges Hörstück–
Talks
Ein Projekt von Paul Paulun in Zusammenarbeit mit Stéphane Bauer
gefördert durch den Hauptstadtkulturfonds
Viele Künstlerinnen und Künstler wendeten sich im Berlin der 90er-Jahre
neuen Formen der Zusammenarbeit zu. Ziel ihrer weitgehend selbstorganisierten
Strukturen war es, mit minimalem finanziellen Aufwand kulturelle Produktionen
anzustoßen und die volle Kontrolle über die sich daraus ergebenden
Prozesse zu behalten. Man initiierte kleine oder größere Clubs,
gründete Galerien und Plattenlabels oder gab Magazine im Eigenvertrieb
heraus.
Die damit verbundenen Erlebnisse wurden häufig über Szene- und
Genregrenzen hinweg geteilt, und so kamen Aufmerksamkeit und Wertschätzung
oft von unerwarteter Seite. Vielen ermöglichte das ein völlig
neues Gefühl des Daseins, bei dem man sich gut als Teil eines größeren
Ganzen fühlen konnte - und für das obendrein noch nicht einmal
ein Manifest nötig war. Das Leben im Augenblick, die Neugier auf das
Anderssein der anderen, Verweigerung der Vermarktbarkeit und kollektive
Arbeitspraktiken schienen in der Luft zu liegen. Die dafür nötigen
Räume waren im Ostteil der Stadt ebenso großzügig verfügbar
wie die passende Atmosphäre und ein Großteil des Mobiliars.
Manche dieser Orte wurden später einfach abgerissen, andere zu Kinderspielplätzen,
exklusiven
Restaurants, Hotels oder Büroräumen umfunktioniert. Außer
den vergleichsweise wenigen, die dabei waren, weiß kaum jemand, was
dort passierte. Außenstehenden blieb das, was sich hinter unscheinbaren
Türen, in Kellergewölben eines zweiten Hinterhofs oder auf einer
von Plakatwänden umrahmten Grünfläche abspielte, verborgen.
Wir sind hier nicht zum Spaß verbindet einige dieser Ansätze
und setzt sie in einen größeren urbanistischen Kontext. Anhand
von Gesprächen mit über 30 Protagonisten aus der Zeit entstand
ein Hörstück, das Zusammenhänge aufgezeigt, die für
das subkulturelle Schaffen der 90er-Jahre bezeichnend waren. In Verbindung
mit den Exponaten ergibt sich ein Stück bislang kaum beschriebener
Stadtgeschichte – und durch die Talks eröffnet sich ein neuer
Blick auf die Gegenwart.
Ausstellungsbeteiligte: Jim Avignon, Gerhard Behles/Penko
Stoitschev, Christian Brox, Heinrich Dubel, Martin Eberle, Safy Etiel (SNIPER),
Hallo-TV, Internationale Stadt, Karl Heinz Jeron/Torsten Oetken/Paul Paulun/Gereon
Schmitz, monitor.automatique, Daniel Pflumm, Mike Riemel, taschencomix,
Steffy van Valanger, visomat inc.
Gesprächspartner der Recherche fürs Hörstück:
allgirls, Inke Arns, Jim Avignon, Georg Barber, DJ Bass Dee, Gerhard Behles,
Captain Space Sex, José de Costa, Dominique Croissier, Stefan Dettmar,
Andreas Döhler, Heinrich Dubel, Friedrich Eberhard, Simone Gilges,
Christoph Grote-Beverborg, Yvonne Harder, Falko Hennig, Thaddeus Herrmann,
Karl Heinz Jeron, Johannes Kahrs, Laura Kikauka, Doreen Kutzke, Gordon Monahan,
DJ Newcleus, Torsten Oetken, Daniel Pflumm, Katja Reichard, Leigh Sachwitz,
Penko Stoitschev, Petra Trojan, Ute Waldhausen, Jutta Weitz
7. September bis 20. Oktober 2013
Eröffnung: Freitag, den 6. September 2013, ab 19 Uhr
Tomorrow it's time for the future – Talente und Vorbilder.
Berlin – New York
Ein Ausstellungsprojekt des Kunstraum Kreuzberg/Bethanien
Künstler und ihre Vorbilder zusammen in einer Ausstellung. Tomorrow
it´s time for the future zeigt junge Talente aus Berlin und New York
Seite an Seite mit den KünstlerInnen, die sie inspirierten. Dadurch
entsteht nicht nur ein Überblick über Generationen von Künstlern,
sondern auch ein Ausblick auf die Zukunft der Kunst.
Die kreative Energie Berlins dient als Ausgangspunkt eines intensiven Dialogs
zwischen Meistern und Schülern, und so zeigt Tomorrow it's time for
the future, wie die Gegenwart Stück für Stück auf der Vergangenheit
aufbaut und, obwohl sie auf einer ähnlichen Struktur beruht, in neuen
und vitalen Formen aufgeht.
KünstlerInnen: Luis Gispert, Grayson Cox, Zefrey Throwell, Ed Ruscha,
Bruce Nauman, Robert Smithson, Marte Kiessling, Joseph Beuys, Philipp Ricklefs,
Janine Eggert, Nadja Frank, Hanne Darboven, und andere...
12. bis 14. September 2013 im Projektraum
reSource for transmedial culture
reSource ist eine Initiative des transmediale – Festival für
digitale Kunst und Kultur Berlin, in deren Rahmen in Zusammenarbeit mit
CTM/DISK GbR und dem Kunstraum Kreuzberg/Bethanien nach neuen Partnern für
das Jahr 2013 gesucht wird.
reSource for transmedial culture ist ein neues Konzept für verschiedene
über das Jahr hinweg stattfindende Projekte in Berlin, die in direktem
Bezug zum transmediale Festival stehen. Es stellt eine Initiative dar, deren
fortlaufende Aktivitäten und Events eine maßgebliche Programmpräsenz
an den jährlichen Festivals annehmen soll. Ziel von reSource ist es,
als vermittelndes Glied zwischen Kulturproduktion im Rahmen von Kunstfestivals
und gemeinschaftlichen Netzwerken im Bereich von Kunst, Technologie, Hacktivism
und Politik zu agieren, indem es unter seiner Schirmherrschaft die Zusammenarbeit
und das Teilen von Ressourcen und Wissen innerhalb der lokalen und internationalen
Community aus Kunst und digitaler Kultur sowie dem transmediale Festival
Berlin erleichtern soll.
02. November 2013 bis 12. Januar 2014
Eröffnung: Freitag, den 9. November 2012, ab 19 Uhr
Still in Search of Europe?
Ein Projekt von Zentrum Moderner Orient (ZMO) Berlin, gefördert durch
das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), Institut für
Auslandsbeziehungen (ifa), Auswärtiges Amt/Aktion Afrika, kuratiert
von Daniela Swarowsky
Inwieweit ist Europa noch ein Vorbild – oder inzwischen eher ein Schreckgespenst
– für Menschen in anderen Teilen der Welt? Und war es jemals
dieses Vorbild, als das es sich gerne sehen würde? Spielt der westliche
Zipfel Asiens noch eine Rolle, wenn Menschen aus Afrika und dem Nahen Osten
über ihr Leben, ihre Zukunft, und ihre Möglichkeiten nachdenken?
Wer setzt heutzutage die Standards? Wenn nicht Europa, ist die Welt dadurch
besser und gerechter geworden? Oder sind nur neue Ungleichheiten an die
Stelle der alten Imperien getreten? Mit Still in Search of Europe? wollen
wir viele Geschichten über die Auseinandersetzung mit einer ungleichen
Welt erzählen, und die Perspektive an die Orte verlegen, an denen Menschen
in Ägypten, Mosambik, der Türkei, als auch Migranten in Europa
und in Grenzregionen des Mittelmeers über die Welt und ihre Position
darin nachdenken.
Ausgangspunkt der Ausstellung ist ein geisteswissenschaftliches Forschungsprojekt
am Zentrum Moderner Orient in Berlin. In Zusammenarbeit mit den jeweils
sechs ForscherInnen des Projekts entwickeln die KünstlerInnen ihre
Positionen, die den Kern der Ausstellung bilden.
KünstlerInnen/ForscherInnen: Iskenderian Standards (Kollektiv, Ägypten)
mit Samuli Schielke (ZMO, Berlin); Mohamed Abdelkarim (Ägypten) mit
Bettina Gräf (ZMO Berlin); Gemuce (Mosambik) mit Vanessa Díaz
(ZMO Berlin); Esra Ersen (Türkei) mit Leyla von Mende (ZMO Berlin);
Charlotte Menin (IT) mit Knut Graw (Universiteit Leuven); Anissa Michalon
(F) mit Aissatou Mbodj (CNRS, Paris) und: Bofa da Cara (Kollektiv, E/Mexico/Angola),
Vincent Leroux (F), Claire Soton (F), Catarina Simao (PT)
Jahresübergreifende Projekte und Kooperationsprojekte:
Offensive Kulturelle Bildung
Der Kunstraum Kreuzberg/Bethanien wird auch in 2013 seine beiden Schulpatenschaften
mit der Fichtelgebirge Grundschule und der Röntgen-Schule weiterführen
und projektbegleitend im Kunstraum und in den Schulen selbst Aktivitäten
der kulturellen Bildung entwickeln, durchführen und präsentieren.
Insbesondere soll weiterhin der den Ausstellungsräumen des Kunstraumes
vorgelagerte Raum im Bethanien – der sog. „Raum der Patenschaften“
– für Ausstellungen und Projekte der Partnerschule und für
Aktivitäten der Kulturellen Bildung genutzt werden.
Kunstquartier Bethanien:
Samstag, 01. Juni 2013, 14 bis 22 Uhr
Offenes Bethanien und Sommerfest der Musikschule
Am Samstag, den 01. Juni ab 14 Uhr bis tief in die Nacht möchte das
neue Kunstquartier Bethanien – der Zusammenschluss aller kulturellen
und künstlerischen Einrichtungen und Institutionen des Hauptgebäudes
des Bethanien – ein „Fest“ veranstalten und damit das
Haus öffnen und die Vielfalt der Angebote sichtbar machen.
Januar bis Dezember 2013
Raum 136 & 139 – 1.OG. Kunstquartier Bethanien:
Tokyo Wondersite Berlin at Bethanien
Ausstellungen, Präsentationen und Residency-Programm der Tokyo-Wondersite-Institution
im Rahmen des Kulturaustausch-Jahres zwischen Berlin und Tokyo.
Koordination: Kanta Ikemura und Stéphane Bauer
Stand: 18.01.2013